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Autor: Annette Ballier
Fach: Psychologie - Medienpsychologie
Details
Tags: Medium, Fernsehen, Spiel, Vergleich, Daten, Schule
Jahr: 2003
Seiten: 53
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 37 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 318 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-37362-3
Textauszug (computergeneriert)
Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen
Wissenschaftliche Hausarbeit
Thema:
Das Medium Fernsehen und das klassische Spiel-
Ein Vergleich anhand empirischer Daten aus der Schule
Prüfungsfach: Psychologie
vorgelegt von
Annette Ballier
2003
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort ... 4
2 Einleitung ... 5
3 Theoretischer Bezugsrahmen ... 7
3.1 Das Spiel ... 7
3.1.1 Ursprung und Entwicklung der Spiele ... 7
3.1.2 Das klassische Spiel und sein Wandel ... 8
3.1.3 Unterschiedliche Spielarten und Spieltypen ... 9
3.1.4 Begriffserklärung des Spiels ... 9
3.1.4.1 Selbstzweck und Selbstbestimmung als Merkmale des kindlichen Spiels ... 10
3.1.5 Wissenschaftliche Theorien zum Spiel ... 12
3.1.5.1 Klassische Ansichten des Spiels ... 13
3.1.6 Aufbau sozialer Fähigkeiten beim Spielen ... 15
3.2 „Fernsehen“ im gesellschaftlichen Kontext ... 15
3.2.1 Gründe für die Fernsehnutzung ... 16
3.2.2 Wirkungsaspekte des Fernsehens ... 16
3.2.2.1 Steuerung der sozialen Interaktion beim Fernsehen ... 17
3.2.2.2 Einfluss auf die Kommunikation ... 18
3.2.2.3 Einfluss auf die Entwicklung ... 19
3.2.3 Auswirkung des Fernsehens auf die Familie ... 20
3.3 Vergleich: Fernsehen und Spiel ... 21
4 Wissenschaftliche Fragestellungen und Arbeitshypothesen ... 24
4.1 Wissenschaftliche Fragestellung ... 24
4.2 Arbeitshypothesen ... 24
5 Empirische Untersuchung ... 25
5.1 Methode des eingesetzten Verfahrens ... 25
5.2 Durchführung der Untersuchung ... 26
5.3 Darstellung der Ergebnisse ... 27
6 Ergebnisse der Untersuchung ... 28
6.1 Beschreibung der Stichprobe ... 28
6.2 Auswertung des Wochenplans und des Fragebogens ... 30
6.2.1 Welche klassischen Spiele werden von Siebtklässlern noch gespielt? ... 30
6.2.2 Was ist Siebtklässlern wichtig, wenn sie ein klassisches Spiel spielen? ... 32
6.2.3 Welche Spiele wurden außerdem angegeben? ... 33
6.2.4 Wie lange sitzt ein Siebtklässler täglich vor dem Fernseher? ... 33
6.2.5 Wie sieht der Fernsehkonsum an den verschiedenen Wochentagen aus? ... 34
6.2.6 Welche Lieblingssendungen haben Siebtklässler? ... 35
6.2.7 Was ist Siebtklässlern wichtig, wenn sie fernsehen? ... 37
7 Überprüfung der Arbeitshypothesen ... 38
7.1 Fazit der Untersuchung ... 41
8 Konsequenzen für die Erziehungsarbeit ... 43
8.1 Prävention im privaten Bereich ... 43
8.2 Prävention im schulischen Bereich ... 45
9 Reflexion ... 48
10 Abbildungsverzeichnis ... 49
11 Literaturverzeichnis ... 50
12 Anhang ... 55
1 VORWORT
Das Thema dieser Arbeit basiert auf eigenen Kindheitserfahrungen. Da meine Eltern für sehr wichtig empfanden, mir und meinen drei Geschwistern eine kreativ gestaltete Kindheit zu bieten, sahen sie die Anschaffung eines Fernsehapparates als widersprüchlich an. Anstatt eines Fernsehapparates bekamen wir immer wieder neue Spiele. Ob Kartenspiele oder Gesellschaftsspiele, das Sortiment war abwechslungsreich. Diese Voraussetzung gab mir und meinen Geschwistern die Möglichkeit, unsere Freizeit mit Spielen oder mit anderweitigen Angeboten zu füllen. Diese Erziehungsmethode förderte die Eigeninitiative. Dadurch, dass wir keinen Fernseher besaßen, wurde außerdem die kommunikative Interaktion untereinander begünstigt. Ohne uns darüber bewusst zu sein, schulten wir die Kommunikationsfähigkeit sowie unser soziales Verhalten gegenüber Anderen. Einen „gefrorenen Blick“, wie Rainer PATZLAFF (2001) es in seinem Titel über die psychologische Wirkung des Fernsehens und die Entwicklung des Kindes verwendet, gab es nur, wenn man beim Spielen kritikunfähig war.
