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Zusammenfassung zu René Descartes: Meditationen oder Über die Grundlagen der Philosophie

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 7 Pages
Author: M.A. Annett Rischbieter
Subject: Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 7
Grade: 1,6
Bibliography: ~ 1  Entries
Language: German
Archive No.: V37498
ISBN (E-book): 978-3-638-36821-6

File size: 139 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Leipzig
Institut für Philosophie
HS: Descartes Meditionen
3. Semester

Zusammenfassung Descartes Meditationen

von: Annett Rischbieter

 


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort an den Leser 3

2. Übersicht über die sechs Meditationen 4

3. Inhalt der ersten bis dritten Meditation 5

1. Meditation: Woran man zweifeln kann
2. Meditation: Über die Natur des menschlichen Geistes; daß seine Erkenntnis ursprünglicher ist als die seines Körpers
3. Meditation: Über das Dasein Gottes

4. Literaturangabe: 7


1. Vorwort an den Leser

Die Fragen über Gott und die menschliche Seele hat Descartes schon 1637 in der Schrift „Von der Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Forschung“ behandelt. Da er es für angebracht hält, mehr als einmal darüber zu schreiben, geht er diesem Thema in den Meditationen wieder nach. Die Fragen über Gott und die menschliche Seele sind die Grundlagen der gesamten Metaphysik. Zunächst widmet er sich Gedanken, mit deren Hilfe er zur sicheren, klaren Erkenntnis der Wahrheit gelangen kann. Er erkennt an, daß nichts wahr ist als daß er ein denkendes Wesen ist, welchem die Fähigkeit eigen ist zu denken.

2. Übersicht über die sechs Meditationen

  1. Meditation: Gründe, warum man an allen Dingen, besonders an den materiellen zweifeln kann
  2. Meditation: Geist macht von seiner Freiheit Gebrauch, daß all das nicht existiere, woran man zweifeln kann: Das Wesentliche, um zur Erkenntnis der Unsterblichkeit der Seele zu gelangen, ist die Vorstellung von klaren Begriffen. Geist und Körper sind substanziell verschiedene Dinge, aus der Vernichtung des Körpers folgt nicht implizit die Vernichtung des Geistes. Es existiert geistige Unsterblichkeit, denn alle Substanzen, die ihr Dasein Gott verdanken, sind ihrer Natur aus unzerstörbar, es sei denn sie werden von demselben Gott vernichtet. Obwohl der menschliche Körper leicht untergeht, ist sein Geist seiner Natur nach unsterblich.
  3. Meditation: Hauptbeweis für das Dasein Gottes ist die Vorstellung eines vollkommenen Wesens, die wir in uns tragen und die von einer vollkommenen Ursache stammen muß.
  4. Meditation: Alles, was wir klar und deutlich einsehen, ist wahr.
  5. Meditation: Neuer Beweis für das Dasein Gottes
  6. Meditation: Dort wird bewiesen, daß der Geist sich substanziell vom Körper unterscheidet. Nichtsdestotrotz ist er eng mit ihm verbunden und beide bilde eine Art Einheit.

3. Inhalt der ersten bis dritten Meditation

1. Meditation: Woran man zweifeln kann

Die erste Meditation beschäftigt sich mit einem der einflussreichsten Elemente der Cartesischen Methodologie, dem radikalen Zweifel. Descartes beginnt seine Ausführungen mit der Feststellung, dass er schon immer viel Falsches gelten lassen habe. Sein Ziel ist es für etwas Unerschütterliches und Bleibendes in den Wissenschaften festen Halt schaffen zu wollen. Das sei möglich, wenn er alles von den Grundlagen an umstoßen und auf seine Gültigkeit prüfe. Dabei wolle er aber nicht jede Meinung einzeln widerlegen, sondern nur jene grundlegenden Meinungen, auf denen sein ganze Meinungsgebäude beruhe.

Dass er überhaupt zweifelt, begründet er mit drei zentralen Elementen. An erster Stelle mit dem Argument der Unzuverlässigkeit der Sinne. Dieses Argument ist ein einfacher logischer Schluss. Zuerst stellt er die Prämisse auf: Unsere Sinne täuschen uns manchmal. Wenn uns unsere Sinne manchmal täuschen, dann ist es möglich, dass uns unsere Sinne immer täuschen. Der Schluss daraus ist, dass es möglich ist, dass uns unsere Sinne immer täuschen. Doch Descartes räumt ein, dass es Dinge gebe, die zu offensichtlich seien, als dass unsere Sinne uns täuschen können. Man könne also sichere Aussagen über diese Gegenstände treffen.
Hier setzt sein zweites Argument, das Traumargument, an. Dieses Argument baut in gewisser Weise auf dem ersten Argument auf. Descartes entwickelt es aus einem dreifachen Schluss. Zuerst stellt er fest, dass wir manchmal nicht wissen, ob wir träumen oder nicht. Wenn wir aber manchmal nicht wissen, ob wir träumen, dann ist es möglich, dass wir immer träumen. Daraus folgert er, dass es möglich ist, dass wir immer träumen. Der zweite Schluss setzt daran an. Descartes behauptet, dass wir in unseren Träumen manchmal über die Dinge getäuscht werden. Wenn wir nun aber im Traum über die Dinge manchmal getäuscht werden, ist es auch möglich, dass wir im Traum immer über die Dinge getäuscht werden. Es sei also möglich, dass wir im Traum immer über die Dinge getäuscht werden.

[...]


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