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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 16
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 143 KB
Archivnummer: V37327
ISBN (E-Book): 978-3-638-36703-5

Textauszug (computergeneriert)

Geschlechterrollen
Zur Lage von Mann und Frau

Hausarbeit im Fach Soziologie
Biografie und Lebenslauf

WS 2004/2005

Gliederung

1. Einleitung S. 2
1.1. Geschichtliche Entwicklung der Rollenverteilung von Mann und Frau S. 2
1.1.1. Grobe Zusammenfassung von der Steinzeit bis zur Gegenwart S. 2

2. Gesellschaftliche Situation zwischen Mann und Frau S. 3
2.1. Ehe und Sexualität S. 3
2.2. Bildung, Arbeitsmarkt und Beschäftigung S. 5
2.3. Frauenemanzipation und Familienarbeit in der Perspektive der Männer S. 5

3. Die Industriegesellschaft ist eine moderne Ständegesellschaft S. 6

4. Freisetzung aus Frauen- und Männerrolle S. 7
4.1. Bedingungen zum Grad der Freisetzungen S. 7
4.2. Widersprüche des Individualisierungsprozesses S. 8
4.3. Die Situation der Männer S. 8
4.4. Widersprüche der Männerrolle S. 8
4.5. Das Doppelverdienermodell S. 8

5. Bewusstwerdung der Ungleichheiten: Wahlmöglichkeiten und Zwänge S. 9
5.1. Vergleiche von Ost und West – Mutti S. 9

6. Utopie der Hoffnung S. 10

7. Wandel der innerfamiliären Arbeitsteilung zwischen den Geschlechter S. 11
7.1. Arbeitszeitvergleich S. 11
7.2. Aufgabenverteilung im Haushalt zwischen Mann Frau S. 12
7.3. Wandlungsprozesse der Beziehungen S. 12

8. „Hausmänner“ und „Väter mit Doppelrolle“ oder: Der Mythos von den „neuen“ Männern und Vätern S. 13
8.1. Die Entscheidung für den Rollentausch S. 13
8.2. Lebenssituationen, Chancen und Probleme S. 14
8.3. Hausmänner: Freie Entscheidung oder situativer Zwang S. 14

 

 

1. Einleitung

1.1. Geschichtliche Entwicklung der Rollenverteilung von Mann und Frau

1.1.1. Grobe Zusammenfassung von der Steinzeit bis zur Gegenwart

Schon in der Steinzeit (vor 1 Million Jahren) unterschieden sich Mann und Frau sowohl vom Aussehen als auch nach der Aufgabenverteilung in der Familie.
Der Mann war stark und muskulös, hatte harte Gesichtszüge und Bartwuchs. Durch diese körperlichen Eigenschaften und Voraussetzungen konnte er Gegnern und Feinden imponieren und sie einschüchtern. Er stellte deshalb den Anführer und Beschützer der Familie dar.
Die Frau hingegen hatte einen kleinen, weichen Körperbau und sanfte Gesichtszüge. Sie konnte sich aufgrund dessen schlecht selbst verteidigen und war dem Mann untertan.
Die typische Aufgabe des Mannes in der Steinzeit war die Beutejagd. Er galt als der Haupternährer der Familie. Für die Jagd musste er sich Tag für Tag in die gefährliche Welt hinauswagen und des Öfteren sogar sein Leben riskieren. Hilfreich war ihm dabei außerdem sein ausgeprägter Orientierungssinn über größere Distanzen.
Die Rolle der Frau war Nesthüterin und Mutter. Sie war verantwortlich für den Nachwuchs und sammelte Früchte und Pflanzen in der näheren Umgebung.1
Nach der Mahlzeit saßen die Männer um das Feuer herum und starrten in die Flammen. Dabei redeten sie nicht viel. Dies kann als die prähistorische Version des Verhaltens der Männer bezeichnet werden.2
Seit dem 16. Jahrhundert war der Männerbegriff geprägt von Stärke, Kraft und Herrschaft.
Über die Stellung und Rolle der Frau – die sie zweifellos besaß - wurde zu dieser Zeit wenig diskutiert. Auffällig war z.B. nur, dass Mann und Frau auf Bildern als gleich große Figuren dargestellt wurden.
Eine große Veränderung der typischen Rollen von Mann und Frau brachte dann die Aufklärung (im 18. Jahrhundert) mit sich.
Da in dieser Zeit eine neue Form der Staatlichkeit, des Bildungswesens und eine Reihe von philosophischen Richtungen und Denkweisen heran brachen, kam zum ersten Mal eine Diskussion über die Rollenverteilung auf, die es bis dahin noch nie gegeben hatte. Man versuchte erstmals die Rollenunterschiede genau zu erklären und zu rechtfertigen.
Die Aufklärung brachte eine strenge Geschlechtertrennung. Die typischen Rollenmuster, die bis heute noch existieren, wurden zu dieser Zeit geschaffen. Die Frau galt von nun an als emotional und irrational, der Mann war eher von der Vernunft geprägt.3
In den Zwanziger Jahren wurden immer mehr Frauen für leichte Bürotätigkeiten und im Einzelhandel eingesetzt.
Zur Zeit der Weltkriege mussten die Männer in den Krieg ziehen. Somit kam es dazu, dass die Frauen mehr Verantwortung in den Firmen, Büros und Geschäften übernehmen mussten. Die Frauen bemerkten zunehmend, dass die Aufgabe des Geldverdienens der Männer um ein Vielfaches leichter und angenehmer war als das Führen des Haushalts und die Erziehung der Kinder.4
Die Männerrolle als Soldatenrolle wurde mit der Zeit immer unbeliebter und es kam großer Unmut über das einseitige Rollenbild des Mannes auf.
Von der 1968er Generation wurde der revolutionäre Versuch unternommen, dieses eingefahrene Rollenmuster aufzubrechen.
Dieses Vorhaben war leider nicht von Erfolg gekrönt: Es ist erwiesen, dass heute bis zu 95 % der Versorgung von Kindern und Haushalt immer noch auf die Frau entfällt.5

[...]


1 vgl. http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/Maennergeschichte/sozialisation/beziehungen_01.htm Barth, S.: Echos aus der Vergangenheit. In: Webportal für die Geschichte der Männlichkeiten des Instituts für Geschichte der Universität Wien

2 vgl. Pease, A. und B.: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken, München, 2000, S. 37 ff.

3 vgl. Barth, S.

4 vgl. http://www.politikforum.de/forum/archive/28/2003/10/2/3634

5 vgl. Barth, S.

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