Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Steffanie Rosenhahn
Fach: Pädagogik - Schulpädagogik
Details
Institution/Hochschule: Universität Potsdam (Institut für Grundschulpädagogik)
Tags: Soziales, Lernen, Grundschule, Seminar, Traditionelle, Erziehungsaufgaben, Grundschule
Jahr: 2002
Seiten: 8
Note: keine
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 152 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12399-0
Textauszug (computergeneriert)
Soziales Lernen in der Grundschule
Steffanie Rosenhahn
Seminar: Traditionelle und aktuelle Erziehungsaufgaben von Grundschule
Inhalt:
1. Einführung
2. Wie geschieht soziales Lernen
3. Ziele des sozialen Lernens
4. Interaktionsspiele als eine Möglichkeit, soziales Lernen zu fördern
1. Einführung
Dem sozialen Lernen kommt in unserer heutigen Zeit eine große Bedeutung zu, denn Veränderungen in der Entwicklung der Kinder haben häufig zu ernstzunehmenden Problemen, die sich im täglichen Miteinander der Kinder ergeben, geführt. Besonders deutlich werden diese natürlich in der Schule, da die Schüler hier mit Gleichaltrigen und Erwachsenen zusammen lernen, arbeiten und leben.
Petillon führt in seinem Buch ,,Soziales Lernen in der Grundschule"1 eben solche Veränderungen der Kindheit auf, die sich auf die Sozialentwicklung der Kinder meist negativ auswirken:
- Kinder müssen sich weniger ernsthaft auf Verantwortung fordernde und existentiell bedeutsame Lebenssituationen einlassen
- Wandel der Aneignungsweisen der Kinder - weniger selbsttätig, sondern mehr ,,konsumierend und mediatisiert"2
- Gesellschaftliche Isolierung der Familie → Verengung des sozialen Erfahrungsraumes
- Rollenübernahme und Verhaltenstraining in der Familie bereiten nur sehr begrenzt auf Rollen außerhalb der Familien vor
- Viele Einzelkinder → daher keine Unterstützung und Hilfe von anderen Kindern in der Familie
- Eltern setzen weniger Grenzen und passen sich dem Kind eher an → weniger Übung im Umgang mit Konflikten, Widerstand und Frustration
- Spielräume sind oft vorstrukturiert → wenig Möglichkeiten für eigene Kreativität
- Verinselung des Lebensraumes → keine unmittelbare, unorganisierte, selbsttätige Raumaneignung möglich, sondern Raumaneignung von Erwachsenen organisiert und kontrolliert → keine selbstständigen sozialen Erfahrungen
- ,,Fernsehkindheit" → weniger soziale Kontakte und Realitätsverluste
- Förderung von aggressiven Verhalten durch Medien (z.B. Videospiele)
Da sich das Sozialverhalten im außerschulischen Bereich, wie eben aufgeführt, enorm verändert hat, hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Schule. In Befragungen wurde festgestellt, dass die Kinder heutzutage stärker auf sich selbst bezogen sind und der Zusammenhalt von Gruppen häufig ganz verschwunden ist. Mehr Kinder als früher zeigen ein aggressives Verhalten und immer mehr haben Kontaktprobleme. Sich an andere anzupassen und sich in sie hineinzuversetzen sowie kompromissbereit zu sein, haben viele noch nicht gelernt.
Solche und weitere erschreckenden Feststellungen zeigen deutlich, wie wichtig und notwendig es ist, soziales Lernen als eine wichtige Aufgabe pädagogischer Arbeit in der Grundschule zu sehen.
[...]
1 Petillon, H.: Soziales Lernen in der Grundschule. Anspruch und Wirklichkeit, Frankfurt am Main, 1993
2 Begriffe von Büchner (1985); aus: Petillon, S.5
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: