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Autor: Monika Wehner
Fach: Soziologie - Medien, Kunst, Musik
Details
Tags: Kulturkritik, Frankfurter, Schule, Konzept, Cultural, Studies
Jahr: 2002
Seiten: 19
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 146 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-37714-0
Textauszug (computergeneriert)
Technische Universität Braunschweig
Institut für Sozialwissenschaften
Proseminar: Medien- und Kommunikationssoziologie
Die Kulturkritik der Frankfurter Schule und das
medienanalytische Konzept der Cultural Studies
von: Monika Wehner
Inhalt
Einleitung 2
1.0 Forum und Arena 3
2.0 Das Internet als neues Medium mit Forum und Arena 4
2.1 Neue Perspektiven für eine Gegenöffentlichkeit 4
2.2 Politische Chats 6
2.3 Bürgernahe Politik 7
2.4 Die Rolle der Massenmedien 8
3.0 Die Internet-Infrastruktur 9
4.0 Der Umgang mit dem Internet – zwischen Kommerz und Urheberrechtsverletzungen 11
4.1 Microsoft und AOL Time Warner 11
4.2 Die Open-Source-Bewegung 13
4.3 Die Peer-to-Peer-Vernetzung 14
5.0 Fazit aus demokratie-politischer Perspektive 15
Literaturverzeichnis 18
Einleitung
Ausgehend von der Beobachtung, dass vielen Menschen die Politik, oder zumindest, wie sie über die Massenmedien wahrgenommen wird, zunehmend unglaubwürdig erscheint, müssen diese Medien auf ihren Gebrauchswert hinsichtlich ihrer Aufgabe, demokratisch und meinungsbildend zu wirken, geprüft werden. Mit dem weiteren Massenmedium Internet sind neue Kommunikationsformen entstanden, die Hoffnungen auf höherwertige politische Auseinandersetzung und bessere Partizipation des Einzelnen aufkeimen lassen. In dieser Arbeit soll es darum gehen, den Unterschied zwischen der Kommunikation herkömmlicher Massenmedien und der des immer bedeutsamer werdenden Internets zu verdeutlichen. Wie können diese Medien zur öffentlichen Meinungsbildung eingesetzt werden? Bietet das Internet neue Perspektiven für die Politik? Welche aktuellen Entwicklungen bestärken Hoffnungen auf mehr Demokratie durch das Internet, welche stehen ihnen entgegen? Dazu wird im ersten Teil eine kommunikationswissenschaftliche Unterteilung von Öffentlichkeit in Forum und Arena als Basis für die folgende Auseinandersetzung gemacht. Es folgt eine auf Forum und Arena basierende Betrachtung des Internets und die daraus resultierenden veränderten Bedingungen für herkömmliche Massenmedien.
Im dritten Abschnitt wird kurz die technische Infrastruktur des Internets beleuchtet, während dann im vierten Teil konkrete Umgangsformen an einigen Beispielen genannt werden und was Entwicklungen zwischen Kommerz und Urheberrechtsverletzungen aus demokratiepolitischer Sicht bedeuten. Mit dem letzten Block schließt sich eine Zusammenfassung unter demokratischem Fokus an, die zuvor genannten Aspekte werden bewertet. Es soll hier nicht darum gehen, die unterschiedlichen Nutzungsformen des Internets unter dem Fokus der Bedürfnisse der User darzustellen und diese zu bewerten. Ziel ist es vielmehr auch auf technischer Ebene die veränderten Bedingungen einer Öffentlichkeit aufzuzeigen und wie auf diese von Seiten der Wirtschaft regiert wird und wie sie für die Politik nutzbar gemacht werden können.
1.0 Forum und Arena
Für diesen Zusammenhang soll eine in der Kommunikationswissenschaft vorgenommene Unterteilung von Öffentlichkeit in Forum und Arena erklärt und übernommen werden, da beide Bereiche mit ihren Kommunikationsmodi, so die hier vertretene These, für die Qualität politischer Öffentlichkeit ihren Teil beitragen. Unter Forum versteht man einen dem Marktplatz ähnlichen offenen Kommunikationsraum, bei dem die Teilnehmer der Kommunikation gleichberechtigt sind und es auch keine festgelegten Themen gibt. Es besteht also die Möglichkeit zur face-to-face- oder auch many-to-many-Kommunikation. Die Kommunikation im Forum ist sehr dynamisch, da die Teilnehmerzahl nahezu unbegrenzt ist und dem Einzelnen alle kommunikativen Möglichkeiten von Beobachten über Kommentieren bis selbst ein Thema setzen zukommen. Auch eine institutionelle Einschränkung, wie die Vorgabe eines zeitlichen Rahmens, findet nicht statt. „Das Publikum definiert sich also ständig neu, es gibt ein Kommen und Gehen, Aufmerksamkeiten werden anders verteilt, Gesprächskreise konstituieren sich“ (Plake/Jansen/Schuhmacher 2001, S. 30).
Im Unterschied dazu wird unter Arena ein Ort verstanden, an dem Kommunikation veranstaltet wird, ähnlich einem Theater oder einer Podiumsdiskussion. Die Teilnehmerzahl ist meist begrenzt und die Themen sowie der zeitliche Rahmen festgelegt. Die Teilnehmer sind nicht gleichberechtigt, eine Unterteilung in Zuschauer und Kommunikatoren findet statt. Diese Trennung rechtfertigt sich meist über eine höhere Sachkompetenz bezüglich des diskutierten Themas auf Seiten der Kommunikatoren. Wortbeiträge werden begrenzt zugelassen, die Auswahl findet von Seiten der Veranstalter statt (vgl. Plake/Jansen/Schuhmacher 2001, S. 31). Es dominiert also eine one-to-many-Kommunikation, während ein Austausch über manyto- many-Kommunikation so gut wie unmöglich bleibt. Laut der von unter anderem Jürgen Habermas begründeten Theorie stehen sich also zwei Dimensionen von Öffentlichkeit gegenüber: Die eine konstituiert sich in der Zivilgesellschaft, die andere durch bestimmte Interessen, vor allem politischer und ökonomischer Art. Es existiert also eine von Apparaten und Institutionen wie den klassischen Medien relativ unabhängige (Forum) und eine von Experten inszenierte (Arena) Öffentlichkeit (vgl. Plake/Jansen/Schuhmacher 2001, S. 37).
2.0 Das Internet als neues Medium mit Forum und Arena
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