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Inhaltsanalyse - mit speziellem Fokus auf die qualitative Inhaltsanalyse

Autor: Magistra Mirjam Bromundt
Fach: Soziologie - Methodologie und Methoden

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Details

Veranstaltung: Einführung in die Methoden der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften
Institution/Hochschule: Universität Wien (Publizistik- und Kommunikationswissenschaften)
Tags: empirische Sozialforschung, Inhaltsanalyse
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 12
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 158 KB
Archivnummer: V3669
ISBN (E-Book): 978-3-638-12267-2

Textauszug (computergeneriert)

Inhaltsanalyse und die qualitative Inhaltsanalyse im Speziellen

Bromundt Mirjam


Inhaltsverzeichnis

I - Einleitung 4
II - Die Inhaltsanalyse im Allgemeinen 4
1. Das Problem der Definition... 4
2. Unterscheidungsmerkmale von qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse... 5
2.1. Unterscheidung von der Begriffsform her: 5
2.2. Unterscheidung von Skalenniveau der zugrunde liegenden Messung her: 6
2.3. Unterscheidung nach dem impliziten Wissenschaftsverständnis: 6
III - Die qualitative Inhaltsanalyse im Speziellen 7
1. Grundlagen von qualitativen Analysen... 7
2. Aufgaben der qualitativen Inhaltsanalyse... 8
2.1 Hypothesenfindung und Theoriebildung: 8
2.2 Pilotstudien: 8
2.3 Vertiefungen: 8
2.4 Einzelfallstudien: 8
2.5 Prozessanalysen: 9
2.6 Klassifizierungen: 9
2.7 Theorie- und Hypothesenprüfung: 9
3. Wie kann eine qualitative Auswertung aussehen... 10
4. Gütekriterien der qualitativen Inhaltsanalyse... 10
4.1 klassische Gütekriterien: 11
4.2 spezifische Gütekriterien: 11
IV - Literaturverzeichnis 12

I - Einleitung

In der methodologischen Entwicklung haben in den letzten Jahrzehnten entscheidende Veränderungen stattgefunden. Auf der einen Seite werden immer komplexere quantitative Auswertungsmodelle benötigt, welches ganz spezielle Anforderungen an das Datenmaterial stellt, und andererseits werden Forderungen nach offeneren Erhebungsmethoden, bei denen die Befragten wirklich zur Sprache kommen, laut. Die Entwicklung der Massenmedien Zeitung, Film, Hörfunk und Fernsehen hatte starken Einfluss auf die Entwicklung von inhaltsanalytischen Verfahren, genauso aber ach die immer mehr aufkommende Frage nach der Wirkung von Texten, zum Beispiel in der Propaganda. Viele Erhebungstechniken, wie zum Beispiel die Gruppendiskussion und andere Interviewformen wurden weiterentwickelt und es stellte sich das Problem der Auswertung. In der sozialwissenschaftlichen Methodenliteratur gab es bis dahin keine systematische und umfassende Anleitung zur Auswertung von komplexem sprachlichem Material, aus welcher man eindeutige Interpretationsregeln ableiten könnte. Natürlich gibt es auch andere Disziplinen, die sich mit sprachlichem Material auseinandersetzen, jedoch sind die einen zu vage, die anderen zu beschränkt und wiederum andere einfach zu speziell. Das Ziel soll nun also sein, konkrete Techniken qualitativer Inhaltsanalyse auszuarbeiten und systematisch und intersubjektiv überprüfbare Techniken zu entwickeln, um auch der Komplexität, der Bedeutungsfülle, der "Interpretationsbedürftigkeit" sprachlichen Materials gerecht zu werden.

II - Die Inhaltsanalyse im Allgemeinen

1. Das Problem der Definition...
Die Spannweite inhaltsanalytischer Forschung hat gezeigt, dass unterschiedliche Ziele und Definitionen entwickelt wurden, je nach der methodologischen Grundposition. Analysiert werden soll das Material aus irgendeiner Art von Kommunikation. Dabei soll aber nicht nur der Inhalt der Kommunikation berücksichtigt werden, sondern auch die formalen Aspekte. So können zum Beispiel unvollständige Sätze oder Wortwiederholungen ein Index für die Angst des Patienten sein. Es gibt verschiedenste Definitionen, die im Ansatz recht unterschiedlich sind und oft steht auch das Interesse des Forschers oder des Arbeitgebers im Vordergrund.

Zwei Definitionen zur Inhaltsanalyse:

"ein Untersuchungsinstrument zur Analyse des "gesellschaftlichen", letztlich des "ideologischen Gehalts" von Texten" (Ritsert 1972, S. 9)

"Inhaltsanalyse ist eine Methode zur Erhebung sozialer Wirklichkeit, bei der von Merkmalen eines manifesten Textes auf Merkmale eines nicht manifesten Kontextes geschlossen wird... Soziale Wirklichkeit soll dabei zunächst als pauschaler Begriff für soziale Strukturen aller Art (soziales Handeln von Kommunikanden, aber auch aggregierte Formen, etwa Wert- und Normvorstellungen, organisiertes bzw. institutionalisiertes Handeln etc.) benutzt werden" (Merten 1995, S. 15, 16, 59, Hervorhebung im Original)

Grundlegend ist noch zu sagen, dass die Inhaltsanalyse ein Teil nahezu jeder Methode der empirischen Sozialforschung ist, so wie die Beobachtung ein Teil jeder Erhebung ist. Es kann jede Form von Text, Bild oder filmischen Materials mittels der Inhaltsanalyse ausgewertet werden. werden.

2. Unterscheidungsmerkmale von qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse...

2.1. Unterscheidung von der Begriffsform her:
a) Quantitativ: Wenn Zahlbegriffe und deren In-Beziehung-Setzen durch mathematische Operationen bei der Erhebung oder Auswertung eingesetzt werden, spricht man von quantitativer Analyse. Quantitative (metrische) Begriffe wurden in der Sprache als numerische Funktion eingeführt. Ihr Wertbereich besteht aus Zahlen.
b) Qualitativ: Alle anderen Fälle sind der qualitativen Analyse zuzuschreiben. Mit Hilfe der qualitativen (klassifikatorischen) Begriffe sollen die Gegenstände eines Bereichs in Klassennamen oder Klassenbezeichnungen gefasst werden. Die meisten Alltagsbegriffe sind qualitativ.

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