Regionale Disparitäten als Integrationsproblem der EU

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Details
Autor: Timo de Beer
Fach: Politik - Int. Politik - Thema: Europäische Union
Veranstaltung: Probleme der EU-Integration. Politische, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte
Institution/Hochschule: Universität Lüneburg (Institut für Europastudien und Politik)
Jahr: 2000
Seiten: 38
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 612 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12389-1
Textauszug (computergeneriert)
Universität Lüneburg Lüneburg, 21.Juni 2000
FB II Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Referatsausarbeitung
Regionale Disparitäten als
Integrationsproblem in der EU
Seminar:
Probleme der EU-Integration. Politische, wirtschaftliche und
rechtliche Aspekte
SS 2000
Referenten: Timo de Beer
Inhaltsverzeichnis:
1 EINLEITUNG ... 3
1.1 Was sind Regionen? ... 3
1.2 Einteilung der Regionen in der EU ... 4
2. DISPARITÄTEN ... 5
2.1 Dimensionen regionaler Disparitäten ... 6
2.2 Bevölkerungsentwicklung und -struktur ... 7
2.3 Regionale Wachstumstendenzen ... 8
2.4 Arbeitslosigkeit ... 11
2.5 Einordnungsmöglichkeiten der Regionen ... 12
3. REGIONALISIERUNG UND EUROPÄISCHE INTEGRATION ... 16
3.1 Ziel der europäischen Integrationspolitik ... 16
3.2 Probleme durch regionale Disparitäten ... 16
3.3 Ansätze für den Abbau regionaler Disparitäten in der EU ... 17
3.3.1 Strukurpolitsche Maßnahmen ... 18
3.3.2 Interessenvertretung der Gemeinden und Regionen in Europa ... 24
4. AKTUELLER BEZUG ... 26
4.1 Auswirkungen des EU–Integrationsprozesses auf den deutschen Föderalismus ... 26
4.1.1 Mitwirkungsrechte und Eigenständige Aktivitäten der Länder auf EU-Ebene ... 27
4.1.2 Maastrichter Vertrag (1993) und seine Konsequenzen für die deutschen Länder ... 29
4.2 Die EU-Osterweiterung ... 31
5. FAZIT ... 34
6. ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... 36
7. TABELLENVERZEICHNIS ... 36
8. LITERATURVERZEICHNIS ... 37
1 Einleitung
Die wirtschaftlichen und sozialen Differenzen innerhalb der Europäischen Union sind teilweise beträchtlich. Die strukturellen Probleme werden durch die großen Einkommensabstände zwischen den einzelnen Regionen und erhebliche Beschäftigungsprobleme verdeutlicht. Die politische Integration der EU könnte langfristig durch die soziale und wirtschaftliche Desintegration gefährdet werden. Daher gewinnt die Regionalpolitik in der EU zunehmend an Bedeutung, mehr als 150 Mrd. € werden pro Jahr an regionalen Fördermitteln ausgeschüttet. Das Problem der regionalen Disparitäten für den Integrationsprozeß der EU wird in dieser Arbeit dargestellt.
1.1 Was sind Regionen?
Der Begriff der Region wird allgemein durch zwei Dimensionen definiert. Zum einen bezieht er sich stets auf einen homogenen Raum. Diese Homogenität beinhaltet die folgenden vier Kategorien1:
- Physisch-geographische Gegebenheiten, die ein Gebiet zu einer geographischen Region machen, z.B. eine Insel wie Sizilien
- Ethnische, sprachliche, kulturelle oder religiöse Gemeinsamkeiten der Bevölkerung eines bestimmten Territoriums
- Gemeinsame Vergangenheit
- Ökonomische Strukturen, die ein Territorium prägen, z.B. Bergbauregionen
Das Zusammentreffen mehrerer Dimensionen verstärkt die regionale Identität noch zusätzlich. Zum zweiten wird ein solch homogener Raum stets im Bezug auf eine übergeordnete territoriale Einheit, in der Regel einen Nationalstaat definiert. Darüber hinaus existieren noch zahlreiche weitere Definitionen des Regionsbegriffs, im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird allerdings die EU-Einteilung in sog. NUTS-Regionen (siehe Kapitel 1.2) übernommen.
1.2 Einteilung der Regionen in der EU
Bemerkenswert ist, daß die EU, obwohl sie den Begriff der Region häufig verwendet, keine eigene Regionsdefinition besitzt. Der Grund für das Fehlen eines einheitlichen Regionsbegriffs ist der, daß die Regionen aufgrund ihrer unterschiedlichen bzw. fehlenden Kompetenzenausstattung als eigenständige Basiseinheiten und Träger der Politik der EU nicht in Frage kommen.
Für statistische Zwecke sowie in der Regionalpolitik bezieht sich die Gemeinschaft auf die sog. NUTS2 - Einteilung. Diese Einteilung orientiert sich an den vorgegebenen Untergliederungen der Nationalstaaten, stimmt allerdings nicht immer zwingend mit diesen überein. So sind beispielsweise stets mehrere französische Departements zu einer NUTS-1-Region zusammengefaßt. Diese Einteilung des Gemeinschaftsgebiets ist hierarchisch in drei Ebenen (NUTS-1, NUTS-2, NUTS-3) aufgeteilt. Die Mitgliedsstaaten bilden dabei die Ebene NUTS-0 (vgl. Tabelle 1).
[...]
1 Vgl.: Hrbek, Weyand, Europa der Regionen, S. 15 ff.
2 Die Abkürzung NUTS ist aus dem Französischen abgeleitet: Nomenclature des unités territoriales statistiques
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