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Thesis (M.A.), 2004, 260 Pages
Author: Sarah Chaker
Subject: Musicology
Details
Tags: Black, Death, Metal, Eine, Untersuchung, Gewalt, Religion, Orientierung
Year: 2004
Pages: 260
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 64 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-37425-5
File size: 1289 KB
Die Magisterarbeit wurde im Dezember 2004 mit dem Weser-Ems-Wissenschaftspreis der Oldenburgischen Landesbank ausgezeichnet. Dieser Preis war mit 2.500 Euro dotiert. Bei der eingeschickten Arbeit handelt es sich um eine überarbeitete Fassung der originalen Magisterarbeit (Anhang etc. fehlt).
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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Magisterstudiengang
Musik in den Massenmedien/ Germanistik
Black und Death Metal -
Eine empirische Untersuchung zu Gewalt, Religion und politischer Orientierung
Überarbeitete Fassung der Magisterarbeit
vorgelegt von
Sarah Chaker
November 2004
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
1. 1 Entwicklung der Fragestellung ... 6
1. 2 Struktur der Arbeit ... 7
1. 3 Verwendete Literatur zum Thema Black und Death Metal ... 8
1. 4 Dank ... 10
2. Geschichte des Black und Death Metal
2. 1 Die Wurzeln der beiden Musikgenres ... 11
2. 2 Inhaltliche Vorläufer des Black Metal ... 12
2. 3 Der kurze Triumphzug des Death Metal Ende der 80er Jahre ... 14
2. 4 Norwegischer Black Metal ... 16
2. 5 Black Metal heute ... 19
2. 6 Zukunftsmusik im Death Metal ... 21
3. Erkundung des Untersuchungsfeldes
3. 1 Herangehensweise an die Thematik und Bandbesetzung ... 23
3. 2 Gitarre ... 25
3. 3 Bass ... 29
3. 4 Schlagzeug ... 31
3. 5 Gesang ... 34
3. 6 Keyboards ... 38
3. 7 Zusammenfassung ... 38
4. Theoretische Elemente
4. 1 Bilden die Anhänger des Black und Death Metal eine Subkultur? ... 40 – 45
4. 1. 1 Grundlegende Begriffserklärungen ... 40
4. 1. 2 Stil, Handlung, Ort und Funktion der Subkulturen ... 41
4. 1. 3 Weitere Merkmale einer Subkultur ... 42
4. 1. 4 Was ist eine musikalische Subkultur? ... 44
4. 1. 5 Ist eine Subkultur das Gleiche wie eine Szene? ... 45
4. 2 Rechtsextremistische Orientierungen bei Jugendlichen ... 46
4. 3 Gewalt ... 54 – 58
4. 3. 1 Eingrenzung des Gewaltbegriffes ... 54
4. 3. 2 Ritualisierte Formen von Gewalt ... 55
4. 3. 3 Die Katharsis- Theorie ... 55
4. 3. 4 Was ist aggressive Musik? ... 57
4. 4 Satanismus ... 58 – 63
4. 4. 1 Ausprägungen ... 58
4. 4. 2 Satanismus der Church of Satan ... 60
5. Hypothesenformulierung aus der Beschreibung der Black und Death Metal Szene
5. 1 Geschlecht, Alter, Beruf ... 64
5. 2 Subjektives Klangempfinden ... 64
5. 3 Spaltung der Szene in eine Black Metal und in eine Death Metal Fraktion ... 66
5. 4 Aneignung von Orten ... 68
5. 5 Das Verhalten der Black und Death Metal Hörer auf Partys und Konzerten ... 71
5. 6 Drogenkonsum ... 73
5. 7 Körpersprache ... 73
5. 8 Tanzstil ... 74
5. 9 Gewaltmotive in der Bilderwelt und in den Texten des Black und Death Metal ... 75
5. 10 Kleidung ... 77
5. 11 Symbole ... 78
5. 12 Religion und Satanismus ... 79
5. 13 Politische Orientierung und Rechtsextremismus ... 79
5. 14 Gewalt und Aggression ... 80
5. 15 Zusammenfassende Hypothesenformulierung ... 80
6. Methodisches Vorgehen bei der Untersuchung
6. 1 Teilnehmende Beobachtung ... 82
6. 2 Fragebogenkonstruktion ... 83 – 100
6. 2. 1 Optische Gestaltung ... 83
6. 2. 2 Konstruktion der Einleitung ... 84
6. 2. 3 Berücksichtigung formaler Vorgaben bei der Entwicklung der Fragen ... 87
6. 2. 4 Ausformulierung der Fragen ... 91
6. 3 Integration eines Fremdinstrumentariums: The World´s Smallest Political Quiz ... 101 – 110
6. 3. 1 Begründung der Wahl des Messinstrumentes ... 101
6. 3. 2 Erläuterung der Quizbestandteile ... 102 – 108
6. 3. 2. 1 Das Diagramm ... 102
6. 3. 2. 2 Die zehn Fragen ... 105
6. 3. 3 Die Auswertungsmethode ... 108
6. 3. 4 Sind die ermittelten Daten des Quiz zuverlässig? ... 109
6. 3. 5 Eignet sich das Quiz zur Überprüfung des Vorwurfes des Rechtsextremismus? ... 110
7. Rahmenbedingungen während der Durchführung der Befragung
7. 1 Neck Fracture Party, Oldenburg ... 111
7. 2 Konzertabend im Amadeus, Oldenburg ... 112
7. 3 Summerbreeze Festival, Abtsgmünd ... 114
8. Auswertung und Interpretation der Daten des Fragebogens
8. 1 Erläuterung der Vorgehensweise bei der Auswertung ... 117
8. 2 Veranstaltungsort ... 129
8. 3 Musikstilpräferenzen ... 130
8. 4 Alter ... 134
8. 5 Beruf ... 139
8. 6 Geschlecht ... 149
8. 7 Gründe, aus welchen Black und/ oder Death Metal gehört wird ... 157
8. 8 Religion ... 168
8. 9 Satanismus ... 180
8. 10 Politische Orientierung ... 191
8. 11 Aggression und Gewalt ... 209
8. 12 Auswertung der freiwilligen Anmerkungen ... 221
9. Gesamtinterpretation
9. 1 Zusammenfassung der Ergebnisse des Fragebogens ... 224
9. 2 Woher kommen die Vorwürfe an die Black und Death Metal Szene? ... 229
9. 3 Konsequenzen aus den Vorwürfen für die Black und Death Metal Hörer ... 241
9. 4 Ist Black und Death Metal politische Musik? ... 243
9. 5 Subkulturelle Merkmale der Black und Death Metal Szene ... 249
10. Schlusswort
Zum Abbau von Vorurteilen gegenüber der Black und Death
Metal Szene ... 254
Literatur ... 255
1. Vorwort
1. 1 Entwicklung der Fragestellung
Fundamentalistische christliche Bewegungen, schlecht informierte (Religions-) Lehrer, so manch ein Massenmedien- „Experte“, aber auch Wissenschaftler, nähren meines Erachtens durch eine reißerische Berichterstattungen des Halbwissens in der Öffentlichkeit das Bild einer satanistisch- neonazistischen, gewaltbereiten Black und Death Metal Szene. In Schulreferaten ist so beispielsweise Folgendes zu lesen:
„Von satanistischer Esoterik geprägte Gruppen und Organisationen unserer Zeit streiten das Zelebrieren von schwarzen Messen ab. Im Zuge des wachsenden Interesses der Jugend am Okkultismus gewinnen diese jedoch immer mehr Anhänger. Der Boden für diese Hinwendungsbewegung wird oft von satanistischer Rockmusik, dem sogenannten Black Metal bereitet. Black Metal ist sozusagen ein legales und effektives Mittel zur Verbreitung des Satansglaubens. Hier werden die Texte, welche die christliche Welt verhöhnen, oft rückwärts gesungen um die Allgegenwärtigkeit des Teufels zu verdeutlichen.“1
Solcherlei „Aufklärung“ schürt verständlicherweise die Angst des Normalbürgers, der sich (zu) oft unreflektiert auf die Kompetenz von Medien und öffentlichen Bildungseinrichtungen verlässt.
