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Hochbegabung - Definition, Diagnostik, Förderung

Termpaper, 2004, 22 Pages
Author: Jennifer Buchna
Subject: Psychology - Learning Psychology, Intelligence Research

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 22
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V37258
ISBN (E-book): 978-3-638-36655-7

File size: 278 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität zu Köln
Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Psychologisches Institut
Seminar: „Lern-, Leistungs- und Entwicklungsstörungen“ 7115
4. Semester

Hochbegabung - Definition, Diagnostik, Förderung

von: Jennifer Buchna

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Theorien und Modelle

2.1 Definitionen von Hochbegabung 2
2.2 Hochbegabungsmodelle 4

2.2.1 Drei-Ringe-Modell von RENZULLI 5
2.2.2 Komponentenmodell der Talententwicklung von WIECZERKOWSKI und WAGNER 6
2.2.3 Triadisches Interdependenzmodell der Hochbegabung von MÖNKS 7
2.2.4 Differenziertes Begabungs- und Talentmodell2 von GAGNÉ 8

3. Diagnostik der Hochbegabung

3.1 Intelligenztests 10

3.1.1 Intelligentdefinitionen 11
3.1.2 Intelligenztheorien 11

3.1.2.1 Faktorenanalytische Modelle der Intelligenz 11

3.1.3 Die Messung von Intelligenz 12

3.1.3.1 Ausdruck in IQ-Werten 12
3.1.3.2 Ausdruck in Prozentrang-Werten 13

3.1.4 Die drei Hauptgütekriterien von Intelligenztests 13
3.1.5 Intelligenztestung in der heutigen Praxis 13

3.1.5.1 Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder (HAWIK-R) 13

3.2 Beobachtungsverfahren 14

4. Hochbegabtenförderung

4.1 Akzeleration 15
4.2 Enrichment 16

5. Quellenverzeichnis 17

6. Abbildungsverzeichnis 20

7. Literaturverzeichnis 21
 


 

1. Einleitung

In der Vorbereitungsphase dieser Hausarbeit habe ich mir überlegt, was ich gerne über das Thema Hochbegabung wissen möchte. Ergänzend dazu habe ich auch noch meine Familie und Freunde befragt. Ich, sowie die meisten der von mir Befragten, wollten erst einmal wissen, wann Menschen als hochbegabt gelten. Weiterhin besteht großes Interesse daran, wie man jemanden als hochbegabt identifizieren kann. Aus diesem Grund werde ich meine Hausarbeit dem Schwerpunkt der Definition und der Diagnostik Hochbegabter unterlegen. Da für mich als angehende Lehrerin außerdem interessant ist, wie man besonders begabte Kinder schulisch fördern kann, werde ich auch zu diesem Unterthema einen kurzen Exkurs bieten.

2. Theorien und Modelle

Die Bedeutung des Begriffs Hochbegabung hängt davon ab wie man dieses Phänomen definiert. Die unterschiedlichen Definitionen basieren direkt oder indirekt auf verschiedenen Modellvorstellungen von Hochbegabung. Um einen Einblick in die Entwicklung der Bedeutung dieses Begriffs zu bieten, erfolgt in diesem Kapitel ein Überblick über relevante Definitionen, Theorien und Modelle zur Hochbegabung.

2.1 Definitionen von Hochbegabung

Mittlerweile existieren sehr viele Definitionen von Hochbegabung (vgl. 1). Allerdings gibt es keine Definition, die alle möglichen Bereiche von Begabung einschließt und von allen Wissenschaftlern anerkannt wird (vgl. 2). Aus diesem Grund werde ich im folgenden nur zwei von mehreren hundert Definitionen exemplarisch aufführen: „′Hochbegabt sind jene Schüler, deren potentielle intellektuelle Fähigkeiten sowohl im produktiven als auch im kritisch bewertenden Denken ein derartig hohes Niveau haben, daß begründet zu vermuten ist, daß sie diejenigen sind, die in Zukunft Probleme lösen, Innovationen einführen und die Kultur kritisch bewerten, wenn sie adäquate Bedingungen der Erziehung erhalten.′ (LUCITO, 1964 (...))“3 Hochbegabung 3

„′(...) [Hochbegabte] Kinder, die imstande sind, hervorragende Leistungen zu vollbringen, umfassen all jene, die Leistungen vollbracht haben und/oder potentielle Fähigkeiten auf einem der nachfolgenden Gebiete besitzen: 1. allgemeine intellektuelle Fähigkeiten; 2. spezifische akademische Fähigkeiten; 3. kreatives oder produktives Denken; 4. soziale Hochbegabung (Führungsqualitäten); 5. bildende und darstellende Künste (Künste und Sport).′ (MARLAND, 1978 (...))“4 (vgl. 5) Alle Definitionen sind sich darüber einig, dass es um eine hohe Begabung geht. Jedoch ist das Begabungsniveau und welche Art von Begabung gemeint ist unterschiedlich (vgl. 6). (LUCITO legt einen Fokus auf die intellektuellen Fähigkeiten, MARLAND schließt zusätzlich Kreativität mit ein (vgl. 7)). Um die Vielzahl der verschiedenen Definitionen zu ordnen, haben DAVIS und RIMM folgende Gruppierungen der Definitionen vorgenommen:

a) Ex-post-facto-Definitionen Laut diesen Definitionen wird ein Mensch als hochbegabt bezeichnet, wenn er etwas Hervorragendes geleistet hat. Diese Definitionsklasse bezieht sich hauptsächlich auf Erwachsene und ältere Kinder (vgl. 8).
b) IQ-Definitionen Diese Definitionen sehen eine hohe Intelligenz als entscheidenden Indikator für Hochbegabung an. Erreicht eine Person bei einem Intelligenztest einen Intelligenzquotienten über 130, gilt sie als hochbegabt (vgl. 9).
c) Talentdefinitionen Hier werden (Sonder-)Begabungen in verschiedenen Gebieten mit einbezogen. Personen gelten als hochbegabt, wenn sie in einem speziellen „künstlerischen oder akademischen“10 Bereich Besonderes leisten.
d) Prozentsatzdefinitionen Durch diese Definition wird ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung als hochbegabt bezeichnet (vgl. 11). Dafür gibt es unterschiedliche Kriterien. Zum einen können das die Ergebnisse aus Schulleistungstests, Noten oder auch Intelligenztestergebnisse sein. Je nachdem welche Kriterien berücksichtigt werden, gelten ca. 0,5 bis 5 Prozent der Bevölkerung als hochbegabt (vgl. 12). e) Kreativitätsdefinitionen: Hochbegabung 4 Diese Definitionen lehnen eine Klassifizierung nach dem IQ ab. Sie stellen „originelle und produktive Leistungen“13 in den Vordergrund.

[...]


1 vgl. Holling, Heinz: Hochbegabung: Forschungsergebnisse Prof. Dr. (Hrsg. u. a.) und Fördermöglichkeiten. Göttingen: Hogrefe, Verl. f. Psychologie, 1999. S. 5

2 vgl. Heinbokel, Annette: Hochbegabte: Erkennen, Probleme, Lösungswege. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 1988. S. 23

3 Langeneder, Astrid: Selektive Begabtenförderung?: Probleme und Möglichkeiten. Frankfurt am Main, 1997. S. 18

4 Langeneder, Astrid: a. a. O., S. 18

5 vgl. Langeneder, Astrid: a. a. O., S. 18

6 vgl. Schulte zu Berge, Sabine: Hochbegabte Kinder in der Grundschule: Erkennen – Verstehen – im Unterricht berücksichtigen. Münster: LIT, 2001. S. 18

7 vgl. Langeneder, Astrid: a. a. O., S. 19

8 vgl. Holling, Heinz: a. a. O., S. 5 Prof. Dr. (Hrsg. u. a.)

9 vgl. Schulte zu Berge, Sabine: a. a. O., S. 18

10 Holling, Heinz: a. a. O., S. 5 Prof. Dr. (Hrsg. u. a.)

11 vgl  Holling, Heinz: a. a. O., S. 5 Prof. Dr. (Hrsg. u. a.)

12 vgl. Schulte zu Berge,Sabine: a. a. O., S. 18

13 Holling, Heinz: a. a. O., S. 6 Prof. Dr. (Hrsg. u. a.)


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