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Autor: Timo Arntz
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Details
Institution/Hochschule: HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen (Betriebswirtschaft)
Tags: Wissensmanagement, Firmenintranet, Anforderungen, Unternehmen, Wirtschaftsinformatik
Jahr: 2004
Seiten: 23
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 243 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-38449-0
ISBN (Buch): 978-3-638-65517-0
Zusammenfassung / Abstract
‚Wenn wir nur wüssten, was wir wissen’ klagen Unternehmensmanager weltweit und wissen dabei zumindest, dass sie dieses Nicht-Wissen Marktanteile kostet. Wissensbasiertes Management wird mehr und mehr zur wichtigsten Führungsaufgabe.1 Wie Untersuchungen renommierter Forschungseinrichtungen (z.B. Fraunhofer-Institut oder Meta-Group) belegen, sind derzeit 75 Prozent des generierten Mehrwerts in Unternehmen auf spezifisches Wissen zurückzuführen. Deutlich wird das angesichts der Tatsache, dass zahlreiche „wissensintensive“ Unternehmen sowohl in der „New“- (z.B. Biotechnologieunternehmen) als auch in der „Old“-Economy (z.B. Medienunternehmen) in den vergangenen Jahren spektakuläre Erfolge erzielt haben. Management-Professoren in den USA und Europa vertreten die Ansicht, dass der Wert des intellektuellen Kapitals von Unternehmen den ihres materiellen Kapitals bereits in zahlreichen Fällen um ein Mehrfaches übertrifft. Diese Verschiebung setzt sich weiter fort und beruht auf einer makroökonomischen Dynamik, die insbesondere durch die „Revolution“ in der Informations- und Kommunikationstechnologie gefördert wird. Die Wichtigkeit der Ressource Wissen als Produktions- und Wettbewerbsfaktor steigt weiter.2 In dieser Hausarbeit möchte ich zeigen, wie der Produktions- und Wettbewerbsfaktor Wissen für Unternehmen angewandt, dargestellt und in einem Unternehmensintranet integriert werden kann, welche Chancen das Management von Wissen für Unternehmen birgt und welche Anforderungen dadurch an Unternehmen gestellt werden. Zentrale Begrifflichkeiten der vorliegenden Arbeit sind in der Literatur und im allgemeinen Sprachgebrauch häufig mit den unterschiedlichsten Bedeutungen belegt. Um Missverständnisse und Fehlinterpretationen zu vermeiden, werden die Begriffe Wissen, Wissensmanagement und Intranet nachfolgend im Detail berücksichtigt. 1 vgl. Euroforum (Hrsg.): Informations- und Wissensmanagement im Intranet. Mainz 2003, S. 1 verfügbar unter: http://www.euroforum.de/DATA/pdf/P16071.pdf , Stand 21.10.2003 2 vgl. Gerber / Trojan: Ressource Wissen besser nutzen. 2002, S. 1 verfügbar unter: http://www.wissensstrategie.de/arbeitsrecht.pdf, Stand 21.10.2003
Textauszug (computergeneriert)
Wissensmanagement durch ein Firmenintranet -
Anforderungen an ein Unternehmen
von: Timo Arntz
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 6
2. Definitionsklärung 7
2.1. Daten – Informationen - Wissen 7
2.2. Wissensmanagement 9
2.3. Intranet 10
3. Integration vom WM im Firmenintranet – Anforderungen an Unternehmen 11
3.1. Faktor Mensch 11
3.1.1. Gruppenbezogene Vergütung 11
3.1.2. Management by Knowledge Objectives 12
3.1.3. Integration von Wissenszielen in Arbeitsprozesse 12
Fazit 12
3.2. Faktor Technik 13
3.2.1. Hardware 13
3.2.2. Software 13
4. Anwendungsbereiche des Intranets im Wissensmanagement 17
4.1. Innerbetriebliche Informations- und Wissensquelle 17
4.2. Intranet als internes Kommunikationssystem 18
4.3. Virtual Communities - Schwarze Bretter 19
5. Vorteile des WM durch das Intranet 20
5.1. Informationszugriff leicht gemacht 20
5.2. Verbesserte Aktualisierungsmöglichkeiten 21
5.3. Erhöhte Wissenstransparenz 21
6. Schlusswort 22
7. Literatur- / Quellenverzeichnis 24
Abkürzungsverzeichnis
ASP = Application-Service-Provider
[...]