Ich selbst bewege mich seit mehreren Jahren in der Black und Death Metal Szene. Als fest angestellter Discjockey für alternative Rockmusik in der Oldenburger Discothek Metro habe ich auf Partys, sowie bei vielen Konzerten und Festivals zahlreiche Erfahrungen mit Black und Death Metal Anhängern sammeln können. Ich habe bis heute weder gewalttätige Auseinandersetzungen unter den Hörern miterlebt, noch kristallisierten sich jemals rechtsradikale oder satanistische Einstellungen in Gesprächen mit Black und Death Metal Fans heraus. Im Gegenteil: Ich habe die Anhänger dieser Musik als sehr friedliebende, lebenslustige und unkomplizierte Menschen kennen gelernt. Insofern deckt sich mein persönlicher Eindruck von Black und Death Metal Hörern in keiner Weise mit den Vorwürfen, welche gegenüber den Anhängern häufig in der Öffentlichkeit vertreten werden. Das Thema dieser Magisterarbeit ergibt sich aus genau dieser Diskrepanz.
Fraglich ist nun, ob jemand, der sozusagen musikalisch „vorbelastet“ ist, überhaupt in der Lage ist, neutral in diesem Bereich zu forschen und objektiv über diesen zu berichten. Ich denke, dass dies generell möglich ist.
Natürlich besteht auch bei mir die Gefahr, dass ich die eigene Gruppe, hier die Black und Death Metal Hörer, positiver bewerte als andere Gesellschaftsgruppen. Allerdings ist mir diese Tatsache bewusst und ich habe versucht, mich von subjektiven Einschätzungen zu lösen.
Mein Ziel war es also, mit Hilfe eines objektiven, wissenschaftlichen Instrumentes herauszufinden, ob und inwieweit die Vorwürfe des Satanismus, des Rechtsextremismus und der Gewaltbereitschaft gegenüber der Black und Death Metal Szene gerechtfertigt sind.
1. 2 Struktur der Arbeit
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine überarbeitete Fassung meiner Magisterarbeit. Sie gliedert sich in zehn Kapitel, wobei diese Einleitung bereits als erstes Kapitel gezählt wird.
Im Anschluss wird im zweiten Kapitel die Geschichte der beiden Musikrichtungen Black und Death Metal erläutert. Dabei habe ich eigene inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, die sich an der Themenstellung dieser Arbeit orientieren.
In Kapitel drei bewege ich mich langsam in das zu untersuchende Feld hinein. Anhand informeller Interviews mit einzelnen Bandmitgliedern wird versucht, einen Eindruck über Bandbesetzung, Nutzung der Instrumente, Kompositionsabläufe und Songstrukturen, sprich über die musikalische Struktur von Black und Death Metal zu vermitteln.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit wissenschaftlich- theoretischen Begrifflichkeiten. Grundinformationen, wissenschaftliche Definitionen oder Modelle zu den Themen Satanismus, Rechtsextremismus und Gewalt sollen später dazu beitragen, die aus dem Fragebogen gewonnenen Daten sinnvoll interpretieren zu können.
Im fünften Kapitel beschreibe ich Verhalten, Auftreten, Eigenschaften und Eigenarten der Black und Death Metal Hörer. Aus meinen Beobachtungen werden die zu untersuchenden Hypothesen abgeleitet.
Kapitel sechs beschäftigt sich mit dem methodischen Vorgehen bei der empirischen
Untersuchung.
Kapitel sieben schildert die Rahmenbedingungen während der Durchführung der Befragung.
In Kapitel acht werden die durch den Fragebogen gewonnenen Daten ausgewertet und interpretiert.
Kapitel neun fasst alle wesentlichen Erkenntnisse aus der Fragebogenuntersuchung zusammen. Ferner wird auf offene Fragestellungen eingegangen, die entweder bis dahin noch nicht beantwortet werden konnten oder die sich aus den Daten des Fragebogens erst ergeben haben.
Kapitel zehn beschließt die Arbeit mit einem kurzen Schlusswort.
Anzumerken ist an dieser Stelle außerdem, dass ich bei Geschlechterbezeichnungen sprachökonomisch vorgehen werde und so auf unschöne und vor allem unleserliche Kurzformen, wie z. B. HörerInnen, verzichte. Spreche ich von Black und Death Metal Anhängern, so sind sowohl die weiblichen, als auch die männlichen Anhänger gemeint.
[...]
1 Anonym: Satanismus und Teufelsglaube innerhalb und außerhalb der Kirche. www.klassenarbeiten.de/referate/ religion/allgemein/satanismus.doc (24.11.03)
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