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Die Pyramide des Sahure in Abusir

Presentation (Elaboration), 2005, 16 Pages
Author: Astrid Gruner
Subject: Egyptology

Details

Event: Pyramiden in Ägypten
Institution/College: University of Leipzig (Ägyptologisches Institut)
Tags: Pyramide, Sahure, Abusir, Pyramiden
Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2005
Pages: 16
Grade: 1
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V39170
ISBN (E-book): 978-3-638-38025-6

File size: 363 KB


Excerpt (computer-generated)

Die Pyramide des Sahure in Abusir

von: Astrid Gruner

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung S. 3

2. Grabungsgeschichte S. 3

3. Erscheinungsbild des Komplexes S. 3 – 4

4. Die Pyramide des Sahure S. 4

4.1 Äußerer Aufbau der Pyramide S. 4
4.2 Innerer Aufbau der Pyramide S. 4 – 5

5. Pyramidenkomplex S. 5

5.1 Taltempel S. 5 - 6
5.2 Aufweg S. 6
5.2 Totentempel S. 6 – 10

6. Zusammenfassung S. 10

7. Abbildungen S. 11

8. Quellenverzeichnis S. 15


 

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Pyramide des Sahure und seines Pyramidenkomplexes. Daten und Fakten, die während des Referates bereits angesprochen wurden, werden nochmals vertieft und mit Abbildungen visuell unterstützt.

2. Grabungsgeschichte

Die grundlegende Erforschung der Pyramide und des Komplexes verdanken wir Ludwig Borchardt, der in den Jahren 1902-1908 in Abusir tätig war. Zwar gelangte der Brite John Shae Perring als Erster in die unterirdischen Kammern, doch eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung wurde nicht vorgenommen. Auch die darauf folgenden Untersuchungen durch die Lepsius-Expedition und des Franzosen de Morgan waren unzureichend. Aufgrund der Technik konnten in den 60er Jahren die Italiener Maragioglio und Rinaldi eine präzisere Berechnung des Komplexes durchführen, neue Forschungsergebnisse brachte es jedoch nicht. Erst als 1994 die ägyptische Altertumsverwaltung die Abusir - Nekropole1 für den Tourismus freigeben wollte, kam es zu einer überraschenden Wende. Teilrekonstruktionen sollten hierfür vorgenommen werden und bei der Ausgrabung des oberen Teils des Sahure-Aufwegs fand man riesige reliefverzierte Blöcke von ikonographischer und künstlerischer Einzigartigkeit. Borchardt hatte zu Anfang des 20. Jahrhunderts nur den unteren Teil ausgegraben und als er keine Reliefblöcke mehr fand, gab er die Untersuchung des Aufwegs auf. Dadurch entgingen ihm wertvolle Stücke.

3. Erscheinungsbild des Komplexes

Sahure, der von 2496-2483 v.Chr. regierte, wählte als Standort für seinen Grabkomplex ein Wüstenplateau in der Nähe des heutigen Dorfes Abusir und siedelte sich damit südlich des Sonnenheiligtums seines Vaters Userkaf an2. Seine Pyramide steht 20m oberhalb des Niltals auf einem kleinen Hügel und laut Verner wurde sie „nicht auf einem Felsen errichtet, sondern auf einer Plattform aus mindestens zwei Lagen grober Kalksteinblöcke“3. Vom einstigen Erscheinungsbild des Komplexes, der eine Ost-West-Ausrichtung hat und im Aufbau der Raumabfolge axial ausgerichtet ist, ist heute nicht mehr viel vorhanden. Aufgrund des schlechten Erhaltungszustands der Pyramide sind heute keine genauen Angaben über das ursprüngliche Aussehen, die Ausmaße und den unterirdischen Raumplan mehr möglich. Vom Taltempel sind lediglich noch schilf- und palmenbewachsene Ruinen erhalten, vom Aufweg die Basisrampe und nur vom Totentempel können wir sagen, dass er sich gut erhalten hat. Die farbenprächtige Ausstattung des gesamten Komplexes, der den Namen H´jbз Sзhw-R´w „der Ba des Sahure erscheint“ trägt, basiert bis auf den Statuen- und Totenopferraum, auf einer einheitlichen Gestaltung: Wände aus Kalkstein, Fußböden aus schwarzem Basalt, Wandsockel aus rotem Granit und Decken mit Sternen auf dunkelblauem Untergrund.

4. Die Pyramide des Sahure

4.1 Äußerer Aufbau der Pyramide

Die Pyramide besteht - ebenso wie der gesamte Komplex - aus Kalkstein. Einziger Unterschied ist die Beschaffenheit im Kern und in der Außenverkleidung. So wurde der sechsstufige Kern der Pyramide aus groben Blöcken gefertigt, die Außenverkleidung mit gut bearbeiteten Blöcken aus feinem weißen Kalkstein. Diese Schicht wurde jedoch im Laufe der Zeit abgetragen und weiterverarbeitet, sodass heute nur noch der Kern vorhanden ist1. Mit Hilfe von wissenschaftlichen Berechnungen kann man jedoch rekonstruieren, welche Maße und welches Aussehen die Pyramide möglicherweise einst besessen hat. So nimmt man als ursprüngliche Höhe 48m bei einer Basislänge von 78,75m an, wobei der Böschungswinkel 50°11’40“ betrug.

4.2 Innerer Aufbau der Pyramide

Beim Bau der Sahure – Pyramide wurde eine architektonische Neuerung vorgenommen, die von einigen folgenden Herrschern übernommen wurde. So ließ man während des Baus der unteren Schichten der Pyramide im Norden eine T-förmige Bresche im Mauerwerk frei, um Grabkorridor und Sargkammer zeitgleich zum Bau des Pyramidenmassivs hineinkonstruieren zu können. Diese Neuerung hatte sowohl Vor- als auch Nachteile. Zum einen konnte man erhebliche Zeit einsparen und zum anderen wurde die Pyramide aufgrund der losen Aneinanderschichtung der Kalksteinblöcke instabil.

[Alle Abbildungen in der Downloaddatei vorhanden]

[...]


1 Abbildung 1

2 Abbildung 2

3 Verner, Miroslav: Die Pyramiden. Reinbeck: Rowohlt, 1998, S.316

1 Abbildung 3


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