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Autor: Christine Hierl
Fach: Wirtschaft - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne
Details
Tags: Interne, Funktionen, Aufgaben, Businessplans
Jahr: 2005
Seiten: 15
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 227 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-37389-0
Textauszug (computergeneriert)
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Unternehmenspolitik & Strategische Führung
Strategieberatung:
Learning by Doing und kritische Reflexionen von Praxiserfahrungen
Wintersemester 2004/2005 / Abgabetermin: 25. Februar 2005
Interne und externe Funktionen
bzw. Aufgaben eines Businessplans
vorgelegt von
Christine Renn
Fachsemester: 07
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Sinn und Zweck eines Businessplans 3
3. Zielgruppen eines Businessplans 4
3.1 Externe Zielgruppen 5
3.2 Interne Zielgruppen 5
4. Notwendigkeit von Planungen 7
4.1 Plan-Angaben 8
4.2 Bewertung von Risiken 9
5. Gründe für Fehlplanungen 10
5.1 Substanzarmut der Unternehmen 11
5.2 Selbsteinschätzung der Gründer 12
5.3 Externe Faktoren 12
5.4 Haftung der Gründer 12
6. Fazit 13
Literaturverzeichnis 15
1. Einleitung
In den Jahren vor dem Platzen der Spekulationsblase an der Börse wurde der Finanzmarkt von Visionen, Emotionen und unbegrenzter Hoffnung getragen beziehungsweise regiert. In dieser Periode des grenzenlosen Optimismus waren harte Fakten und Kennzahlen bestenfalls von sekundärem Interesse. Ankündigungen, Quartalszahlen oder große Vertragsabschlüsse fielen bei der Unternehmensbewertung und der Beurteilung der Zukunftschancen im Gegenteil zum allgemeinen Markttrend so gut wie gar nicht ins Gewicht.1 Das Augenmerk lag auf den Chancen, die sich durch Innovationen und das Internet ergeben sollten. Man übersah dabei vollkommen, dass die Businessmodelle, Unternehmensbewertungen und Planungen großteils unrealistisch waren.
Dies ist im Nachhinein mit Sicherheit leicht zu sagen, doch es erklärt wahrscheinlich nur zum Teil die damaligen Fehlplanungen junger Unternehmen. Die Zukunftshoffnungen und -phantasien der ganzen Wirtschaft waren Anstoß für Rekordinvestitionen in junge Unternehmen, ohne dass diese häufig auf fundierte Marktdaten, Fachkenntnisse und Managementerfahrungen zurückgreifen konnten, die für die Etablierung und Entwicklung eines „gesunden“ Unternehmens unverzichtbar sind. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, ob diese Erfahrungen zu einer Umkehr der Planungspsychologie bei den Unternehmensgründern geführt haben.
Eine Umkehr in dem Sinne, dass von utopischen Wachstumsmöglichkeiten Abstand genommen wurde, um die Zukunft wieder auf realistische, ökonomisch begründbare Aspekte und Planzahlen zu beschränken und somit zu einer fairen Bewertungsgrundlage zurück zu kehren. Es gilt herauszufinden, ob sich junge, unerfahrene Unternehmen, aufgrund eigener Fehler verkalkulieren oder ob diese Fehlplanungen bewusst aufgrund von Interessenskonflikten geschehen. Die Arbeit soll eben diese Interessenskonflikte zwischen externen und internen Funktionen von Geschäftsplanungen aufzeigen und darlegen, wie ein junges Unternehmen diesen Balanceakt meistern kann.
2. Sinn und Zweck eines Businessplans
„So wie kein Pilot ohne Flugplan fliegt, sollte kein Unternehmen ohne Businessplan gestartet werden.“2 Ein Businessplan ist „[nichts] anderes als der ‚Bauplan’ für ein Unternehmen.“3
Dies sind nur zwei der vielfältigen Metaphern, die umschreiben, was man sich unter einem Businessplan vorzustellen hat. In Worte gefasst kann er als die dokumentierte Zusammenfassung einer unternehmerischen Vision, als das schriftliche Konzept für alle geschäftlichen Aspekte eines neuen Unternehmens definiert werden. Ausgehend von der Geschäftsidee werden im Businessplan alle Strategien und Ziele des Managements, die mit Herstellung, Entwicklung und Vertrieb des Produkts beziehungsweise der Dienstleistung verbunden sind, erläutert.4 Des Weiteren stellt der Unternehmer im Businessplan den Kundennutzen seiner Idee, deren Finanzierung und seine eigene Qualifikation dar. Die Erstellung eines Businessplans bietet eine Hilfestellung bei der Entscheidung darüber, ob es sich bei einer Produkt- oder Dienstleistungsidee tatsächlich um eine ökonomisch attraktive Chance handelt.5
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Businessplan dazu dient, die eigenen Gedanken und Konzepte zu strukturieren und darzustellen und Ziele, Strategien und Maßnahmen verbindlich zu definieren. Des Weitern ist er eine Richtschnur für die tägliche Arbeit des Managements und der Mitarbeiter sowie ein Instrument für den Soll - Ist - Vergleich und damit für das frühzeitige Erkennen von Engpässen, zum Beispiel bezüglich Personal, Kapital oder Zeit.6
Der Businessplan sollte ein lebendes, d.h. mitwachsendes, multifunktionales Papier sein. Die Multifunktionalität zeigt sich zum einen darin, dass sich der Businessplan an verschiedene Zielgruppen gleichzeitig wendet. Zum anderen ist er ein Produkt, das angeboten, vermarktet und verkauft werden muss, er ist ein Präsentationsmedium für sich selbst und das geplante Vorhaben und letztlich ist der Businessplan ein Organisationshandbuch zur internen und externen Kommunikation.7
3. Zielgruppen eines Businessplans
Grundlage für ein neues Unternehmen ist eine gute Geschäftsidee. Diese ist aber nur so gut wie ihre Umsetzung. Und eine erfolgreiche Umsetzung verlangt, mit Hilfe des Businessplans sowohl externe als auch interne Zielgruppen zu überzeugen.
[...]
1 Vgl. Börsig / Coenenberg (2003: 14).
2 http://www.entrepreneurship.de/down loads/der-businessplan.pdf.
3 Gleißner (2004: 303).
4 Vgl. http://www.l-bank.de/res/dokarchiv/108.
5 Vgl. http://www.entrepreneurship.de/downloads/der-businessplan.pdf.
6 Vgl. http://www.gamma-capital.com.
7 Bischof (2000: 11 (ff.)).
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