Scholary Paper (Seminar), 2005, 36 Pages
Author: Dipl. Wirtsch.-Ing. Tihomir Merkler
Subject: Industrial Engineering and Management
Details
Institution/College: Heilbronn University
Tags: Risiken, Außenhandel, Unternehmenssteuerung, Controlling
Year: 2005
Pages: 36
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-37817-8
File size: 540 KB
Angesichts der aktuellen Konjunkturstagnation auf dem deutschen Markt, bietet der Außenhandel überproportionale Wachstumsraten. Dass die Aufnahme oder Ausweitung internationaler Geschäftsbeziehungen, allen Chancen zum Trotz, eine sorgfältige Planung der zukünftigen Aktivitäten voraussetzt, zeigt die aktuelle Insolvenzentwicklung in Europa.
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Risiken im Außenhandel
von: Tihomir Merkler
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINFÜHRUNG 6
2 DER AUßENHANDEL 7
2.1 DEFINITION DES BEGRIFFS AUßENHANDEL 7
2.2 DIE GRUNDFORMEN DES AUßENHANDELS 8
2.2.1 Export 8
2.2.1.1 Direkter Export 8
2.2.1.2 Indirekter Export 9
2.2.2 Import 9
2.2.2.1 Direkter Import 9
2.2.2.2 Indirekter Import 10
2.2.3 Transithandel 11
2.3 DAS AUßENWIRTSCHAFTLICHE AKTIONSFELD 12
3 RISIKEN IM INTERNATIONALEN HANDEL 13
3.1 POLITISCHE RISIKEN 13
3.1.1 Zahlungsverbotsrisiko 14
3.1.2 Moratoriumsrisiko 14
3.1.3 Konvertierungsrisiko 14
3.1.4 Transferrisiko 15
3.1.5 Handelsembargos 15
3.2 WIRTSCHAFTLICHE RISIKEN 15
3.2.1 Standortrisiken 16
3.2.2 Preisrisiken 16
3.2.3 Vertragsrisiko 16
3.2.4 Transportrisiken 17
3.2.5 Qualitätsrisiken 18
3.2.6 Wechselkurs- und Währungsrisiken 18
3.2.7 Lieferungs- und Annahmerisiko 19
3.2.8 Zahlungsrisiko (Schuldnerrisiko) 19
4 RISIKOMINDERUNG IM AUßENHANDEL 20
4.1 VERTRAGSGESTALTUNG 20
4.1.1 Hilfsmittel für die Vertragsgestaltung 20
4.1.2 Incoterms 21
4.1.3 Weitere internationale Vertragsmuster 23
4.2 RECHTSWAHL BEI INTERNATIONALEN GESCHÄFTEN 24
4.3 ZAHLUNGSSICHERUNG IM AUßENHANDEL 24
4.3.1 Zahlungsbedingungen 24
4.3.2 Arten der Zahlungsbedingungen 25
4.3.2.1 Vorauskasse 25
4.3.2.2 Einfache Rechnung 25
4.3.2.3 Akkreditiv 26
4.3.2.4 Dokumenteninkasso 30
5 ZUSAMMENFASSUNG 32
ANHANG 33
LITERATURVERZEICHNIS 36
VERZEICHNIS VON INTERNETQUELLEN 37
1 Einführung
Angesichts der aktuellen Konjunkturstagnation auf dem deutschen Markt, bietet der Außenhandel überproportionale Wachstumsraten. Dass die Aufnahme oder Ausweitung internationaler Geschäftsbeziehungen, allen Chancen zum Trotz, eine sorgfältige Planung der zukünftigen Aktivitäten voraussetzt, zeigt die aktuelle Insolvenzentwicklung in Europa. Die Abwicklung solcher internationaler Geschäfte stellt gleichzeitig ein erhebliches Risiko für beide Vertragsparteien, den Importeur und den Exporteur, dar. Der Exporteur ist an erster Stelle daran interessiert, dass der Eingang der vertraglich vereinbarten Zahlungen fristgerecht passiert; der Importeur hat im Wesentlichen Interesse daran, dass die Ware und mögliche Dienstleistungen in vertraglich vereinbarter Qualität fristgerecht geliefert oder erbracht werden.
Neben einer erfolgreichen Marketingstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte und der Errichtung funktionsfähiger Vertriebskanäle, sollte deshalb die Minimierung der finanziellen Risiken in jedem international tätigen Unternehmen an erster Stelle stehen. Welche typischen Risiken und Schwierigkeiten es im Außenhandel gibt, und welche Möglichkeiten es gibt, um diese auszuschließen oder zumindest zu minimieren, wird in dieser Arbeit zeigt.
