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Scholary Paper (Seminar), 2004, 31 Pages
Author: Doreen Mayer
Subject: Economics / Business: Controlling
Details
Tags: Lebenszyklusorientierung, Rahmen, Target, Costing
Year: 2004
Pages: 31
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 26 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-36557-4
File size: 856 KB
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Excerpt (computer-generated)
Lebenszyklusorientierung im Rahmen des Target Costing
von: Doreen Sonntag
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 1
2. LEBENSZYKLUSKOSTENRECHNUNG 2
2.1 BEGRIFF DES LEBENSZYKLUS 2
2.2 PRODUKTLEBENSZYKLUS 2
2.3 INTEGRIERTER PRODUKTLEBENSZYKLUS 4
3. TARGET COSTING 7
3.1 BEGRIFFSDEFINITION DES TARGET COSTINGS 7
3.2 ANWENDUNGSBEREICHE 8
3.3 MARKTORIENTIERUNG 9
3.4 TARGET COSTING PROZESS 10
3.4.1 Zielkostenfindung 11
3.4.2 Zielkostenspaltung 13
3.4.3 Zielkostenrealisierung 14
3.5 LEBENSZYKLUSORIENTIERUNG UND VOLLKOSTENSICHT 14
3.5.1 Vollkosten 15
3.5.2 Lebenszykluskosten 15
4. PROBLEMFELDER DES TARGET COSTINGS IM LEBENSZYKLUSANSATZ 17
4.1 ERMITTLUNG DES MARKTPREISES 17
4.2 INTERPRETATION VON MARKTFORSCHUNGSUMFRAGEN 17
4.3 GEMEINKOSTENZURECHNUNG 18
4.4 MOTIVATIONSPROBLEME 18
5. PRAXISBEISPIEL DER PAPIERFABRIK „MONTCLAIR“ 19
6. ZUSAMMENFASSUNG 22
ANHANG 23
ANHANG 1: STANDARDKOSTEN BEI DER PAPIERSORTE FOREST GREEN CARNIVAL 23
ANHANG 2: GESAMTKOSTEN-ERLÖSRECHNUNG BEI DER PAPIERSORTE FOREST GREEN 24
CARNIVAL 24
LITERATURVERZEICHNIS 25
1. Einleitung
Das Thema „Kostenmanagement“ im Unternehmen spielt schon seit einigen Jahren eine wichtige Rolle, aber heute gewinnt es noch mehr an Bedeutung. Der steigende internationale Wettbewerbsdruck und der eingetretene konjunkturelle Abschwung in wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt zwingt die Unternehmen zu massiven Umstrukturierungsmaßnahmen.1 Durch diese veränderten Rahmbedingungen, bei meist gleich bleibend hohen Renditeerwartungen, haben sich Kostenaspekte für viele Firmen zu einem existenziellen Wettbewerbsfaktor entfaltet. So gehen neuere Trends in die Richtung, dass man die Entwicklungsressourcen auf die strikte Erfüllung der Kundenwünsche ausrichtet anstatt das technisch Machbare umzusetzen, oder die Realisierung eines optimalen Preis-Leistungsverhältnisses durch den Einsatz von Sourcing-Strategien bzw. die stärkere Nutzung von Einkaufspotenzialen.2 So kommen neue Managementtechniken und -strategien zur Anwendung. Eine dieser neuen Strategien ist das Target Costing, welches sich in den letzten Jahren auch in Deutschland branchenübergreifend etablieren konnte. Es leistet einen großen Beitrag zur Steigerung des Unternehmenserfolgs.3 Da bereits 80% der Produktkosten in den frühen Phasen der Produktentwicklung festgelegt werden, wurde das Target Costing, als Instrument des Kostenmanagements, hauptsächlich in diesem Bereich eingesetzt. In letzter Zeit geht man jedoch davon aus, dass die gesamten Kosten eines Produktes über seinen Lebenszyklus gesenkt werden können, wobei die Bereiche Produktion, Konstruktion, Forschung & Entwicklung sowie Marketing und Controlling mit einbezogen werden.4
2. Lebenszykluskostenrechnung
2.1 Begriff des Lebenszyklus
Der Begriff des Lebenszyklus findet ursprünglich seine Anwendung auf natürliche Systeme. So beschreibt er beispielsweise die Entwicklung eines Menschen von der Geburt bis hin zum Tod. Analog wird er auch auf nicht natürliche Systeme angewandt und zeigt die Entwicklungsphasen auf, die ein Objekt während seiner Lebensdauer durchläuft.5 Solch ein Objekt kann beispielsweise ein Unternehmen sein – es wird gegründet, durchläuft verschiedene Entwicklungsphasen bis es vielleicht eines Tages auch wieder liquidiert wird.6 So kann man die Lebenszykluskostenrechnung als ein umfassendes, periodenübergreifendes Planungs- und Überwachungsinstrument beschreiben, welches die wirtschaftlichen Wirkungen eines Objektes während seiner gesamten Laufzeit berechenbar macht.7 Ein solches Objekt kann auch ein einzelnes Produkt anstatt des gesamten Unternehmens sein. Hier spricht man vom Produktlebenszyklus.
