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Untertitel: Prominente in der Werbung als Mittel zur Markenprägung
Autor: Kristin Alena Sadowski
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Details
Tags: Testimonials, Werbung
Jahr: 2005
Seiten: 27
Note: 1,9
Literaturverzeichnis: ~ 38 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 252 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36305-1
ISBN (Buch): 978-3-638-65371-8
Dies ist eine Studienarbeit zum Thema "Prominente in der Werbung". Sie beinhaltet die neuesten Studienergebnisse von renomierten Marktforschungsinstituten in Deutschland. Es gab bis 2004 sehr lange keine Untersuchungen mehr darüber. Somit ist dies eine sehr aktuelle und wissenschaftlich fundierte Arbeit.
Zusammenfassung / Abstract
Thomas Gottschalk nascht Gummibärchen von Haribo, Heidi Klum tätigt ihren Weihnachtseinkauf bei Douglas, und Franz Beckenbauer telefoniert mit O2. Die Werbung mit Prominenten hat zurzeit Hochkonjunktur. Der Trend Produkte mit bekannten Persönlichkeiten zu bewerben, prägt zunehmend das Marketing in Deutschland 1 und findet große Aufmerksamkeit bei den Werbetreibenden. In den letzten zehn Jahren gab es in der Werbung einen Zuwachs an prominenten Darstellern von drei Prozent in den 90er-Jahren auf über zehn Prozent heute.2 Grund: Der Konsument ist in den Medien durch die heutige Informationsüberflutung immer schwerer zu erreichen. Somit müssen Werbetreibende verstärkt hohe Reize aussenden. Prominente dienen immer häufiger als Markenbotschafter. Sie sollen Vertrauen schaffen und ihre Erfolgsprinzipien aus Show-Business, Sport, Politik usw. auf die Produkte übertragen. Das Werben mit Prominenten ist ein wichtiges, aber sensibles Instrument für die Gestaltung von Werbung. Berühmten Personen wird eine hohe Durchsetzungskraft als Träger der Werbebotschaft nachgesagt3, denn Bekanntes bewirkt einen stärkeren Sympathieeffekt und wird gegenüber Unbekanntem bevorzugt.4 So begünstigen bekannte Persönlichkeiten durch ihre Werbe- bzw. Markenbekanntheit und durch ihre Leitbildfunktion den Verkauf des beworbenen Produktes. Doch wenn Produkt und Prominenter nicht exakt zueinander passen, kann dies der Marke sogar schaden. Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen Einblick in die Prominentenwerbung zu erhalten, und geeignete Auswahlkriterien- und systeme zur Wahl des „richtigen“ Prominenten kennen zu lernen. Es gilt zu untersuchen, ob sich durch den Einsatz bekannter Persönlichkeiten auch automatisch ein Werbeerfolg einstellt und welchen Nutzen die Werbung mit Prominenten hat. Des weiteren sollen die Probleme und Risiken näher beleuchtet werden. Im ersten Teil dieser Arbeit wird auf die Begrifflichkeiten und Hintergründe eingegangen, die dieses Thema beinhaltet und die wichtig zum Verständnis sind. Der zweite Teil thematisiert Anwendungsbereiche, Funktionen und Risiken und erläutert Lösungsansätze. Im Schlussteil wird die zukünftige Bedeutung von Testimonials in der TV-Werbung eingeschätzt. Diese Arbeit endet mit einem Fazit.
Textauszug (computergeneriert)
Testimonials in der Werbung
von: Kristin Alena Sadowski
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Begriffserklärung 2
2.1 Werbung 2
2.2 Testimonial 3
2.3 Testimonialwerbung 3
2.4 Prominente 5
2.5 Prominenz und ihre Bedeutung für die Werbung 6
3. Entwicklung der Werbung mit berühmten Persönlichkeiten 7
3.1 Warum werden Prominente in der Werbung eingesetzt 8
3.2 Ziele – Was die Unternehmen erreichen wollen 9
4. Erscheinungsformen und Funktionen 10
4.1 Arten der Werbung mit prominenten Testimonials 11
4.1.1 Sportler als Imageträger 11
4.1.2 Show-Business und Medienstars 12
4.1.3 Mode 12
4.1.4 Politiker als Testimonials 12
4.2 Die beliebtesten Werbeprominenten aus Unternehmersicht 13
5. Erfolgsvoraussetzungen für das Werben mit Prominenten 14
5.1 Die drei Bausteine für die Werbebeständigkeit eines Prominenten 16
6. Verfahren zur Beurteilung von Prominenten 17
6.1 Der Bekanntheitsgrad von Persönlichkeiten 18
6.2 IMAS PROMIMeter 18
6.3 Semiometrische Auswahlverfahren 19
6.4 Der Promicheck 20
6.5 Brand Personality Gameboard 20
7. Probleme und Risiken 21
8. Fazit 23
Literaturverzeichnis 25
1. Einleitung
Thomas Gottschalk nascht Gummibärchen von Haribo, Heidi Klum tätigt ihren Weihnachtseinkauf bei Douglas, und Franz Beckenbauer telefoniert mit O2. Die Werbung mit Prominenten hat zurzeit Hochkonjunktur.
