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Götz von Berlichingen - Ein Schauspiel von Johann Wolfgang Goethe. Die Leitmotive in der Figurenanlage

Autor: Anja Balzer
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

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Details

Veranstaltung: Proseminar: Götz und seine Brüder. Ritterdramen des späten 18. Jahrhunderts
Institution/Hochschule: Ruhr-Universität Bochum (Germanistisches Institut)
Tags: Götz, Hand
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2000
Seiten: 17
Note: 2,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 185 KB
Archivnummer: V3784
ISBN (E-Book): 978-3-638-12340-2
ISBN (Buch): 978-3-638-80162-1

Zusammenfassung / Abstract

Thema der vorliegenden Arbeit ist Johann Wolfgang Goethes Werk " Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" unter besonderer Berücksichtigung des Leitmotivs der "eisernen Hand". Nachdem in einem ersten Teil das Drama, seine Entstehungsbedingungen und seine Wirkung auf die Rezipienten vorgestellt wurden, liegt das Augenmerk in dem zweiten Abschnitt der vorliegenden Arbeit auf den leitenden Motiven und ihrer Bedeutung für das Werk "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand". Die Analyse der Motive "Freiheit" und "Identität" münden abschließend in der Darstellung des Motivs der "eisernen Hand" die als Sinnbild für den Verlust von Freiheit und Identität fungiert. Die "eiserne Hand" dient somit als Zentralmetapher für verschiedene Intentionen Goethes, die über ihre gestische Bedeutung hinaus metaphorischen Charakter erhält. Sie kann als Schlüssel für das Verständnis des Dramenganzen dienen, was im Folgenden exemplarisch untersucht und erläutert werden soll.

Textauszug (computergeneriert)

Götz von Berlichingen (mit der eisernen Hand). Ein Schauspiel von Johann Wolfgang Goethe 1773
Die Leitmotive in der Figurenanlage

von Anja Balzer

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG 4

DAS WERK 4

1 Johann Wolfgang von Goethe 4
2 Die Entstehung des Götz 5
3 Der Inhalt 5
4 Die Figurenanlage 7
5 Götz in seiner Zeit 10
6 Die Sprache des Dramas 10
7 Wirkung 12

GÖTZ VON BERLICHINGEN - MOTIVE- 13

1 Freiheit 13
2 Identität 14
3 Das Leitmotiv im Drama: "die eiserne Hand" 15

ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN 17

LITERATURVERZEICHNIS 18
Primärtexte 18
Sekundärtexte 18

 

Einleitung

Thema der vorliegenden Arbeit ist Johann Wolfgang Goethes Werk " Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" unter besonderer Berücksichtigung des Leitmotivs der "eisernen Hand".
Nachdem in einem ersten Teil das Drama, seine Entstehungsbedingungen und seine Wirkung auf die Rezipienten vorgestellt wurden, liegt das Augenmerk in dem zweiten Abschnitt der vorliegenden Arbeit auf den leitenden Motiven und ihrer Bedeutung für das Werk "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand". Die Analyse der Motive "Freiheit" und "Identität" münden abschließend in der Darstellung des Motivs der "eisernen Hand" die als Sinnbild für den Verlust von Freiheit und Identität fungiert.
Die "eiserne Hand" dient somit als Zentralmetapher für verschiedene Intentionen Goethes, die über ihre gestische Bedeutung hinaus metaphorischen Charakter erhält. Sie kann als Schlüssel für das Verständnis des Dramenganzen dienen, was im Folgenden exemplarisch untersucht und erläutert werden soll.
Das Werk

1 Johann Wolfgang von Goethe

Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt geboren. Sein Vater war kaiserlicher Rat und seine Mutter stammte aus Frankfurter Patrizierkreisen. Nach seiner Schulausbildung - er bekam Privatunterricht - ging er auf die Universität Leipzig, um Rechtswissenschaften zu studieren. Wegen einer schweren Erkrankung musste er nach Frankfurt zurück und setzte 1770 sein Studium in Straßburg fort, das er ein Jahr später beendete. In Straßburg lernte er Herder kennen, der ihn mit Shakespeares Werken bekannt machte und ihn dadurch nachhaltig beeinflusste. In dieser Zeit schrieb Goethe den "Götz von Berlichingen" und den Briefroman "Die Leiden des jungen Werther". 1775 folgte er einer Einladung des Erbprinzen Karl August nach Weimar, wo er Hofbeamter und später Staatsminister wurde und bis zu seinem Tode blieb. Goethe wandte sich nun von der Dichtung des Sturm und Drang ab und schrieb bürgerliche Schauspiele nach dem Vorbild Lessings, wie zum Beispiel "Clavigo" und "Stella". Von 1786 bis 1788 reiste er nach Italien und schloss auf dieser Reise seine zwei Dramen "Iphigenie" und "Egmont" ab und begann mit "Torquato Tasso", den er ein Jahr später beendete. 1791 wurde ihm dann die Leitung des Weimarer Hoftheaters übertragen, die er 26 Jahre innehatte. Wenige Jahre später schloss er Freundschaft mit Schiller, die viele folgende Werke, wie z. B. der erste Teil des Faust, beeinflusste. Am Faust, Goethes wohl bekanntestem und bedeutendstem Werk, arbeitete der Dichter bis kurz vor seinem Tod am 22. März 1832 in Weimar.

2 Die Entstehung des Götz

Eine Grundlage des Dramas "Götz von Berlichingen" war das Jurastudium Goethes in Straßburg. Goethe interessierte sich sehr für das ritterliche Fehdewesen des Mittelalters und die Aufhebung desselben durch Kaiser Maximilian I. Eine andere Bezugsgröße waren Shakespeares Werke, die Goethe unter der Anleitung Herders in Straßburg las und die ihn besonders durch Shakespeares Vernachlässigung der drei Einheiten des Dramas (Ort, Zeit und Handlung) faszinierten. Als er dann zufällig die Biographie von Götz von Berlichingen, "Lebensbeschreibung Herrn Götzens von Berlichingen, Zugenannt mit der Eisern Hand, Eines zu Zeiten Kaysers Maximiliani I und Caroli V kühnen und tapferen Reichs-Cavalier`s, las, war er von diesem Stoff so beeindruckt, dass er ihn innerhalb von sechs Wochen neu schrieb und dramatisierte. So entstand 1771 der Urgötz. Goethe war jedoch selbst damit unzufrieden und als sich Herder, dem er das Werk zur Durchsicht gegeben hatte, auch kritisch äußerte, arbeitete er es bis 1773 um. Das so entstandene Drama "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand, ein Schauspiel" ließ er dann im Selbstverlag drucken. Das Drama, das Goethe selbst eigentlich für unaufführbar hielt, wurde nach Kürzung der Schlachtszenen 1774 in Berlin uraufgeführt und erfolgreich weitergespielt. Im Jahr 1787 ging Goethe den Götz anlässlich des Erscheinens eines Sammelalbums seiner Werke noch einmal durch. Die letzte Überarbeitung erfuhr der Götz 1804, bevor Goethe ihn in Weimar aufführte.

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