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Die Projektmethode

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 20 Pages
Author: Astrid Bieling
Subject: Pedagogy: Common Didactics, Educational Objectives

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 20
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V36906
ISBN (E-book): 978-3-638-36412-6

File size: 347 KB


Excerpt (computer-generated)

Die Projektmethode

von: Astrid Bieling

 


1 Einleitung 3

2 Begriffsbestimmung 4

3 Historische Entwicklung 4

4 Projektkriterien und methodische Merkmale 6

4.1 Situationsbezug 7
4.2 Orientierung an den Beteiligten und deren Interessen 7
4.3 Selbstorganisation und Selbstverantwortung 8
4.4 Gesellschaftliche Praxisrelevanz 9
4.5 Zielgerichtete Projektplanung 10
4.6 Produkt- und Handlungsorientierung 10
4.7 Einbeziehen vieler Sinne 11
4.8 Soziales Lerne n im Projekt 12
4.9 Interdisziplinarität 12

5 Komponenten der Projektmethode 13

5.1 Projektinitiative 13
5.2 Auseinandersetzung mit der Projektinitiative 14
5.3 Gemeinsame Entwicklung des Betätigungsgebietes 14
5.4 Projektdurchführung 15
5.5 Beendigung des Projekts 15
5.6 Fixpunkte und Metainteraktion 15
5.7 Grundmuster der Projektmethode 17

6 Ziele der Projektmethode 18

7 Mögliche Auswirkungen der Projektmethode 19

8 Grenzen der Projektmethode 19

9 Literaturverzeichnis 20


 

1 Einleitung

Für den Unterrichtserfolg in der Schule stellt die Auswahl der Methode eine besonders wichtige Rolle dar. Die Projektmethode wird heutzutage in den unterschiedlichsten Schularten (von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe) erfolgreich eingesetzt, und stellt eine Art modernes Unterrichten dar. Die Methode geht allerdings weit in die Geschichte zurück. Es stellt sich hier die Frage, was die Projektmethode genau ist. Dies soll im Folgenden dargestellt werden.

Begonnen wird mit der Begriffsentwicklung des Wortes „Projekt“ und der historischen Entwicklung. Im Anschluss daran, werden Projektkriterien sowie die methodischen Merkmale dieser Unterrichtsart ausführlich dargestellt. Die Komponenten der Projektmethode und der Ablauf sollen daraufhin erläutert werden. Die verschiedenen Ziele die durch das Einsetzten der Methode zustande kommen, werden ebenso aufgeführt, wie mögliche Auswirkungen. Abschließend sollen die Grenzen die sich bei der Projektmethode auftreten nicht unerwähnt bleiben.

2 Begriffsbestimmung

Der Begriff „Projekt“ hat seinen Ursprung in dem lateinischen Wort „proicere“, welches soviel wie vorwerfen, entwerfen und hinauswerfen bedeutet. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Ausdruck „Projekt“ als Plan, Entwurf oder Vorhaben verstanden, welcher immer die tatsächliche Realisation des Plans impliziert. Die Verwirklichung einer Aufgabe stellte bereits bei den Begründern dieser Methode das Hauptanliegen dar.

Beim Betrachten der Projektmethode im schulischem Kontext ist von der Absicht die Rede, „Lernen so zu organisieren, dass Schüler befähigt werden, komplexe Aufgabenstellungen und Lebenssituationen zu bewältigen.“ 1 Dabei werden mögliche Aufgabenfelder aus dem täglichen Leben heraus gegriffen, selbstverantwortlich geplant, praktisch realisiert und auf natürliche Weise behandelt. Die Schüler erweitern auf diese Art ihren Erfahrungshorizont. Die Projektmethode kann mit Hilfe von vier Merkmalen definiert werden: „Der Aufgabencharakter der praktischen Tätigkeit, die Planung und Ausführung durch die Schüler, die Verwendung physischer Mittel und die Bereicherung der Erfahrung.“ 2 Daraus resultieren verschiedene Stufen, welche für die Projektmethode wesentlich sind: die Zielsetzung, die Planung, die Ausführung und die Beurteilung. 3 Für die Unterrichtsform Projektmethode werden teilweise synonym auch andere Begriffe verwendet, wie Projektunterricht, Projekt, Vorhaben oder projektorientierter Unterricht.

3 Historische Entwicklung

Die Projektmethode hat eine lange Vorgeschichte, die nicht auf eine bestimmte Person zurückzuführen ist. Ein Ursprung ist in der französischen Bauakademie „Royale d’Architecture“ zu finden. Im Jahre 1702 wurden dort Wettbewerbe durchgeführt, deren Entwürfe „projets“ genannt wurden und von den Studenten Kreativität und Zusammenarbeit erforderten. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden diese Ansätze auch in der technischen Berufsausbildung und den frühen Arbeitsschulen im deutschen Sprachraum verwirk- licht. Von dort gelangte die Projektmethode 1879 in die USA und wurde an der neu gegründeten „Manual Training School“ angewendet. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts widmete sich die amerikanische Pädagogik der Projektmethode. Eine neue „child-centered- education“ sollte begründet werden, welche von den Interessen der Lernenden ausgeht, und es entstand aus dem Projekt der technischen Berufsausbildung eine allgemeine Lernmethode. Das Lernen sollte sich von nun an nach den Interessen und Fähigkeiten der Kinder richten. 4 Der Philosophie- und Pädagogikprofessor John Dewey schuf die Grundlage für die politische und wissenschaftliche Konzeption der Projektmethode. Er gründete 1896 die „Laboratory School“ und ließ an Stelle von Schulfächern Lebenseinheiten treten, welche praktische Aufgaben an die Schüler stellten, die sie nach ausführlicher Planung selbstständig lösen sollten. Dewey und sein Kollege William Heard Kilpatrick schlossen sich den bereits von Johann Heinrich Pestalozzi verfassten Ansichten an, dass sich Lernprozesse am deutlichsten und anhaltendsten durch die Anschauung und das Handeln einprägen. 5

[...]


1 LENZEN, Dieter: Pädagogische Grundbegriffe. Hamburg: Rowohlt, 20016 , S. 1273.

2 LENZEN, 20016, S. 1273.

3 Vgl. LENZEN, 20016, S. 1273.

4 Vgl. HÄNSEL, Dagmar: Handbuch Projektunterricht. Weinheim / Basel: Beltz Verlag, 1997, S. 15f.

5 Vgl. STRUCK, Peter: Projektunterricht. Stuttgart: Kohlhammer, 1980, S. 10.


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