Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Walter Benjamins Text 'Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzier... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Walter Benjamins Text 'Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit' und seine gesellschaftspolitische Bedeutung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 25 Pages
Author: Sonja Ziener
Subject: Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 25
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V39579
ISBN (E-book): 978-3-638-38312-7

File size: 228 KB


Excerpt (computer-generated)

Walter Benjamins Text „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner
technischen Reproduzierbarkeit“ und seine
gesellschaftspolitische Bedeutung

von: Sonja Ziener

 


1. Einleitung

2. Geschichtlicher und politischer Hintergrund des Aufsatzes

3. Das Kunstwerk und der Verfall seiner Aura

4. Aspekte der Fotografie bei Benjamin

5. Aspekte des Films bei Benjamin

6. Die Kritik Adornos an der Interpretation des Begriffs der Aura

7. Die Kunst und ihre politische Bedeutung für den Widerstand im Dritten Reich

8. 2005: Das Kunstwerk und seine gesellschaftspolitische Bedeutung heute

9. Fazit


 

1. Einleitung

Gegenstand in einem der noch heute in der Film- und Medientheorie als grundlegend angesehenen Aufsätze „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“1 von Walter Benjamin sind die einschneidenden Veränderungen, die das Kunstwerk im Zuge der technischen Möglichkeiten, welche eine Folge der Veränderungen der Arbeitswelt durch Automatisierung und Kapitalisierung sind, erfahren hat. Insbesondere die ökonomische Begründung des Wandels in der Kunst als auch dessen gesellschaftspolitischer Zusammenhang sind Benjamin von Bedeutung. Benjamins Aufsatz besitzt prognostischen Wert: im Jahre 1935/36 verfaßt, nimmt er die Theorien und Ausführungen später erschienener Aufsätze vorweg. Der Aufsatz bildet die Basis für verschiedenste Fragestellungen und Ausführungen in den Bereichen Ästhetik, Medien, Politik, Künste.

Da in dieser Arbeit vor allem die politische Bedeutung der Kunst während des Faschismus analysiert werden soll, stellt sich die Frage, inwieweit die Kunst im Dritten Reich zur Widerstandsbewegung hätte beitragen können. Eine weitere interessante Frage, die den Rahmen und die methodischen Anforderungen dieser Arbeit allerdings sprengen würde und deswegen hier nicht weiter ausgeführt wird, ist die Suche nach empirisch belegten Beispielen, inwiefern es die Kunst in den 30er und 40er Jahren denn vermochte, die Menschen aus ihrem faschistischen Wahn heraus zu holen und zu emanzipieren. Um das Verständnis für Benjamins Aufsatz zu erleichtern, werde ich nach der Einleitung den geschichtlichen und politischen Hintergrund des Aufsatzes kurz näher erläutern. Danach gehe ich auf den bei Benjamin zentralen Begriff der Aura ein. In den darauffolgenden Kapiteln beschreibe ich Benjamins Erläuterungen zur Fotografie und Kunst. In Kapitel 6 erkläre ich die Kritik Adornos an der Interpretation des Begriffs der Aura bei Benjamin.

Kapitel 7 prüft das Kunstwerk auf dessen Potenzial, Widerstand gegen das faschistische Regime zu forcieren. Außerdem soll in den letzten Kapiteln die Antwort auf meine zentrale Frage in dieser Arbeit gefunden werden: Welches Potenzial besitzt die Kunst, Emanzipation in der Gesellschaft zu entwickeln? Welche negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft gibt es aufgrund des Wandels des Kunstwerks im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit? Beide, Benjamin als auch Adorno bewerten die Reproduktionstechnik in den Künsten ambivalent, wobei sie unterschiedlich argumentieren, inhaltlich auch methodisch. Ich halte es für wichtig, die theoretischen Ausführungen Benjamins und auch Adornos im heutigen Lichte zu betrachten. Der Inhalt des vorletzten Kapitels ist stofflich in dieser Arbeit nicht zu bewältigen, aber es ist notwendig, Tendenzen aufzeigen. Im Fazit folgt neben einer Schlußfolgerung eine Bewertung des Aufsatzes und einige persönliche Anmerkungen. Ich orientiere mich fast ausschließlich an dem Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ von Walter Benjamin. Desweiteren beziehe ich mich auf die „Ästhetische Theorie“ von Adorno, insbesondere seine Ausführungen über die Aura und deren Vergänglichkeit und seinen Standpunkt zur Autonomie des Kunstwerks.

2. Geschichtlicher und politischer Hintergrund des Aufsatzes

Benjamin formulierte seinen Aufsatz während der ersten Jahre der Herrschaft des Nationalsozialismus. Die Gesellschaft befand sich in einem politischen Umbruch, welcher eine fatale Richtung markierte. Der Faschismus bediente sich des Ausdrucks der Massen. Zudem nutzte er alle Mittel, um das Volk für sich zu gewinnen. Die Massenproduktion von Kunst, insbesondere die der des Films, kam ihm dabei sehr entgegen. Statt kritische Vielfalt zu senden, empfingen die Menschen auf den Führerkult abgestimmte Volkspropaganda, jede Einstellung beim Kameramann, jede filmische Perspektive wurde von der nationalsozialistischen Partei gesteuert und somit die Etablierung faschistischen Gedankenguts gestützt. Nach dem Zusammenbruch der Weimarer Republik bildeten sich in Frankreich und Spanien Volksfronten gegen den Faschismus und zur Wiederherstellung der Demokratie.

3. Das Kunstwerk und der Verfall seiner Aura

Das Kunstwerk der Geschichte unterscheidet sich von dem modernen technisch reproduzierten Kunstwerk in vielen Merkmalen. Es war bestimmt durch seinen Ort, seiner materiellen Dauer und seiner geschichtlichen Zeugenschaft. Es war gebunden an Raum und Zeit. Erlebt wurde es im Ritual oder auch in dessen kultischer Anbetung. „Der einzigartige Wert des echten Kunstwerks hat seine Fundierung im Ritual, in dem es seinen originären und ersten Gebrauchswert hatte.“2 Benjamin schickt vorweg, daß Kunstwerke zwar schon immer reproduziert wurden, die Reproduktionen aber als Fälschung oder eben als Kopien gewertet wurden und keinen Einfluß auf das Original ausübten. Deren Fundierung lag wie das Original im Ritual und war gebun- den an den Ort bzw. an Raum und Zeit.

[...]


1 Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarketi, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1963, Erste Auflage. (Alle weiteren Zitate aus dem Werk beziehen sich auf diese Ausgabe.)


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Computereinsatz in der Grundschule

Author: Fee Krausse
English - Pedagogy, Didactics, Literature Studies, 2002 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Der Geniebegriff in Immanuel Kants Kritik der Urteilskraft

Author: Sophie Heda
Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR

Darstellung von Migranten in den Medien

Author: Johannes Tiegel
Sociology - Political Sociology, Majorities, Minorities, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Das Fest

Author: Natalie Webbeler
Communications: Movies and Television, 2003 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Dimensionen des Körper-Geist-Problems

Author: Andreas Rohden
Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language), 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/39579/walter-benjamins-text-das-kunstwerk-im-zeitalter-seiner-technischen-reproduzierbarkeit
please wait Please wait