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Scholarly Research Paper, 2005, 57 Pages
Author: Kevin Knecht
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Tags: Joint, Implementation, Projektsimulation, Organisation, Operationalisierung, Instruments, Klimapolitik
Year: 2005
Pages: 57
Grade: 1,6
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-37598-6
ISBN (Book): 978-3-638-89523-1
File size: 6206 KB
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Abstract
So, oder so ähnlich, ist wohl auch der Kenntnisstand der Bevölkerung, wenn man sie auf den Nutzen der Erdatmosphäre anspricht. Vielen scheint die damit verbundene Problematik, dass die Menge der Treibhausgase, allen voran Kohlendioxid (CO2), zu stark angestiegen ist bekannt zu sein. Ursache daür, dass sich die Atmosphäre unnatürlich stark aufheizt sind vor allem Industrie, Haushalte und der Verkehr. Diese Gefahr ist bereits Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts ersichtlich, weshalb 1992 in Rio de Janeiro die sog. Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen gegründet wird und die Grundlage für die weltweiten Anstrengungen zu Bekämpfung der globalen Erwärmung2 bildet. Ziel der Klimarahmenkonvention ist es, die „Stabilisierung der Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre zu erreichen, auf dem eine gefährliche [...] Störung des Klimasystems verhindert wird.“3 Klimaänderungen, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen sind und welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern gilt es, bestmöglich zu minimieren. Die Begeisterung zur Bekämpfung des Klimawandels ist in den meisten Staaten sehr verhalten. Ein Grund hierfür sind die vermuteten hohen Kosten für klimawirksame Maßnahmen, die durch eine wirksame Klimaschutzpolitik die wirtschaftliche Entwicklung behindern würde. Ein durchführbares Instrument, dass zur Erhöhung der Effizienz des Klimaschutzes beitragen soll, ist unter dem Begriff der ’Gemeinsamen Umsetzung’ bzw. ’Joint Implementation’ (JI) bekannt geworden. Ziel der Arbeit ist es, das Forschungsprojekt zu Joint Implementation, welches 1996 vom Umweltbundesamt (UBA) an die ’Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH’ in Auftrag gegeben wurde, in seiner Komplexität und seiner praktischen Anwendung verständlich und zusammengefasst aufzuzeigen. Als Grundlage für diese Betrachtung beschäftigt sich Kapitel 2 zunächst mit der Klimapolitik im Allgemeinen. Das dritte Kapitel widmet sich den Erkenntnissen des Forschungsprojektes bzgl. der Eignung von Maßnahmen bei der Anwendung von Joint Implementation. Kapitel 4 beschreibt die Umsetzung von Joint Implementation anhand eines real simulierten Beispiels und versucht die induktive Anwendung von Joint Implementation zu unterstreichen. Eine Zusammenfassung und abschließende Betrachtung der Thematik, sowie des daraus erzielten, heute merkliche Nutzen erfolgt in Kapitel 5.
Excerpt (computer-generated)
Joint Implementation -
Projektsimulation und Organisation -
Operationalisierung eines neuen
Instruments der internationalen Klimapolitik
Studienarbeit
Prüfung zum Diplom-Betriebswirt (Berufsakademie)
Ausbildungsbereich Wirtschaft
Studiengang Industrie II
Berufsakademie Ravensburg
- staatliche Studienakademie -
von
Kevin Knecht
17. März 2005
Inhaltsübersicht
1 Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung ... 1
1.2 Ziel der Arbeit ... 2
1.3 Hinweise zur Literatur ... 2
2 Allgemeine Grundlagen ... 3
2.1 Begriff und Ziele der Klimapolitik ... 3
2.2 Ursprünge und Definitionen von Joint Implementation ... 3
2.3 Was ist ein Klimaschutzprojekt? ... 5
2.4 Die ökonomische Idee von JI im projektbezogenen Ansatz ... 6
2.5 Ziele des Forschungsprojektes ... 7
3 Die Eignung von Maßnahmen zum Klimaschutz für Joint Implemenation ... 9
3.1 Zusammenfassung klimawirksamer Maßnahmen zu Projekttypen ... 9
3.2 Kriterien für die Bestimmung der JI-Eignung von Projekttypen ... 11
