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Autor: Markus Scholz
Fach: Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik
Details
Institution/Hochschule: Technische Universität Chemnitz (Fachbereich Interkulturelle Kommunikation)
Tags: Fragebogen, Formulierung, Fragestellung, Foddy
Jahr: 2001
Seiten: 25
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 195 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12329-7
Hausarbeit inkl. Beispielfragebogen.
Textauszug (computergeneriert)
Technische Universität Chemnitz
Interkulturelle Kommunikation
Sommersemester 2001
Proseminar „Fragebogenerarbeitung zur
Erhebung von Fremderfahrungen“
Formulierung verständlicher Fragen
für Fragebogenerhebungen
Markus Scholz
2. Semester
Berufs- und Wirtschaftspädagogik,
Psychologie, Interkulturelle Kommunikation
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ... 1
1. Notwendigkeit der Formulierung verständlicher Fragen ... 2
2. Formulierung verständlicher Fragen ... 3
2.1. Bedeutung einzelner Wörter ... 3
2.1.1. Kontextspezifische Abstufungen der Bedeutung ... 3
2.1.2. Relative Schwierigkeit der Wörter ... 4
2.1.3. Fehlen erfahrungsgemäßer Zuordnungen ... 6
2.1.4. Unbeabsichtigte Abstufungen anscheinend gleicher Wörter ... 7
2.2. Strukturelle Vielschichtigkeit ... 8
2.2.1. Anzahl verwendeter Wörter ... 8
2.2.2. Grammatikalische Aspekte ... 9
2.2.2.1. Gleichzeitiges Abfragen mehrerer Fragen ... 9
2.2.2.2. Zusatz von Satzteilen, Wendungen und Anweisungen ... 10
2.2.2.3. Gebrauch von Verneinung ... 10
2.3. Regeln zum Editieren verständlicher Fragen ... 11
3. Kontrolle der formulierten Fragen ... 13
3.1. Einsatz von Probefragen ... 13
3.2. Prozeduren zum Testen von Fragen ... 14
3.2.1. Wiederholen der Frage mit eigenen Worten ... 14
3.2.2. Methode des doppelten Interviews ... 15
3.2.3. Lautes Nachdenken während der Beantwortung ... 15
Anmerkungen ... 16
Literaturverzeichnis ... 17
Anhang ... 19
Vorwort
Der Titel der vorliegenden Hausarbeit lautet „Formulierung verständlicher Fragen für Fragebogenerhebungen“ und ordnet sich in die Thematik des Proseminars „Fragebogenerarbeitung zur Erhebung von Fremderfahrungen“ ein. Nachdem ich kurz die Notwendigkeit des Formulierens verständlicher Fragen einschließlich der Kommentare einiger Forscher angesprochen habe, wird der Schwerpunkt der Hausarbeit mit dem eigentlichen Formulieren verständlicher Fragen aufgegriffen. Zum Schluss werden schließlich noch einige Testmethoden beleuchtet. Das Primärwerk auf dem ich die vorliegende Hausarbeit aufgebaut habe, ist das 1993 erschienene Werk „Constructing questions for interviews and questionnaires: theory and practice in social research“ von William H. Foddy. Während des Proseminars wurden von den Seminarteilnehmern in Gruppenarbeit verschiedene Fragebögen angefertigt welche das Thema Fremderfahrung erfragen sollten. Anhand des von meiner Gruppe angefertigten Fragebogens1 werde ich, ergänzend zum theoretischen Inhalt der Hausarbeit, positive und negative Beispiele bezüglich des Formulierens verständlicher Fragen darstellen.
1. Notwendigkeit der Formulierung verständlicher Fragen
In der quantitativen Sozialforschung steht die Methode der Befragung mittels Fragebogen oder Interview an forterster Stelle. Mit folgenden Worten beschreibt Foddy die Bedeutung dieser Forschungsmethode für die heutige Zeit:
“There is no doubt that use of verbal data has come to dominate the social sciences. Asking questions is widely accepted as a cost-efficient (and sometimes the only) way, of gathering information about past behaviour and experiences, private actions and motives, and beliefs, values and attitudes …” (Foddy 1993:1)
Während der häufigen Anwendung dieser beliebten Forschungsmethode zeigen sich jedoch auch Probleme. Ein gewichtiges Problem ist das Formulieren verständlicher Fragen mit dem Ziel des korrekten Verständnisses der Fragen gemäß der Intention des Forschers. Belson macht mit den Worten
„For all the questions tested, the proportion … of interpretations that could be accepted as reflecting the intended meanings … was, on average, only 29 per cent. Moreover, going behind this average, we find that for 8 of the test questions, the percentage within permissible limits was less than 16 per cent and for one of them not a single respondent … came within those limits.” (Belson 1981:350-351)
auf den Mißstand, wie oft Fragen vom Befragten entgegengesetzt der Intention des Forschers interpretiert werden, aufmerksam. Foddy (1993:2) schreibt ebenfalls, dass die Fähigkeit des Formulierens von Fragen, welche zuverlässiges Datenmaterial ergeben aus dem sich stichhaltige Schlussfolgerungen ableiten lassen, nicht sehr eindrucksvoll ist. Auch Cicourel betont den nötigen Handlungsbedarf:
„... sociologists have devoted little time to establishing explicit theoretical foundations for the use of such instruments as interviews and surveys. A key problem has been the lack of clear theoretical concepts about the interpretation of interview and survey question and answer frames. We lack a theory of comprehension and communication that can provide a foundation for the way question-answer system function …” (Cicourel 1982:Abstract)
Um das Problem der unverständlichen Fragestellungen zu vermindern, führten Forscher wie Nuckols (1953), Belson (1981), Hunt et al. (1982) und Foddy (1993) Untersuchungen und Studien durch, auf deren Gerüst zahlreiche Ratschläge für das Formulieren verständlicher Fragen entstanden.
2. Formulierung verständlicher Fragen
Das Formulieren einer verständlichen Frage bildet einschließlich der Definition von Schlüsselausdrücken und dem Vorzug von Unkompliziertheit und Kürze den ersten Schritt im Frage-Antwort-Zyklus (Foddy 1993:39). Damit Befragte die Frage entsprechend der Intention des Forscher verstehen können, sind mehrere Faktoren nötig. Zum einen ist es erforderlich, dass den einzelnen Wörtern von Forscher und Befragten die selbe Bedeutung gegeben wird und zum anderen besteht die Notwendigkeit, strukturellen Elementen die selbe Gesamtbedeutung zu attribuieren (Foddy 1993:38).
2.1. Bedeutung einzelner Wörter
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