Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Ricardo Legorreta - Tradition und Moderne close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Ricardo Legorreta - Tradition und Moderne

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 17 Pages
Author: Jule Schäfer
Subject: Art - Architecture / History of Construction

Details

Event: Ricardo Legorreta und die zeitgenössische mexikanische Architektur
Institution/College: Braunschweig Academy of fine arts
Tags: Ricardo, Legorreta, Tradition, Moderne, Ricardo, Legorreta, Architektur
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 17
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V37975
ISBN (E-book): 978-3-638-37175-9

File size: 1203 KB


Excerpt (computer-generated)

Ricardo Legorreta - Tradition und Moderne

von: Jule Schäfer

5. Semester

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Werdegang/ Entwicklung 2

3. Mexikanische Tradition 4

3.1 Mauern  4
3.2 Licht und Schatten 6
3.3 Farbe  7
3.4 Wasser  9
3.5 Innenhöfe  10

4. Geometrie 11

5. Atmosphäre/ Bewegung  13

6. Landschaft 14

7. Fazit 15

8. erwähnte Bauwerke (und Quellnachweis)  16

9. Literaturnachweis  16


 

1. Einleitung

Ricardo Legorreta gehört zu den bedeutensten Architekten Mexikos. Er versteht es die Tradition des Landes mit der Moderne zu verbinden. Seine einfache, geometrische Formgebung ist wegweisend und verbindet Funktionalität mit Komfort. Im Folgenden wird nun darauf eingegangen, welche örtlich kulturellen Traditionen Legorreta in seiner Architektur verbindet. Typische Merkmale seiner Bauwerke sind die kräftige Farbwahl, die Betonung von Mauern, das Spiel mit Licht und Schatten, sowie der Einsatz des Elementes Wasser. Außerdem spielt die Geometrie eine wesentliche Rolle. Auf diese Aspekte wird nun einzeln in Text und Bild eingegangen. Zunächst jedoch wird die Person Legorretas, sein Werdegang, sowie prägende Bekanntschaften vorgestellt.

2. Werdegang/ Entwicklung

Ricardo Legorreta wurde 1931 in Mexico Ciy geboren und wuchs dort auch auf. Obwohl es Brauch in Mexiko war, dass der Sohn den Beruf des Vaters ergriff, ermöglichte sein Vater ihm eine freie Berufswahl. Bereits in der Highschool zeigte sich sein Interesse für die Architektur und so abonnierte sein Vater ihm die besten Architekturmagazine, um ihn zu unterstützen. Je mehr Legorreta über Architektur lernte, um so sicherer war er, dass dies seine richtige Berufswahl wäre. Er machte Bekanntschaft mit José Villagrán, der ihn ermutigte an die Universidad Nacional Autonoma de Mexico zu gehen, wo Villagrán Dekan war. 1952 schloss Legorreta sein Architekturstudium ab und arbeitete im Büro von Villagrán. 1955 wurde er dessen Partner. Er hatte jedoch das Gefühl nur zu lernen, aber nicht selbst zu entwickeln. So gründete er 1960 sein eigenes Büro. Durch eine lebensbedrohliche Infektion der Bauchspeicheldrüse, änderte sich seine Lebenseinstellung und seine Sicht des Nutzens von Architektur – sie sollte in erster Linie für den Menschen gemacht sein und nicht hauptsächlich den wirtschaftlichen Faktor berücksichtigen. Außerdem sollte in ihr die mexikanische Tradition mit der Moderne verbunden werden.