3.2.1 Die Kriterien der ersten Vertragsstaatenkonferenz ... 11
3.2.2. Kriterien aus der wissenschaftlichen und politischen Diskussion ... 13
3.3 Diskussion der JI-Eignung von Projekttypen ... 14
3.3.1 Energiebedingte Emissionen ... 15
3.3.2 Nicht energiebedingte Emissionen ... 17
4 Die Umsetzung von JI in der Zementindustrie am Beispiel der Sanierung bzw. des Ersatzes eines Zementwerkes in der Tschechischen Republik ... 18
4.1 Identifizierung und Darstellung der Prozesse mit zusätzlichem Minderungspotential ... 18
4.2 Referenzfallbestimmung ... 21
4.3 Bestimmung der vermiedenen Emissionen ... 23
4.4 Simulationsbeschreibung ... 24
4.4.1 Tschechische Zementindustrie ... 24
4.4.1.1 Tschechischer Zementmarkt ... 25
4.4.1.2 Tschechische Zementwerke ... 26
4.4.1.3 Verfügbare Brennstoffe ... 28
4.4.1.4 Einsetzbare Zuschlagstoffe ... 28
4.4.2 Die Joint Ventures ... 29
4.4.2.1 Unternehmensstrategie der Heidelberger Zement AG ... 29
4.4.2.2 Optionen für Joint Implementation ... 31
4.4.2.3 Zementwerk Kralav Dvur (KDC) ... 31
4.4.3 Bestimmung der vermiedenen Emissionen ... 34
4.5 JI-Eignung und -Übertragbarkeit der Ergebnisse ... 35
4.5.1 Übertragbarkeit auf die Zementindustrie im allgemeinen ... 35
4.5.2 Übertragbarkeit auf andere Produktionsprozesse der Grundstoffindustrie ... 36
5 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung ... 37
Abbildungsverzeichnis ... IV
Abkürzungsverzeichnis ... V
Anhang ... VI
Glossar ... IX
Inhaltsübersicht ... II
Literaturverzeichnis ... XIII
Quellenverzeichnis ... XII
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Projektzyklus im Klimaschutz ... 6
Abbildung 2: Minimierung der Vermeidungskosten mit zwei Partnern ... 7
Abbildung 3: Projekttypen nach Jepma ... 10
Abbildung 4: Projekttypen nach IPCC ... 10
Abbildung 5: JI-Projekttypen, abgeleitet und hoch aggregiert ... 11
Abbildung 6: Eignung von Projekttypen für JI: Auswahlkriterien ... 14
Abbildung 7: Klassifizierung von JI-Projekten in der Zementindustrie und Zuordnung ... 22
Abbildung 8: Zementverbrauch Tschechische Republik von 1960 bis 1995 ... 25
Abbildung 9: Zementwerke in der Tschechischen Republik ... 27
Abbildung 10: Aufteilung der Produktionskapazitäten auf die einzelnen Werke in der tschechischen Republik ... 27
Abbildung 11: Bisherige Optimierungsergebnisse (KDC) ... 31
Abbildung 12: CO2-Emissionen im Fall KDC (t CO2/t Zement) ... 34
Abbildung 13: Umweltschutzausgaben ... 38
Abkürzungsverzeichnis
a ... Jahr
AIJ ... Activities Implemented Jointly
BMU ... Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
bzw. ... beziehungsweise
ca. ... circa
CDM ... Clean Development Mechanism
CH4 ... chemische Bezeichnung für: Methan
CO2 ... chemische Bezeichnung für: Kohlendioxid
COP ... Conference of the Parties
DEHSt ... Deutsche Emissionshandelsstelle
d.h. ... das heisst
EU ... Europäische Union
FCCC auch: ... UNFCCC
FCKW ... Fluorchlorkohlenwasserstoff
GHG ... Greenhouse Gas
GJ ... Gigajoule
GuV ... Gewinn- und Verlustrechnung
IKARUS ... Instrumente für Klima-Reduktions-Strategien
IPCC ... Intergovernmental Panel on Climate Change
JI Joint ... Implementation
JIKO ... Joint Implementation Koordinierungsstelle
KDC ... Zementunternehmen Kraluv Dvur
kg ... Kilogamm
kJ ... Kilojoule
kWh ... Kilowattstunde
OECD ... Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
PDD ... Project Design Document
PGC ... Zementunternehmen Pragocement
t ... Tonne
u.a. ... unter anderem
UBA ... Umweltbundesamt
UdSSR ... Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
UNFCCC ... United Nation Framework Convention on Climate Change
vgl. ... vergleiche
Zem. ... Zement
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
„Unsere Atmosphäre ist ein kleines Wunderwerk der Natur. Sie enthält die sogenannten Treibhausgase, die wie ein Schutzschild den Erdball umgeben und verhindern, dass die von der Erde kommende Wärme ins All entweicht.