2 EINLEITUNG
Das Medium Fernsehen hat einen immer größeren Einzug in das Alltagsleben unserer Kinder. Die meisten Haushalte sind heutzutage mit mindestens einem Fernsehgerät ausgestattet. Laut Studien von Sabine FEIERABEND wird es zur Normalität, dass der Fernsehapparat sich auch immer mehr in Kinderzimmern verbreitet. Neben diesem mittlerweile gebräuchlichsten Medium tauchen auch viele technische Neuheiten wie Computer, Spielkonsolen und Play Station auf, die Kinder nutzen, um ihre Freizeit zu gestalten. Dieser technische Wandel bewirkt, dass die Massenmedien zum Spielzeug der Kinder werden und dass man sich mit Recht die Frage stellen kann, ob denn das „klassische Spiel“ überhaupt noch eine Geltung bei Kindern und Jugendlichen hat.
Der Fernseher stellt in der heutigen Zeit eine wichtige Informations- und Bildungsquelle dar. Einerseits bietet dieser technologische Fortschritt uns als Rezipienten eine schnelle und vielfältige Informationsmöglichkeit, andererseits birgt er allerdings auch Risiken. Die Gefahr der Manipulation der Gesellschaft und der Isolation des Einzelnen. Da der Mensch ein soziales Wesen ist und es zu seinen Grundbedürfnissen gehört, sich verbal zu verständigen und Erfahrungen auszutauschen, stellt sich die Frage, ob durch das mediale Aufgebot die Kommunikation verkümmert.
Ob die Kommunikation tatsächlich durch die Fernsehnutzung eingeschränkt wird und welche Wirkung die zwischenmenschliche Kommunikation beim Spiel hervorruft, wird im theoretischen Bezugsrahmen behandelt.
Das Thema dieser Arbeit unterliegt einem Vergleich des „Fernsehens und des klassischen Spiels“. Ein Vergleich dieser beiden Medien ist nicht sehr einfach aufzuzeigen, deshalb werden diese zwei Medien zu Beginn des theoretischen Abschnittes separat behandelt. Zuerst wird ein Überblick über das klassische Spiel im Hinblick auf seinen Ursprung, seine Bedeutung, seine unterschiedlichen Spieltypen und seine entwicklungsbezogene Aspekte gegeben. Außerdem wird auf den Selbstzweck sowie die Förderung der sozialen Fähigkeiten beim Spielen hingewiesen. Bei dem Medium Fernsehen werden die Nutzungsgründe, Wirkungsaspekte und die Auswirkung auf das Familienleben aufgezeigt. Anschließend werden diese beiden Medien unter dem Aspekt verglichen, ob das Fernsehen das Phantasiespiel beeinflusst und anhand von Hypothesen von VAN DER VOORT, T.H.A. und VALKENBURG, P.M. vorgestellt.
Der Gebrauch des Fernsehens und des klassischen Spiels wird anhand einer empirischen Untersuchung im zweiten Teil aufgezeigt. Diese Studie weist die Geläufigkeit sowie die Wichtigkeit beim Nutzen dieser beiden Medien bei Siebtklässlern auf, die anhand von Arbeitshypothesen geprüft werden. Die herausgefunden Ergebnisse zeigten einen interessanten Wandel der verwandten Spieltypen bei heutigen Jugendlichen auf. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, auch darzulegen, inwiefern sich die Spiele der Kinder und Jugendlichen mit dem technischen Wandel verändert haben.
Die Medienforschung setzt sich mit den Fragen der Medienrezeption, Medieninhalten und Mediennutzung auseinander. Für die Medienpädagogik ist jedoch die wichtigste Frage, wie man Kinder und Jugendliche dahingehend erziehen kann, dass sie das mediale Angebot konstruktiv zu nutzen wissen. Deswegen werde ich zum Schluss meiner Arbeit, bestehende präventive Möglichkeiten im Bereich der Medienpädagogik vorstellen und kommentieren.
3 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN
3.1 Das Spiel
3.1.1 Ursprung und Entwicklung der Spiele
Kenntnisse über die Verwendung von Spielmitteln gehen Jahrtausende zurück. Archäologen entdeckten zahlreiche Spielmittel, angefangen mit Kugeln, Murmeln, Bällen und Puppen aus bemaltem Holz sowie Spielsachen, die aus Stein, Ton, Holz und Leder angefertigt wurden.
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