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Kunst im Unternehmen an ausgewählten Beispielen in Deutschland

Autor: Jule Schäfer
Fach: Kunst - Sonstiges

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Details

Kategorie: Magisterarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 94
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 30  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 993 KB
Archivnummer: V37061
ISBN (E-Book): 978-3-638-36514-7

Textauszug (computergeneriert)

 

Kunst im Unternehmen an ausgewählten Beispielen in Deutschland

Magisterarbeit

an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

vorgelegt von

Jule Schäfer

2004

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 3

2. Definition und Merkmale von Kunst ... 4

3. Geschichtliche Aspekte der Beziehung zwischen Kunst und Wirtschaft ... 5
3.1 USA ... 7
3.2 Frankreich ... 10
3.3 Italien ... 11
3.4 Japan ... 12
3.5 Deutschland ... 13

4. Gegenüberstellung: Mäzenatentum – Sponsoring ... 14

5. Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. ... 15

6. Kunst und Wirtschaft ... 17
6.1 Beziehung zwischen Kunst und Wirtschaft ... 17
6.2 Gegenüberstellung: Künstler – Unternehmer ... 19

7. Welche Aufgabe hat Kunst im Unternehmen? ... 20
7.1 Wirkungsfelder von Kunst im Unternehmen ... 21
7.2 Funktionen von Kunst im Unternehmen ... 22
7.3 Voraussetzungen für Kunstengagement ... 24
7.4 Akzeptanzprobleme der Wirtschaft gegenüber der Kunst ... 25

8. Unternehmenskultur ... 28
8.1 Corporate Identity ... 29
8.2 Kunst im Mittelpunkt der Corporate Identity: das art’otel ... 30
8.3 Corporate Collecting ... 31
8.4 Topografie der Kunst ... 32
8.5 Kunst als Statussymbol ... 33

9. Der Einsatz von Kunst in Unternehmen ... 35
9.1 Kunst in der Bank ... 35
9.1.1 Beispiel 1: Deutsche Bank AG ... 36
9.1.2 Beispiel 2: Dresdner Bank AG ... 38
9.2 Kunst in der Versicherung ... 40
9.2.1 Beispiel 1: Huk-Coburg ... 41
9.2.2 Beispiel 2: Hannover Rückversicherungs-AG ... 43
9.3 Kunst im Handelsunternehmen am Beispiel der Adolph Würth GmbH & Co. KG ... 44
9.4 Kunst in der Industrie ... 47
9.4.1 Beispiel 1: Siemens AG ... 49
9.4.2 Beispiel 2: Bayer AG ... 52
9.5 Kunst in der Internetpräsenz der vorgestellten Unternehmen ... 55
9.5.1 Bank ... 55
9.5.2 Versicherung ... 56
9.5.3 Handelsunternehmen ... 57
9.5.4 Industrieunternehmen ... 57

10. Kunst in der betrieblichen Weiterbildung ... 58
10.1 Max Imdahl: erste betriebsinterne Kunstgespräche ... 59
10.2 Gemälde als Gradmesser der Urteilsfreiheit ... 62
10.3 Barockkirche als Mittel zur Prozessorientierung ... 64
10.3.1 Die Wieskirche: kurze architektonische Vorstellung ... 64
10.3.2 Workshop zur Prozessorientierung in der Wieskirche ... 65
10.4 Skulpturen machen Prozessabläufe nachvollziehbar ... 67
10.5 ArtTeaming: alle unter einem Dach ... 69

11. Umfrageauswertung ... 71
11.1 Auswertung: Bildende Kunst in den Unternehmensräumen ... 72
11.2 Auswertung: Bildende Kunst in der betrieblichen Weiterbildung ... 73

12. Fazit ... 74

13. Literaturverzeichnis ... 75
13.1 Bücher ... 75
13.2 Informationsmaterial ... 77
13.3 Internetseiten ... 77

14. Bildnachweis ... 78

15. Anhang ... 84
15.1 Fragebogen ... 84
15.2 Die angeschriebenen Firmen ... 88
15.2.1 Die befragten Banken ... 88
15.2.2 Die befragten Versicherungen ... 88
15.2.3 Die befragten Unternehmen ... 89
15.3 Auswertung der Umfrage ... 90
15.3.1 Anzahl der befragten Firmen ... 90
15.3.2 Abschnitt 1: Bildende Kunst in den Unternehmensräumen ... 91
15.3.3 Abschnitt 2: Bildende Kunst in der betrieblichen Weiterbildung ... 92

 

1. Einleitung
Das Kunstengagement Einzelner, die ihren Wohlstand im wirtschaftlichen Sektor verdient haben, geht historisch betrachtet im Wesentlichen auf das Engagement der Medici zurück. Aber auch der Förderer vieler Dichter in der Antike, Gaius Maecenas, und die deutsche Bankiersfamilie Fugger in der Renaissance dürfen im Zusammenhang mit der Kulturförderung nicht vergessen werden.

Während diese Förderungen aber hauptsächlich auf zufällige Vorlieben einzelner Geldgeber zurückzuführen waren, entstand im 20. Jahrhundert eine Form des Kunstengagements, das auf fundiertem Wissen basierte.

Die verstärkte Förderung der Kultur durch private Finanziers ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die staatlichen Zuschüsse immer geringer werden, wodurch die Museen ihre Scheu verlieren, die Wirtschaft zu Hilfe zu holen und zum anderen darauf, dass die Unternehmen ihrerseits den Nutzen von Kunst erkennen. Denn Kunstwerke sind nicht nur Dekoration. Sie schaffen Anreize zur intensiven Betrachtung, leiten Kommunikationsprozesse ein und helfen Schwellenängste und Blockaden abzubauen. Um kreativ zu denken, ist Inspiration gefordert. Diese wird unter anderem durch Kunstwerke vermittelt bzw. angeregt. Dadurch dass die Konkurrenz auf den Märkten immer größer wird, wird auch die Suche nach Neuem immer wichtiger, um sich von den Konkurrenten abzuheben. Ideen entspringen oft aus Fremdem und Ungewöhnlichem und dienen den Mitarbeitern als Denkanstöße.1

Wie diese Arbeit zeigen wird, gibt es zwei Ansätze, Kunst in ein Unternehmen zu holen. Auf der einen Seite, indem Unternehmensräume gestaltet werden, um mit den ausgestellten Werken die Mitarbeiter zu konfrontieren und ihnen durch die Auseinandersetzung mit Kunst Anregungen zu geben. Auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit, Denkanstöße zu provozieren und die unternehmensinterne Kommunikation noch gezielter in Form von Weiterbildungsmaßnahmen zu fördern. In solchen Seminaren werden die Soft-Skills (psycho-soziale Kompetenzen) herausgebildet. Hierbei spielt die Kommunikationsfähigkeit die wichtigste Rolle.

Auf weitere Aspekte, die das Zusammenwirken von Wirtschaft und Kunst hervorgerufen hat (u.a. Kunstsponsoring, Kunststiftung), wird an dieser Stelle nur begrenzt eingegangen, da diese Formen Kunst nicht zwangsläufig in die Unternehmen holen, sondern finanzielle Mittel darauf verwenden, nach außen hin tätig zu werden. Im Kultursponsoring z.B. werden Projekte von den Unternehmen durch finanzielle Mittel unterstützt. Dadurch erhalten die Unternehmen ein positives Image, das sich fördernd auf die Verkaufszahlen auswirken soll. Den Mitarbeitern bringt es aber nur selten einen Nutzen. Häufig wissen sie nicht einmal, was unterstützt wird, da diese Förderung nicht unternehmensintern publik gemacht wird. 2

Bevor einige Beispiele, sowohl aus dem gestalterischen, als auch aus dem weiterbildenden Bereich vorgestellt werden, muss erst einmal auf einleitende Aspekte eingegangen werden. Dabei handelt es sich um wichtige Überlegungen, die einem schlüssigen Konzept zur Einbringung von Kunst in ein Unternehmen zu Grunde liegen und die dem Verständnis der gesamten Thematik dienen. Darunter fällt unter anderem auch die geschichtliche Einordnung der Entwicklung von Kunst in Unternehmen, sowie einige begriffliche Klärungen.

2. Definition und Merkmale von Kunst
In dieser Arbeit wird der Begriff der „Kunst“ im engsten Sinn – wie auch meistens im allgemeinen Sprachgebrauch – für die Bildende Kunst verwendet. Dazu gehören die Bereiche der Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerkunst und Architektur. Die Beispiele von Kunst im Unternehmen, die im weiteren Verlauf vorgestellt werden, fallen unter den Begriff „Kunst“, da sie von den jeweilig Verantwortlichen als solche eingesetzt wird. Zu hinterfragen, ob es sich dabei um Kunstwerke handelt, ist nicht Aufgabe dieser Arbeit.

[...]


1 vgl.: Grosz/Delhaes 1999, S.7

2 vgl.: Grosz/Delhaes 1999, S.8

Kommentare

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