Ohne die Treibhausgase wäre es auf der Erde bitterkalt.“1
So, oder so ähnlich, ist wohl auch der Kenntnisstand der Bevölkerung, wenn man sie auf den Nutzen der Erdatmosphäre anspricht. Vielen scheint die damit verbundene Problematik, dass die Menge der Treibhausgase, allen voran Kohlendioxid (CO2), zu stark angestiegen ist bekannt zu sein. Ursache daür, dass sich die Atmosphäre unnatürlich stark aufheizt sind vor allem Industrie, Haushalte und der Verkehr. Diese Gefahr ist bereits Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts ersichtlich, weshalb 1992 in Rio de Janeiro die sog. Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen gegründet wird und die Grundlage für die weltweiten Anstrengungen zu Bekämpfung der globalen Erwärmung2 bildet. Ziel der Klimarahmenkonvention ist es, die „Stabilisierung der Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre zu erreichen, auf dem eine gefährliche [...] Störung des Klimasystems verhindert wird.“3 Klimaänderungen, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen sind und welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern gilt es, bestmöglich zu minimieren.
Die Begeisterung zur Bekämpfung des Klimawandels ist in den meisten Staaten sehr verhalten. Ein Grund hierfür sind die vermuteten hohen Kosten für klimawirksame Maßnahmen, die durch eine wirksame Klimaschutzpolitik die wirtschaftliche Entwicklung behindern würde. Ein durchführbares Instrument, dass zur Erhöhung der Effizienz des Klimaschutzes beitragen soll, ist unter dem Begriff der ’Gemeinsamen Umsetzung’ bzw. ’Joint Implementation’ (JI) bekannt geworden.
1.2 Ziel der Arbeit
Ziel der Arbeit ist es, das Forschungsprojekt zu Joint Implementation, welches 1996 vom Umweltbundesamt (UBA) an die ’Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH’ in Auftrag gegeben wurde, in seiner Komplexität und seiner praktischen Anwendung verständlich und zusammengefasst aufzuzeigen.
Als Grundlage für diese Betrachtung beschäftigt sich Kapitel 2 zunächst mit der Klimapolitik im Allgemeinen. Das dritte Kapitel widmet sich den Erkenntnissen des Forschungsprojektes bzgl. der Eignung von Maßnahmen bei der Anwendung von Joint Implementation. Kapitel 4 beschreibt die Umsetzung von Joint Implementation anhand eines real simulierten Beispiels und versucht die induktive Anwendung von Joint Implementation zu unterstreichen.
Eine Zusammenfassung und abschließende Betrachtung der Thematik, sowie des daraus erzielten, heute merkliche Nutzen erfolgt in Kapitel 5.
1.3 Hinweise zur Literatur
Da diese Arbeit ein konkretes Forschungsprojekt und deren Ergebnisse behandelt, stützt sie sich im Wesentlichen auf den Forschungsbericht 104 01 101 im Register UBA-FB- 97-040 des Umweltbundesamtes. Daher werden als ergänzende Literatur Pressemitteilungen und Zeitschriftenartikel bzw. -aufsätze herangezogen, die sich mit dem Thema Joint Implementation und Klimapolitik beschäftigen.
Für die makroökonomischen theoretischen Grundlagen wird Mankiw herangezogen. Aktuelle Zahlen und Statistiken zum Thema Umweltschutzmaßnahmen finden sich in Online-Quellen des Statistischen Bundesamtes.
2 Allgemeine Grundlagen
2.1 Begriff und Ziele der Klimapolitik
Wegen der weltweiten Verursachung der Klimaerwärmung ist ein wirksamer Klimaschutz nur möglich, wenn möglichst alle Staaten - und insbesondere die hauptverantwortlichen Industriestaaten - ihre nationale Verantwortung wahrnehmen. Das setzt im internationalen Wettbewerb der Volkswirtschaften jedoch unbedingt eine langfristige Kooperation und faire Verantwortungsteilung voraus. In diesem Sinne wurde auf dem "Umwelt-Gipfel" in Rio 1992 eine globale Klimarahmenkonvention mit dem Ziel die Konzentration der Treibhausgase auf einem Niveau zu stabilisieren, das eine Störung des Klimasystems verhindert, verabschiedet. Dieses Niveau soll zudem in einem Zeitraum erreicht werden, der gewährleistet, dass die Ökosysteme sich auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können und dass die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird und eine nachhaltige Entwicklung möglich bleibt. Die Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen müssen alle relevanten Verursachungsbereiche erfassen, wobei besonders auf die Bereiche Industrie und Energiewirtschaft, private Haushalte, Verkehr, Land- und Forst- sowie Abfallwirtschaft als Hauptquellen der CO2-Emissionen einzuwirken ist.4 Dies sollte durch allgemeine sektorübergreifende und zugleich durch sektorspezifische Maßnahmen geschehen.
[....]
1 BMU – Kurzinfo Klimaschutz
2 Vgl. Netinform - Glossar
3 Netinform - Glossar
4 Vgl. BMU, 2004 – Klimaschutz
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