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Scholary Paper (Seminar), 2000, 11 Pages
Author: Katja Jeziorowski
Subject: History - Didactics
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Fachdidaktik Geschichte)
Tags: Film, Geschichtsunterricht, Einführung
Year: 2000
Pages: 11
Grade: 2,2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-12312-9
ISBN (Book): 978-3-638-78683-6
File size: 156 KB
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Abstract
Der Film als Möglichkeit der Wissensvermittlung im Unterricht hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Unterrichtsmittel entwickelt. Letztlich ist nicht nur seine entspannende Wirkung auf den Schüler dafür verantwortlich. Welche Faktoren dazu beigetragen haben, soll in dieser Arbeit aufgeführt und diskutiert werden. Warum "die Lehrer für Geschichte (nach denen für Biologie und Geographie) zu den drittbesten Medienbenutzern" geworden sind, soll diese Arbeit verstehen helfen. Während des Vortrages im Seminar fiel auf, daß die verschiedenen Arten von Filmen zur Verwendung im Geschichtsunterricht nicht genannt wurden. Der Referatsausarbeitung sind diese beigefügt. Zum Vordringen des Mediums im Geschichtsunterricht Etwa ein Vierteljahrhundert nach der Entwicklung des bewegten Bildes Ende des 19. Jahrhunderts werden speziell für Unterrichtszwecke hergestellte Filme in Gebrauch genommen. In den 20er Jahren findet der Film als Mittel zur Veranschaulichung historischer Geschehnisse Einzug in den Geschichtsunterricht. Vorrangig ist es aber bis in die 50er und 60er Jahre Unterrichtspraxis, den Film als "Belohnung [oder] (...) zufälliges Anhängsel an den übrigen Unterricht" zu nutzen. Auch die am Ende des Schul(halb-)jahres kaum mehr ernstgenommenen Stunden bieten in dieser Zeit (und sicherlich auch heute noch) Möglichkeiten zum Filmeinsatz ohne Abzielung auf wirkliche Wissensvermittlung. Eine positive Entwicklung setzt in den 70er Jahren aufgrund mehrerer Erkenntnisse ein. "Die Geschichtsdidaktik versteht sich nicht mehr nur als ‚Wissenschaft vom Geschichtsunterricht′, sondern vielmehr in einem weiteren Sinne als ‚Wissenschaft des Geschichtsbewußtseins′." Durch diese Erkenntnis wird nunmehr auch auf andere Möglichkeiten zur Vermittlung von Geschichte eingegangen. Gerade der Film als visuelles Medium bietet sich bei der Aufbereitung von Wissen an, denn nicht nur Bilder, sondern auch die Stimmungen und Eindrücke können dem Zuschauer nahegebracht werden.
Excerpt (computer-generated)
Der Film im Geschichtsunterricht
von Katja Hertel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zum Vordringen des Mediums im Geschichtsunterricht
3. Verschiedene Filmgattungen
4. Allgemeine Bemerkungen zum Film und Filmeinsatz
5. Möglichkeiten des Filmeinsatzes
6. Zeitpunkt des Filmeinsatzes
7. Vorzüge und Grenzen des Mediums im Geschichtsunterricht
8. Zusammenfassung
9. Literaturliste
1. Einleitung
Der Film als Möglichkeit der Wissensvermittlung im Unterricht hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Unterrichtsmittel entwickelt. Letztlich ist nicht nur seine entspannende Wirkung auf den Schüler dafür verantwortlich. Welche Faktoren dazu beigetragen haben, soll in dieser Arbeit aufgeführt und diskutiert werden.
Warum "die Lehrer für Geschichte (nach denen für Biologie und Geographie) zu den drittbesten Medienbenutzern" geworden sind, soll diese Arbeit verstehen helfen.
Während des Vortrages im Seminar fiel auf, daß die verschiedenen Arten von Filmen zur Verwendung im Geschichtsunterricht nicht genannt wurden. Der Referatsausarbeitung sind diese beigefügt.
2. Zum Vordringen des Mediums im Geschichtsunterricht
Etwa ein Vierteljahrhundert nach der Entwicklung des bewegten Bildes Ende des 19. Jahrhunderts werden speziell für Unterrichtszwecke hergestellte Filme in Gebrauch genommen. In den 20er Jahren findet der Film als Mittel zur Veranschaulichung historischer Geschehnisse Einzug in den Geschichtsunterricht. Vorrangig ist es aber bis in die 50er und 60er Jahre Unterrichtspraxis, den Film als "Belohnung [oder] (...) zufälliges Anhängsel an den übrigen Unterricht" zu nutzen. Auch die am Ende des Schul(halb-)jahres kaum mehr ernstgenommenen Stunden bieten in dieser Zeit (und sicherlich auch heute noch) Möglichkeiten zum Filmeinsatz ohne Abzielung auf wirkliche Wissensvermittlung.
Eine positive Entwicklung setzt in den 70er Jahren aufgrund mehrerer Erkenntnisse ein. "Die Geschichtsdidaktik versteht sich nicht mehr nur als ‚Wissenschaft vom Geschichtsunterricht′, sondern vielmehr in einem weiteren Sinne als ‚Wissenschaft des Geschichtsbewußtseins′." Durch diese Erkenntnis wird nunmehr auch auf andere Möglichkeiten zur Vermittlung von Geschichte eingegangen. Gerade der Film als visuelles Medium bietet sich bei der Aufbereitung von Wissen an, denn nicht nur Bilder, sondern auch die Stimmungen und Eindrücke können dem Zuschauer nahegebracht werden. Es ist festzustellen, daß die Informationsvermittlung historischen Wissens über Spielfilme oder Fernsehfilme für den Konsumenten (in diesem Fall der Schüler) interessant gemacht wird. Mit der Anknüpfung an vertraute Beschäftigungen der Schüler und an gängige Verhaltensmuster zur Wissensaneignung im Alltag kann durch den Einsatz von audiovisuellen Medien im (Geschichts-)Unterricht ein "Leistungszuwachs von 20%" nachgewiesen werden. Frühere Befürchtungen von Pädagogen und Psychologen über die Wirkung von Filmen können seit den 70er Jahren als veraltet betrachtet werden.
Erfolgreiche Versuche zur Lerneffektuierung widerlegen die damalige Auffassung, daß der Film als "sozialgefährdende Überreizung der Phantasie" verstanden werden muß oder zur "Nachahmung gesehener, gesellschaftlich aber nicht akzeptierter Verhaltensweisen" anregt.
[...]
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