[...]
HTML = Hyper Text Markup Language
TCP / IP = Transmission Control Protocol / Internet Protocol
WM = Wissensmanagement
WMS = Wissensmanagementsystem
[...]
1. Einleitung
‚Wenn wir nur wüssten, was wir wissen’ klagen Unternehmensmanager weltweit und wissen dabei zumindest, dass sie dieses Nicht-Wissen Marktanteile kostet. Wissensbasiertes Management wird mehr und mehr zur wichtigsten Führungsaufgabe.1 Wie Untersuchungen renommierter Forschungseinrichtungen (z.B. Fraunhofer-Institut oder Meta-Group) belegen, sind derzeit 75 Prozent des generierten Mehrwerts in Unternehmen auf spezifisches Wissen zurückzuführen. Deutlich wird das angesichts der Tatsache, dass zahlreiche „wissensintensive“ Unternehmen sowohl in der „New“- (z.B. Biotechnologieunternehmen) als auch in der „Old“-Economy (z.B. Medienunternehmen) in den vergangenen Jahren spektakuläre Erfolge erzielt haben. Management-Professoren in den USA und Europa vertreten die Ansicht, dass der Wert des intellektuellen Kapitals von Unternehmen den ihres materiellen Kapitals bereits in zahlreichen Fällen um ein Mehrfaches übertrifft. Diese Verschiebung setzt sich weiter fort und beruht auf einer makroökonomischen Dynamik, die insbesondere durch die „Revolution“ in der Informations- und Kommunikationstechnologie gefördert wird. Die Wichtigkeit der Ressource Wissen als Produktions- und Wettbewerbsfaktor steigt weiter.2 In dieser Hausarbeit möchte ich zeigen, wie der Produktions- und Wettbewerbsfaktor Wissen für Unternehmen angewandt, dargestellt und in einem Unternehmensintranet integriert werden kann, welche Chancen das Management von Wissen für Unternehmen birgt und welche Anforderungen dadurch an Unternehmen gestellt werden.
2. Definitionsklärung
Zentrale Begrifflichkeiten der vorliegenden Arbeit sind in der Literatur und im allgemeinen Sprachgebrauch häufig mit den unterschiedlichsten Bedeutungen belegt. Um Missverständnisse und Fehlinterpretationen zu vermeiden, werden die Begriffe Wissen, Wissensmanagement und Intranet nachfolgend im Detail berücksichtigt.
2.1. Daten – Informationen - Wissen
Die Frage, was Wissen ist und wie es entsteht, gehört zu den grundlegenden Fragestellungen der Philosophie. Die Grundlage bildet hierbei die Semiotik, die Theorie der Zeichen mit ihren drei Dimensionen Syntax, Semantik und Pragmatik (siehe Abbildung 1). Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen) werden durch Ordnungsregeln (einen Code oder eine Syntax) zu Daten. Daten sind Symbole, die noch nicht interpretiert sind, d.h. es handelt sich um beliebige Zeichen bzw. Zeichenfolgen; dies können Zahlen, wie z.B. 5, 18, 99 oder auch ein grünes Licht einer Ampel sein. Zu Informationen werden diese Daten jedoch erst, wenn ein Bezug hergestellt wird, z.B. das grüne Licht der Ampel schaltet alle zwei Sekunden um. Informationen sind also Daten, die in einem Prozess der Erkenntnisgewinnung (Bedeutungskontext) stehen und aus betriebswirtschaftlicher Sicht zur Vorbereitung von Entscheidungen und Handlungen dienen. Diese Informationen sind wertlos für Betrachter, die sie nicht mit anderen aktuellen oder in der Vergangenheit gespeicherten Informationen vernetzten können. Aus dieser Sicht ist Wissen der Prozess der zweckdienlichen Vernetzung von Informationen – es entsteht als Ergebnis der Verarbeitung von Informationen. 3 Wissen ist an Personen gebunden und befindet sich ausschließlich im Gedächtnis (kognitives Subsystem) der Mitarbeiter; es ist subjektrelativ, perspektivisch, zweckrelativ sowie kontextgebunden.