Der Trend Produkte mit bekannten Persönlichkeiten zu bewerben, prägt zunehmend das Marketing in Deutschland 1 und findet große Aufmerksamkeit bei den Werbetreibenden. In den letzten zehn Jahren gab es in der Werbung einen Zuwachs an prominenten Darstellern von drei Prozent in den 90er-Jahren auf über zehn Prozent heute.2 Grund: Der Konsument ist in den Medien durch die heutige Informationsüberflutung immer schwerer zu erreichen. Somit müssen Werbetreibende verstärkt hohe Reize aussenden. Prominente dienen immer häufiger als Markenbotschafter. Sie sollen Vertrauen schaffen und ihre Erfolgsprinzipien aus Show-Business, Sport, Politik usw. auf die Produkte übertragen. Das Werben mit Prominenten ist ein wichtiges, aber sensibles Instrument für die Gestaltung von Werbung. Berühmten Personen wird eine hohe Durchsetzungskraft als Träger der Werbebotschaft nachgesagt3, denn Bekanntes bewirkt einen stärkeren Sympathieeffekt und wird gegenüber Unbekanntem bevorzugt.4 So begünstigen bekannte Persönlichkeiten durch ihre Werbe- bzw. Markenbekanntheit und durch ihre Leitbildfunktion den Verkauf des beworbenen Produktes. Doch wenn Produkt und Prominenter nicht exakt zueinander passen, kann dies der Marke sogar schaden. Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen Einblick in die Prominentenwerbung zu erhalten, und geeignete Auswahlkriterien- und systeme zur Wahl des „richtigen“ Prominenten kennen zu lernen. Es gilt zu untersuchen, ob sich durch den Einsatz bekannter Persönlichkeiten auch automatisch ein Werbeerfolg einstellt und welchen Nutzen die Werbung mit Prominenten hat. Des weiteren sollen die Probleme und Risiken näher beleuchtet werden. Im ersten Teil dieser Arbeit wird auf die Begrifflichkeiten und Hintergründe eingegangen, die dieses Thema beinhaltet und die wichtig zum Verständnis sind. Der zweite Teil thematisiert Anwendungsbereiche, Funktionen und Risiken und erläutert Lösungsansätze. Im Schlussteil wird die zukünftige Bedeutung von Testimonials in der TV-Werbung eingeschätzt. Diese Arbeit endet mit einem Fazit.
2. Begriffserklärung
2.1 Werbung
Werbung zählt zu den Formen der Massenkommunikation5 und ist somit ein Kommunikationsprozess. Im engeren Sinne geht es bei Werbung um eine symbolische Kommunikation, bei der das Produkt oder die Dienstleistung, physisch nicht fassbar, in Form von Symbolen und Zeichen dargestellt wird.6
Aus wirtschaftswissenschaftlicher und werbepsychologischer Sicht gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Bestimmungen des Begriffs Werbung.7 Unter anderem sieht KROEBER-RIEL (1984, S. 65 ff.) in der Werbung ein Instrument zur „gezielten Aktivierung der Konsumenten“ bzw. als „Verhaltenssteuerung [im Dienste von Unternehmungen]“ (1973, S. 138). Rosenstiel v. (1973, S. 47) versteht hingegen unter Werbung „einen Kommunikationsprozess, der einen Sender, einen Empfänger, eine Botschaft und ein Medium umfasst, durch Kommunikationshilfen positiv oder negativ beeinflusst wird, sich in spezifischen Situationen abspielt und zu einem bestimmten Ergebnis führt“. Allen Definitionen sind zwei zentrale Kennzeichen der Werbung gemein. Es handelt sich erstens um einen Kommunikationsvorgang, und zweitens ist dieser Ablauf auf die Veränderung von Verhalten fokussiert.8 Somit ist Werbung ein kommunikativer und beabsichtigter Beeinflussungsprozess, der das Ziel hat, langfristige Änderungen9 der marktrelevanten Einstellung und Verhaltensweisen zu bewirken. Dies geschieht unter Einsatz von Werbemitteln und bezahlten Medien ohne formellen Zwang.10 Bei den Erscheinungsformen der Werbung kann man in Print- und elektronische Medien differenzieren.11 In dieser Arbeit wird sich ausschließlich auf den Bereich der elektronischen Medien und hier im Speziellen auf die TV-Werbung bezogen. Im Bezug auf die Gestaltungsmöglichkeiten von TV-Werbung wird im Folgenden nur der Einsatz von Personendarstellungen behandelt.
