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Details

Veranstaltung: Wirtschaftspolitisches Seminar
Institution/Hochschule: Hochschule Pforzheim
Tags: Theorien, Währungsräume, Wirtschaftspolitisches, Seminar
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 26
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 226 KB
Archivnummer: V38588
ISBN (E-Book): 978-3-638-37599-3

Textauszug (computergeneriert)

Theorien optimaler Währungsräume

von: Maja Plasaj und Julijana Franjic

 


INHALTSVERZEICHNIS

1 Einleitung 4

2 Begriffsbestimmung optimaler Währungsraum  5

3 Traditionelle Kriterien optimaler Währungsräume bei mikroökonomischen Störungen 6

3.1 Der Ansatz von Mundell  6

3.1.1 Das Modell  7
3.1.2 Kritik an Mundells Modell  9

3.2 Der Ansatz von McKinnon 11

3.2.1 McKinnons Modellaufbau 11
3.2.2 Kritik an McKinnons Modell 13

3.3 Der Ansatz von Kenen 14

3.3.1 Kenens Modellaufbau 14
3.3.2 Kritik an Kenens Modell  15

3.4 Der Ansatz von Ingram 17

3.4.1 Ingrams Modell 17
3.4.2 Kritik an Ingrams Modell 18

4 Kosten-Nutzen-Konzept 19

4.1 Kosten einer Währungsunion  20
4.2 Nutzen einer Währungsunion 22

5 Optimale Währungsräume im alten und neuen Umfeld 23

6 Literaturverzeichnis 25


 

1 Einleitung

Bei der Diskussion um die Theorie optimaler Währungsräume handelt es sich um die Bestimmung einer optimalen räumlichen Ausdehnung eines Gebietes mit einer einheitlichen Währung. Die Theorie optimaler Währungsräume entstand Anfang der 60er Jahre. Aufbauend auf den Ansätzen von Robert A. Mundell, Roland D. McKinnon, Peter B. Kenen und James C. Ingram beschäftigte diese Thematik die Wirtschaftswissenschaft bis in die 70er Jahre hinein. Danach wurde es etwas ruhiger um dieses Thema. Wieder neu belebt wurde die Theorie optimaler Währungsräume erst in den späten 80er bzw. Anfang der 90er Jahre. Dazu hat vor allem eine neuere Entwicklung in der makroökonomischen Theorie ihren Beitrag geleistet. Die ursprünglichen Ansätze haben nicht an Bedeutung verloren, jedoch wurden mit der Aufgabe eines langfristigen Trade-offs zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit potentielle Kostenaspekte eines Beitritts zu einer Währungsunion in Frage gestellt. Ferner gaben die im Jahre 1991 beschlossenen Verträge von Maastricht konkrete Schritte zur Vollendung der monetären Integration in Europa bereits in unmittelbar absehbarer Zukunft vor.1

Die Abgrenzung der oben erwähnten optimalen Ausdehnung eines Gebietes wird mit Hilfe festgelegter Kriterien bestimmt, welche determinieren sollen, inwiefern Gebiete mit ursprünglich eigenen Währungen, zur Einführung einer gemeinsamen Währung geeignet sind. Ziel der vorliegenden Arbeit soll sein, einen Überblick über die Grundgedanken dieser Theorie zu geben und einige Probleme, Beispiele und Schlussfolgerungen vorzustellen.

2 Begriffsbestimmung optimaler Währungsraum

Unter einem Währungsraum versteht man ein geographisches Gebiet, in dem entweder eine einheitliche Währung oder mehrere Währungen mit unwiderruflich fixierten Wechselkursen als offizielles Zahlungsmittel gelten. Bei der Bestimmung eines optimalen Währungsraumes stellt sich die Frage nach der Wahl des Wechselkurssystems bzw. die Überlegung zwischen einem System fester oder flexibler Wechselkurse. Welches System am meisten adäquat erscheint, hängt zum einen mit der Gewährleistung der effizientesten Ressourcenallokation, zum anderen mit dem besten Schutz der heimischen Volkswirtschaft vor externen und internen Schocks zusammen. Wenn jedes der beiden Wechselkurssysteme nur eine der Forderungen erfüllt, wird dieses Optimierungsproblem durch eine Verbindung der beiden Systeme gelöst. Die Theorie optimaler Währungsräume führt diese Verbindung in räumlicher Hinsicht durch. Innerhalb eines Währungsraumes werden die Wechselkurse endgültig fixiert, während gegenüber der Außenwelt flexible Wechselkurse herrschen.2 Im Folgenden wird nicht immer zwischen einem System fixer Wechselkurse und einer Währungsunion mit einheitlicher Währung unterschieden. Es sei denn, es kommt ausdrücklich auf eine Differenzierung im gegebenen Zusammenhang an.

3 Traditionelle Kriterien optimaler Währungsräume bei mikroökonomischen Störungen

Die Diskussion über optimale Währungsräume wurde 1961 mit einem Beitrag von Mundell eingeleitet. Später folgten die Ausführungen von McKinnen (1963), Kenen (1969) und Ingram (dieses Kriterium lässt sich nicht, wie die vorigen, eindeutig auf eine Publikation festlegen), die ebenso wie Mundell, optimale Währungsräume mit gewissen Kriterien bestimmen wollten. Die Vorstellung der Kriterien erfolgt chronologisch geordnet, da sie teilweise aufeinander Bezug nehmen und die Entwicklung der jeweiligen Umstände sowie den Stand der ökonomischen Theorie zu den gegebenen Zeitpunkten wiedergeben. Allen traditionellen Ansätzen zur Abgrenzung optimaler Währungsräume ist gemeinsam, dass sie im keynesianischen Modellrahmen abgeleitet wurden und somit auch nur in keynesianischen Modellen gelten.

3.1 Der Ansatz von Mundell

Im Jahr 1961 veröffentlicht Mundell sein Buch „A Theory of Optimum Currency Areas“. Neben dem Gedanken, dass die Wahl zwischen festen und flexiblen Wechselkursen abhängig von den ökonomischen Gegebenheiten eines Landes ist, definiert Mundell ausführlich ein Kriterium zur Abgrenzung von optimalen Währungsräumen.3 Das Mundell′sche Kriterium betont die Faktormobilität. Er differenziert dabei aber nicht zwischen den Faktoren Kapital und Arbeit. Jedoch deuten seine Ausführungen darauf hin, dass er sich insbesondere auf die Mobilität der Arbeitskräfte bezieht.4

3.1.1 Das Modell

[...]


1 Vgl. Tavlas (1993b), S. 663.

2 Vgl. Revelas (1980), S. 15ff.

3 Vgl. Revelas (1980), S. 22.

4 Vgl. Fischer (1973), S. 14ff.

Kommentare

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