Abbildung 1: Daten – Informationen – Wissen entnommen aus Wolf / Decker / Abecker, 1999 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Neben dem fundamental analytischen Herangehen aus der Sicht der Semiotik ist es zur Klärung des Wissensbegriffs auch häufig nützlich, komplementäre Begriffspaare zu betrachten. Die vielleicht wichtigste Unterscheidung ist die von Nonaka & Takeuchi intensiv diskutierte Beziehung zwischen implizitem und explizitem Wissen. Implizites Wissen lässt sich nur unvollständig formalisieren, ist schwer kommunizierbar und teilbar. Es ist in den Köpfen einzelner Individuen gespeichert (embodied knowledge) und beinhaltet sowohl kognitive Elemente wie subjektive Einsichten, Wahrnehmungen, Intuition, Erfahrung, Gefühle, Wertvorstellungen und Ideale als auch eine technische Komponente.4 Diese repräsentiert das Know-how, das technische Können, Fähigkeiten und Kompetenzen, die zur Erfüllung von Aufgaben notwendig sind, welche aber nicht oder nur unvollständig beschreibbar sind. Explizites Wissen ist beschreibbares, formalisierbares, zeitlich stabiles Wissen, welches standardisiert, strukturiert und methodisch in sprachlicher Form in Dokumentationen, Datenbanken, Patenten, Produktbeschreibungen, Formeln, aber auch in Systemen, Prozessen oder Technologien angelegt werden kann. Es ist in Medien gespeichert (disembodied knowledge) und kann mittels Computersystemen verarbeitet, übertragen und gespeichert werden. 5 Nach Nonaka & Takeuchi können beide Wissensformen (zumindest partiell) ineinander überführt werden. Dies ist vor allem wichtig, wenn implizites Wissen in einer recherchierbaren Form gespeichert werden soll. (siehe Abbildung 2)
Abbildung 2: Wissensformen implizit - explizit entnommen aus Wolf / Decker / Abecker, 1999 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Der erste Prozess ist die Wandlung von implizit zu implizit (Sozialisation). Hierbei werden innere Werte, Normen und Moralvorstellungen durch Vorleben unbewusst auf andere übertragen. Der zweite Prozess ist die Externalisierung. Dies ist die zentrale Umwandlungsform für ein effektives Wissensmanagement, denn hier liegt die Voraussetzung zur Schaffung neuen Wissens.
[...]
1 vgl. Euroforum (Hrsg.): Informations- und Wissensmanagement im Intranet. Mainz 2003, S. 1 verfügbar unter: http://www.euroforum.de/DATA/pdf/P16071.pdf , Stand 21.10.2003
2 vgl. Gerber / Trojan: Ressource Wissen besser nutzen. 2002, S. 1 verfügbar unter: http://www.wissensstrategie.de/arbeitsrecht.pdf, Stand 21.10.2003
3 vgl. North, Klaus: Wissensorientierte Unternehmensführung. Wiesbaden 2002, S. 38
4 vgl. Wolf / Decker / Abecker: Unterstützung des Wissensmanagements durch Informations- und Kommunikationstechnologie. Heidelberg 1999, S. 3 verfügbar unter: http://wi99.iwi.unisb. de/teilnehmer/pdf-files/EF_36_WiB101.pdf, Stand 24.10.2003
5 vgl. ebenda, S. 4
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