Entscheidenden Einfluss übte die Architektur des Ingenieurs Luis Barragán auf Legorreta aus. Barragán (1902 – 1988) entwarf seine frühen Arbeiten im Internationalen Stil. Er entwickelte jedoch bald einen eigenen Stil, in dem er die Ideen, die ihm auf seinen Reisen durch Europa kamen und seinem Sinn für den mexikanischen „Regionalismus“. Zusätzlich wurde er durch einheimische Kunst inspiriert. Barragán versuchte eine Architektur zu kreieren, die an ihren einheimischen Wurzeln festhielt, während sie sich für spirituelle Schönheit und Harmonie mit der Natur bemühte. Im Unterschied zu seinen Zeitgenossen folgte er den Theorien des Malers und Landschaftsarchitekten Ferdinand Bac, der den Garten als eine magische Umgebung darstellte. Dicke Mauern, kleine Öffnungen, leuchtende Farben und der Gebrauch natürlicher Materialien charakterisieren seine durchdachten Kompositionen. Der Erfolg seiner späten Arbeiten beruhen auf einem bezaubernden Zusammenspiel von Sonnenlicht und Wasser. All diese Aspekte spiegeln sich in Legorretas Architektur einen Rolle und lassen Barragán als Vorbild nicht leugnen. Während Barragán jedoch nur privat für sich und seine Freunde entwarf, baut Legorreta Büros, Hotels, Konzerthallen in Barragáns Stil. Sein Sohn Victor Legorreta wurde ebenfalls Architekt und arbeitet heute zusammen mit seinem Vater.1

3. Mexikanische Tradition

Verschiedene Aspekte mexikanischer Tradition spielen in der Architektur Legorretas eine Rolle. Diese traditionalen Aspekte verbindet er zu einer modernen Architektur, die dem Menschen einen Raum zum Wohlfühlen gibt. Damit tritt er zurück von dem rein funktionalen Aspekt des „Lebensraumes“, der das Wohlfühlen nicht automatisch mit einschließt.

3.1 Mauern

Architecture cannot exist without walls. Mexico is a country of architects. Mexico is a country of walls. We live and see Mexico in it walls; Tragedy, strength, joy, romance, peace, light, and colour, All of these qualities are in Mexican walls. Pre-Hispanic, colonial, and modern civilizations Are present in our walls. When a foreign civilization dominates us, Montalbán House The wall, ashamed, disappears; it hides and cries. Renault Factory When Mexico suffers, the wall shouts; When Mexico succeeds, the wall emerges. That is our history. The wall will never die. The day the walls dies Mexico will die, architecture will die.

Mauern sind die Basiselemente der Architektur. In Mexiko dominieren sie die Architektur. Sie werden durch weitere Elemente ergänzt und bilden ein Gebäude. Mauern spielen in Mexiko eine große Rolle, da sie den Wandel der Geschichte widerspiegeln. In Mexiko symbolisieren sie auf eine mächtigere Art, als in anderen Ländern, Stärke, Tragödie, Frieden und Licht. So sind die Pre- Hispanischen Mauern stark, antik, kahl und manchmal farblos – sie transportieren die Würde ihrer Erbauer und die Pracht derer Zivilisation. In der Kolonialzeit hatten die Mauern eine andere Spiritualität, weder eine spanische, noch eine indianische, sondern mestizo – die Verbindung zweier Rassen und Religionen2. Durch den französischen Einfluss im 19. Jahrhundert und dem amerikanischen heute, wird die Mauer verdeckt und damit ihre tragenden Bedeutung beraubt. Mauern sind das Mittel, über das berühmte Wandmaler wie David Alfaro Siqueiros, José Clemente Orozco und Diego Rivera die kraftvollsten menschlichen Gefühle darstellten – Freude, Schmerz oder den Kampf um Freiheit. So ist es nur natürlich, dass die Mauer Legorretas wichtigstes architektonisches Element wird. Bei der Renault Factory wurde die Mauer ein Gebäude – sie schwebt, lang und flach hinter den Dünen und erweckt den Eindruck der Einsamkeit und Leere der Wüste3.

[Alle Abbildungen in der Downloaddatei vorhanden]

[...]


1 Vgl. Attoe 1990: 9ff

2 Attoe 1990: 62

3 Legorreta/Legorreta/ Castro 1997:15


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Die Machttheorie Foucaults

Author: Jens Henning Fischer
Sociology - Classics, Basics and Theoretical Directions, 1996 Download as PDF-file for 10,99 EUR

Die Gartenstadt Hellerau

Author: Andreas Priesters
Art - Architecture / History of Construction, 2003 Download as PDF-file for 10,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/37975/ricardo-legorreta-tradition-und-moderne
please wait Please wait