2 Der Außenhandel
Seit dem 01.05.2004 hat die EU ihre Tore nach Osten geöffnet und hat neben Malta und Zypern gleich die acht mittel- und osteuropäische Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn als neue Mitglieder aufgenommen. Die deutsche Wirtschaft ist seit jeher eng mit der Weltwirtschaft verflochten und hat ihr Außenhandelsvolumen innerhalb des letzten Jahrzehnts auf insgesamt ein Drittel vom Gesamtumsatz verdoppeln können. Neben der EU-Osterweiterung bieten aber auch die Öffnung bisher verschlossener Märkte wie z.B. China und die Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion gute Geschäftsaussichten für deutsche Unternehmen. Angesichts der aktuellen Konjunkturstagnation auf dem deutschen Markt, bietet der Außenhandel überproportional hohe Wachstumsraten. Dass die Aufnahme oder Ausweitung internationaler Geschäftsbeziehungen trotz guter Chancen eine sorgfältige Planung der zukünftigen Aktivitäten voraussetzt, zeigt die momentane Insolvenzentwicklung in Europa. Neben einer erfolgreichen Marketingstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte und der Errichtung funktionsfähiger Vertriebskanäle, ist es notwendig, dass die Minimierung der finanziellen Risiken an erster Stelle steht.1 Welche typischen Risiken und Schwierigkeiten ein Unternehmen im Außenhandel zu überwinden hat, werden in dieser Arbeit erläutert.
2.1 Definition des Begriffs Außenhandel
„Der Außenhandel als betriebliche Außenwirtschaft umfasst alle betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten bei der Unterhaltung von wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland auf der Grundlage des grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehrs sowie von Rechtsübertragungen.“2 Man unterscheidet zwischen Außenhandel im engeren Sinne, im weiteren Sinne und dem Gemeinschaftshandel. Unter Außenhandel im weiteren Sinne versteht man den gewerbsmäßigen Waren- und Dienstleistungsverkehr über die Staatsgrenzen hinaus. Außenhandel im engeren Sinne ist der gewerbsmäßige Austausch von Waren- und Dienstleistungen über die Grenzen eines Gemeinschaftsgebietes (z.B. EULänder) hinaus. Der Gemeinschaftshandel umfasst den gewerbsmäßigen Austausch innerhalb eines Gemeinschaftsgebietes (z.B. innerhalb der EU).3
2.2 Die Grundformen des Außenhandels
Der Außenhandel wird in die drei Grundformen Import, Export und der Transithandel gegliedert. Neben diesen Grundformen gibt es noch einige Sonderformen. Dazu zählen der Veredelungsverkehr, die Lizenzfertigung, die Kooperation, die Direktinvestitionen, die Kompensationsgeschäfte und die Auslandsprojektgesellschaften. 4 Diese Sonderformen werden in dieser Arbeit aufgrund des Umfangs nicht weiter berücksichtigt.
2.2.1 Export
„Export ist die grenzüberschreitende Bereitstellung von wirtschaftlichen Leistungen an das Ausland.“5 Da dies direkt oder über Zwischenhändler geschehen kann, wird zwischen dem direkten und dem indirekten Export unterschieden (Vgl. Abb. 1).
2.2.1.1 Direkter Export
In Deutschland erfolgt der überwiegende Teil des Gesamtexportes direkt, d.h. ohne Einschaltung von Exporthandelsunternehmen. Dabei schließt der Inländische Hersteller direkt mit dem Ausländischen Abnehmer einen Kaufvertrag ab. Gründe für diese Entwicklung sind der verstärkte Zwang zum Absatz, als Folge der Ausweitung und Erhöhung der Produktion, sowie der Wunsch mit eigenen Verkaufsstrategien größere Umsätze zu erzielen. Die vom Ausland verlangten langfristigen Zahlungsziele bei der Lieferung von Investitionsgütern kann der Exporthandel nicht finanzieren. Zudem kommt noch der technische Fortschritt im Verkehrs- und Nachrichtenwesen, der die Bezugs- und Absatzmärkte zusammenrückt und damit eine bessere Marktübersicht schafft.6
2.2.1.2 Indirekter Export
[...]
1 Siehe auch. Dr. Dieter Südhofen (2003), S. 4
2 „Jahrmann (1994), S. 25.“
3 Vgl. Jahrmann (1994), S. 27.
4 Vgl. Jahrmann (1994), S. 25.
5 „Vgl. Jahrmann (1994), S. 47.“
6 Vgl. Jahrmann (1994), S. 48.
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