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Medien und Krieg - Krieg in den Medien. Propaganda in Film und Fernsehen.

Autoren: Martin Hasenöhrl, Andreas Holzer, Alexander Neunherz, Philipp Penetzdorfer, Astrid Rauchenwald
Fach: Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein

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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2000
Seiten: 35
Note: Gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 316 KB
Archivnummer: V3726
ISBN (E-Book): 978-3-638-12308-2
Anmerkungen :


Textauszug (computergeneriert)

Universität Salzburg
Institut für Kommunikationswissenschaft
Proseminar: Einführung in die Kommunikationswissenschaft
Wintersemester 1999/2000

Proseminararbeit
zum Thema

Medien und Krieg - Krieg in den Medien.
Propaganda in Film und Fernsehen.

erarbeitet von:
Martin Hasenöhrl, Andreas Holzer, Alexander Neunherz,
Philipp Penetzdorfer, Astrid Rauchenwald
Gruppe: Medien und Krieg

Inhaltsverzeichnis
Kapitel Seite

1. Einleitung  ... 3

2. Propaganda - Ein Begriff der Neuzeit?  ... 4


2.1. Wesen, Methoden und Mittel der Propaganda  ... 4
2.2. Propaganda im Film  ... 6
2.2.1. Sergei Mikhailovich Eisenstein  ... 7

3. Kriegspropagandafilme im Nationalsozialismus  ... 9


3.1. Die Nationalsozialisten entdecken den Film für ihre Zwecke  ... 9
3.2. Propagandafilme während der Kriegsjahre  ... 9
3.3. Zäsur und Niederlagen im 2. Weltkrieg  ... 11

4. Wandlung der seriell-visuellen Medien in der Zeit zwischen 1945 und den 90er Jahren  ... 13


4.1. Der Propaganda neue Kleider  ... 13
4.2. Über die Abhängigkeit der individuellen Wirklichkeits-
konstruktion von mediatisiert erlebten Kriegen  ... 14
4.3. Dimensionen und Forschungsfelder der Propagandaforschung
nach dem Zweiten Weltkrieg  ... 16
4.4. Vom Ereignis zur Nachricht  ... 17
4.5. Zur Propagandafunktion der heutigen Kriegsberichterstattung  ... 18
4.6. Die Ohnmacht des freien Journalisten im Golfkrieg  ... 19
4.7. Militärisches Interesse an selektiver Nachrichtenpolitik  ... 19
4.8. Über die Gründe der Konstruktion von Feindbildern in der
heutigen Kriegsberichterstattung  ... 20

5. Das ,,neue Zeitalter" in der Fernseh- Kriegsberichterstattung  ... 22


5.1. Tendenziöse Berichterstattung  ... 24
5.1.1. Ursachen  ... 25
5.2. Folgen schneller Berichterstattung  ... 25

6. Zusammenfassung der Forschungsfragen  ... 27

7. Schluß  ... 30
Anmerkungen  ... 31
Literaturverzeichnis  ... 32

 

1. Einleitung

In der nun folgenden Arbeit soll untersucht werden, ob und in wie weit die Methoden der klassischen Kriegspropaganda auch in der heutigen Kriegsberichterstattung noch vorkommen. Das Verbum ,,vorkommen" wird bewußt verwendet, da es keine Intention unterstellt. Im Gegensatz zu ,,benützen" oder ,,verwenden" ist es ein relativ wertneutrales Verbum. Damit wollen wir betonen, daß die Vorsätzliche Verfälschung nicht mehr unbedingt vom politischen System initialisiert wird, wie dies in totalitären Gesellschaften der Fall war. Wir gehen von dem Verdacht aus, daß sich Verzerrungen und Fälschungen von Ereignissen in den Nachrichten in wesentlich subtileren Prozessen vollziehen. Teilweise sind sie beabsichtigt, teilweise nicht. Möglicherweise unterliegen sie auch unbewußten Prozessen.
Nach einer analytischen Klärung des Begriffes ,,Propaganda" werden die ursprünglichen Kriegspropagandafilme des Kommunismus und des Nationalsozialismus näher untersucht. Die Übergangszeit von 1945 bis 1990 veranschaulicht die visuelle und technische Wandlung des Mediums und leitet die Untersuchung der neuen Propagandamethoden in Film und Fernsehen ein.
Letztendlich geht es uns um die Klärung, inwieweit Elemente der klassischen Kriegspropaganda in die heutige Kriegsberichterstattung integriert sind. Wir vermuten, daß die fingiertesten Methoden der Beeinflussung im Bereich der seriell - visuellen Medien anzusiedeln sind. Der Grund dafür liegt in der ausschnitthaften Natur des Bildes, sowie in den Möglichkeiten der neuen digitalen Techniken, Bilder zu verfälschen oder sogar zu simulieren.
Die Arbeit basiert auf einer kritischen Literaturanalyse. Herangezogen wurden zahlreiche Monographien, wissenschaftliche Arbeiten und Beiträge in Sammelbänden. Darüber hinaus gelang es, die ursprüngliche Version von ,,Panzerkreuzer Potemkin" (Director´s Cut) zu bekommen, der die Propagandamethoden der damaligen Zeit am anschaulichsten vermittelt.
Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich vom ersten Auftauchen des Begriffes ,,Propaganda" bis zum Kosovo- Krieg 1999. Schwerpunkte bilden die Jahre 1905 bis 1945 (vom Kommunismus bis zum Nationalsozialismus) sowie 1990 bis 1998 (Neuzeit - vom Golfkrieg bis zum Kosovo- Konflikt).

2. Propaganda - Ein Begriff der Neuzeit?

Hört man heute den Begriff Propaganda, so denken viele sofort an die nationalsozialistische Propaganda während des Zweiten Weltkrieges. Oft wird dabei vergessen, daß es Propaganda in einer politischen Form schon gibt, ,,seitdem sich die Menschen zu sozialen Gemeinschaften zusammengeschlossen haben" (Sturminger 1960, 9), weil es in der Natur des Menschen liegt, verschiedene Meinungen zu verschiedenen Themen zu haben. Da der Mensch seine persönliche Meinung immer für die beste hält, versucht er, diese durchzusetzen und andere davon zu überzeugen. Propaganda ist also kein Begriff des 20. Jahrhunderts. Sie war schon immer existent, verändert haben sich im Laufe der Zeit nur ihre Formen und Mittel.

2.1. Wesen, Methoden und Mittel der Propaganda

Zweifellos waren diese Veränderungen aufgrund des technischen Fortschritts und gesellschaftlichen Wandels vielfältig, die verschiedensten Formen der Propaganda hatten und haben jedoch immer ein gemeinsames Merkmal: Sie betreffen den Menschen und zwar besonders dessen psychische Eigenschaften. Um wirksam Propaganda betreiben zu können, muß man also versuchen, die Psyche derer zu verstehen, die beeinflußt werden sollen. Dabei sind folgende Elemente der menschlichen Psyche von besonderer Bedeutung1 (vgl. Sturminger 1960, 10f):

[...]

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