2.2 Testimonial
Um eine Werbegestaltungsstrategie zu erstellen ist u.a. auch über den Einsatz von Personendarstellungen zu entscheiden. Bei der Art der Darsteller kann zunächst zwischen Fiktivgestalten (z.B. Meister Proper oder Tarzan) und real lebenden Testimonials differenziert werden.12 Mit Letzteren beschäftigt sich diese Arbeit. Der Begriff Testimonial kommt vom lateinischen „testimonium“ und bedeutet Zeugenaussage, Zeugnis, Beweis und im weiteren Sinne auch Vollmacht, Leumund.13 Im Englischen bezeichnet man als Testimonial ein Dank- und Empfehlungsschreiben, ein Anerkennungsschreiben oder auch ein Führungszeugnis.14
2.3 Testimonialwerbung
Die deutsche Werbepraxis hat sowohl den lateinischen, als auch den englischen Terminus aufgegriffen, und versteht unter Testimonialwerbung alle Formen der Werbung, in denen die Glaubwürdigkeit der Werbebotschaft mit Hilfe von Aussagen und Urteilen zufriedener Kunden erhöht werden soll.15 Eine dem Zielpublikum bekannte, nicht-anonyme Person tritt mit der Funktion auf, das beworbene Produkt oder die Dienstleistung zu empfehlen.16 Das Testimonial legt sozusagen ein „Zeugnis“ von der Qualität, Güte, Nützlichkeit und Preiswürdigkeit des beworbenen Meinungsgegenstandes17 ab. Dies lehnt sich an die Idee der Empfehlung durch Dritte an.18 Testimonials „beweisen“ in diesem Sinne den Nutzen eines Produktes und bürgen dafür mit ihrem „guten Namen“.19 Im weitesten Sinne gilt auch Werbung, in der anonyme, aber typisch stilisierte Personen (Typ Hausfrau, Typ Sportler und so weiter)20 oder Prominente in der Rolle zufriedener Produktnutzer auftreten, als Testimonialwerbung.21 Testimonials lassen sich unterteilen in Prominente, Experten, Firmenangehörige und typische Verbraucher.22 Nach AWADA (2003, S. 27 ff.) kann man diese Einteilung durch die Testimonialtypen „Deus ex Machina“, „Lehrer“, „Vor-Bilder“ und „Kobolde“ ergänzen. Prominente sind bekannte Persönlichkeiten aus Film, Funk, Sport, Theater, Wirtschaft oder Politik.
[...]
1 Vgl. AWADA, N.: Celebrity Marketing – Der Trend zur Werbung mit Prominenten. Düsseldorf 2003.
2 Vgl. THUNIG, C.: Prominente als Testimonials. In: absatzwirtschaft 12/2004 S.44
3 Vgl. AWADA, N.: a.a.O., S.11
4 Allgemein nennt man dies Kontakt-Sympathie-Korrelation, Vgl. KIRSCHHOFER von, A.: Promis im Blick der Werbeforschung. In: Stiftung Haus der Geschichte der BRD (Hrsg.): Prominente in der Werbung. Da weiß man was man hat. 1.Auflage, Mainz 2001, S.30
5 Massenkommunikation ist eine Kommunikationsform, bei der Aussagen indirekt, mit Hilfe technischer Verbreitungsmittel, an ein disperses Publikum einseitig herangetragen werden. Vgl. SCHWEIGER, G. / SCHRATTENECKER, G.: Werbung: Eine Einführung. 4., völlig neu bearb. und erw. Aufl. Stuttgart; Jena 1995, S. 9.
6 Vgl. SCHWEIGER, G. / SCHRATTENECKER G.: a.a.O., S. 9.
7 Vgl. MAYER, H.: Werbewirkung und Kaufverhalten: Unter ökonomischen und psychologischen Aspekten. Stuttgart 1990, S. 5.
8 Vgl. MAYER, H.: a.a.O., S.6.
9 Vgl. MAYER, H., DÄUMER, U., RÜHLE, H.: Werbepsychologie. Stuttgart 1982. S. 2.
10 Vgl. MAYER, H.: a.a.O., S. 9.
11 Vgl. MAYER, H.: a.a.O., S. 13.
12 Vgl. Vahlens Großes Marketing Lexikon, Hrsg. DILLER, H., 2. Aufl., München 2001, S. 1261.
13 Vgl. Langenscheidt Wörterbuch Latein. Latein-Deutsch. Berlin; München 1963.
14 Vgl. Langenscheidt Wörterbuch Englisch. Englisch-Deutsch. Berlin; Darmstadt, Wien 1990.
15 Vgl. KOSCHICK, W.: Focus-Lexikon, Band 3, 3. Aufl., München 2003, S. 2625.
16 Vgl. HAASE,H.: Testimonialwerbung. In: planung & analyse 3/2000. S. 56.
17 Meinungsgegenstände sind Produkte, Dienstleistungen, Ideen etc.
18 Vgl. Fortschritte der Marktpsychologie: Werbung und Kommunikation, Hrsg. HAASE, H. / KOEPPLER K., Band 4, Bonn 1986, S. 125.
19 Vgl. AWADA, N.: a.a.O., S.12.
20 Vgl. HAASE,H.: Testimonialwerbung, a.a.O., S.56.
21 Vgl. KOSCHICK,W.: a.a.O., S. 2625.
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