2.2 Produktlebenszyklus
Da, wie bereits erwähnt, bereits 80% der entstehenden Kosten eines Produktes in der frühen Phase der Produktentwicklung festgelegt werden, ist es besonders wichtig, möglichst frühzeitig genaue Informationen zu haben, welche Kosten das Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus verursacht. Dabei liegt meist ein sehr großer Abstand zwischen der Festlegung und der eigentlichen Entstehung der Produktkosten.8 Denn während die Marktzyklen immer kürzer werden, steigen die Vorlaufkosten an, da die Produkte immer komplexerer gestaltet sind. Aus diesem Grund benötigt man eine dynamische Betrachtung von Kosten- und Preisverläufen, wozu das traditionelle Kostenmanagement nicht in der Lage ist.9
In der Literatur wird der Lebenszyklus eines Produktes häufig mit dem Marktzyklus gleichgesetzt, da davon ausgegangen wird, dass ein Produkt nur für eine begrenzte Dauer am Markt präsent ist.10 Er gliedert sich in 5 Phasen, die von unterschiedlicher Länge sind, je nach Art des betrachteten Objektes, jedoch immer die gleiche zeitliche Abfolge haben:11
¨ Einführungsphase,
¨ Wachstumsphase,
¨ Reifephase,
¨ Sättigungsphase und
¨ Degenerationsphase
So variiert die Länge des Marktzyklus bei industriellen Produkten erheblich. Sie reicht von ca. 3 Jahren, beispielsweise für Quarz-Uhren, bis zu über 50 Jahre, z.B. für Coca-Cola.12 Abbildung 1 zeigt eine typische Darstellung der Glockenform der Gewinn- und Umsatzentwicklung eines Produktes im Marktzyklus.
Abbildung 1: Darstellung der Umsatz - und Gewinnsituation im Marktzyklus [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Das Produktlebenszykluskonzept wird in der Praxis als Frühwarnindikator eingesetzt. Durch die Simulation von Kosten- und Erlösverschiebungen bzw. durch Hochrechnungen können Gefährdungssituationen frühzeitig erkannt und gemildert werden. Somit stellt das Konzept eine Entscheidungshilfe für den richtigen Einführungszeitpunkt eines neuen Produktes bzw. den richtigen Eliminierungszeitpunkt bei alten Produkten dar. Weiterhin werden neben der Produktpolitik auch preispolitische Handlungsempfehlungen gegeben.13 Die Lebenszyklusrechnung als Instrument der strategischen Planung ist grundsätzlich quantitativ ausgerichtet. Jedoch besteht bei strategischen Projekten meist eine große Planungsunsicherheit, da sie bereits in einem sehr frühen Projektstadium aufgestellt wird, wo der Informationsstand noch sehr gering ist.14 Dies ist ein entscheidender Kritikpunkt des Modells. Trotz dieser Kritik ist das Marktzykluskonzept ein wichtiges Planungsinstrument zur Ermittlung von Umsatz- und Gewinnverläufen. Die Phasencharakterisierung gibt außerdem Hinweise auf unterschiedliche Arten von unmittelbaren oder mittelbaren produktbezogenen Aktivitäten, die einen Güterverzehr hervorrufe n und somit zu Kosten während des Marktzyklus führen.15 Das Marktzyklusmodell ist jedoch nur ein Partialmodell, welches lediglich einen Ausschnitt aus dem Lebenszyklus eines Produktes darstellt.
2.3 Integrierter Produktlebenszyklus
[...]
1 Vgl. Pawellek, G./Schramm, A.: Target Costing – Senkung der Herstellkosten bereits in der Produktentwicklung. In: IO Management 6/2000, S.64
2 Vgl. Weber, D./Wunder, T.: Was kommt nach Zielkosten? – Strukturiertes Kostenkneten in der Wehr- technikbranche. In: krp, 4/2002, S. 240f
3 Vgl. Franz, K.-P./Kajüter, P.: Kostenmanagement in Deutschland – Ergebnisse einer empirische Unter- suchung in deutschen Großunternehmen. In: Franz, K.-P./Kajüter, P.: Kostenmanagement– Wettbewerbsvorteile durch systematische Kostensteuerung, S. 487ff
4 Vgl. Riegler, Ch.: Verhaltenssteuerung durch Target Costing, S. 34ff
5 Vgl. Zehbold, C.: Lebenszykluskostenrechnung, S.1ff
6 Vgl. Schmidt, F.: Life Cycle Target Costing, S. 47f
7 Vgl. Riezler, St.: Lebenszykluskostenrechnung, S. 8f
8 Vgl. Welge, M./Amshoff, B.: Neuorientierung der Kostenrechnung zur Unterstützung der strategischen Planung. In: Franz, K.-P./Kajüter, P.: Kostenmanagement, S. 75ff
9 Vgl. Ewert, R./Wagenhofer, A.: Interne Unternehmensrechnung, S. 326ff
10 Vgl. Schmidt, F.: Life Cycle Target Costing, S. 48
11 Vgl. Ewert, R./Wagenhofer, A.: Interne Unternehmensrechnung, S. 327
12 Vgl. Hansmann, K.-W.: Industrielles Management, S.52ff
13 Vgl. Zehbold, C.: Lebenszykluskostenrechnung, S.26ff
14 Vgl. Riezler, St.: Lebenszykluskostenrechnung, S. 8ff
15 Vgl. Zehbold, C.: Lebenszykluskostenrechnung, S.32
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