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Alice Salomon und die Rolle der Frau in der Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung der bürgerlichen Frauenbewegung und dem Aspekt der geistigen Mütterlichkeit

Autor: Barbara Kausch
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit

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Details

Veranstaltung: Seminar - Geschichte der Sozialen Arbeit
Institution/Hochschule: Evangelische Fachhochschule Hannover
Tags: Alice, Salomon, Rolle, Frau, Sozialen, Arbeit, Berücksichtigung, Frauenbewegung, Aspekt, Mütterlichkeit, Seminar, Geschichte, Sozialen, Arbeit
Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2004
Seiten: 11
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 81 KB
Archivnummer: V39991
ISBN (E-Book): 978-3-638-38623-4

Textauszug (computergeneriert)

Evangelische Fachhochschule Hannover, Fachbereich Sozialwesen
Seminar:  „Wie Helfen zum Beruf wurde“:
Geschichte der Sozialen Arbeit im Überblick
7. Semester

Alice Salomon und die Rolle der Frau in der Sozialen Arbeit
unter Berücksichtigung der bürgerlichen Frauenbewegung
und dem Aspekt der geistigen Mütterlichkeit

von: Barbara Kausch

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 3

2 Kurzer Bezug zur bürgerlichen Frauenbewegung unter dem Aspekt der „geistigen Mütterlichkeit“ 3

3 Alice Salomon und die Rolle der Frau in der Sozialen Arbeit 6

4 Schlussbemerkung 8

Literaturverzeichnis 10


 

1 Einleitung

Alice Salomon gehört zu den Klassikerinnen der Sozialen Arbeit, die sie durch ihr umfangreiches Lebenswerk zu Anfang des 20. Jahrhunderts intensiv beeinflusst hat. Sie wird sogar als die Begründerin des sozialen Frauenberufs in Deutschland bezeichnet (vgl. Berger 1998, S. 12). Salomon gehörte zu den Führungspositionen der bürgerlichen Frauenbewegung, sie etablierte die Soziale Arbeit als Berufsfeld und brachte erste Ansätze zu einer sozialpädagogischen Methodenkonzeption heraus. Mit der Gründung der Sozialen Frauenschule sorgte sie für angemessene Bildung und Weiterentwicklung der Frauen. Eines ihrer Hauptanliegen war, eine Verbindung zwischen der Frauenbewegung und der Sozialen Arbeit herzustellen, da sie die Ansicht vertrat, dass Frauen aufgrund ihres Wesens besser für die Soziale Arbeit geeignet wären als Männer und mit Hilfe dieser Fähigkeit auch eine Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse herbeiführen könnten.

In meinem Referat befasse ich mich ausschließlich mit dem Thema Soziale Arbeit in Verbindung mit der Rolle der Frau. Ich werde dazu ausführen, weshalb Alice Salomon hauptsächlich die Frauen als das ‚helfende Geschlecht‘ betrachtete und Soziale Arbeit als Frauenberuf förderte. Vorerst jedoch werde ich kurz auf die bürgerliche Frauenbewegung unter dem Aspekt der „geistigen Mütterlichkeit“ eingehen, um für ein besseres Verständnis der damaligen Zeit zu sorgen. Außerdem hängen die Anfänge der Sozialen Arbeit eng mit dieser Bewegung zusammen, Alice Salomon wurde dadurch stark beeinflusst bzw. war selber in der Frauenbewegung sehr aktiv.

2 Kurzer Bezug zur bürgerlichen Frauenbewegung unter dem Aspekt der „geistigen Mütterlichkeit“

Wie in der Einleitung kurz angeschnitten, sah Alice Salomon das Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit als ein ideales Feld für die berufliche Tätigkeit von Frauen an, wodurch eine Verknüpfung zwischen Sozialer Arbeit und der bürgerlichen Frauenbewegung entstand, in der sie ebenfalls Führungspositionen inne hatte. Bezogen auf mein Referat ist es sinnvoll, kurz zu erläutern, worum es bei der Frauenbewegung ging, da somit Rückschlüsse und Erklärungen Alice Salomons besser zu verstehen sind.

Die Frauenbewegung im 19. Jahrhundert sieht einen wichtigen Bestandteil der Emanzipation der Frauen in der Ausbildung und der beruflichen Tätigkeit. Sie entwarf im Laufe der Zeit ein spezifisch weibliches Emanzipationsideal, auf dessen Grundlage Soziale Arbeit als Frauenberuf konzipiert und realisiert wurde (vgl. Sachße 2003, S. 97). Die Frauen fordern, ebenso wie in den USA und in den anderen Ländern Europas, Gleichheit und Freiheit für sich. Die Beseitigung ihrer geschlechtsrollenspezifischen Benachteiligungen in den Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens spielt eine große Rolle. Die bürgerlichen Frauen sind nur für Haushalt und Erziehung zuständig, da ihre Männer das Einkommen zum Lebensunterhalt verdienen und es für Frauen dieser Schicht zu dieser Zeit noch nicht üblich war, sich den Unterhalt selbst zu verdienen. Somit war nur eine begrenzte Mitwirkung im gesellschaftlichen Bereich ermöglicht (vgl. Engelke 1998, S. 187f.). Während dem Mann Eigenschaften wie Rationalität, Geist und Aktivität zugeschrieben wurden, er sich also eher in der Öffentlichkeit, in der Gesellschaft zu bewähren hatte, repräsentierten die Frauen zu damaliger Zeit Wärme, Emotionalität, Empathie und Geborgenheit, was eher für den häuslichen Wirkungskreis und die Familie bestimmt war. Die Rolle der bürgerlichen Frau wurde als „Hüterin des häuslichen Friedens und des Nachwuchses“ beschrieben (vgl. Sachße 2003, S. 99f.), während die gutbürgerlichen Mädchen, die noch keine eigene Familie hatten ein „nutzloses“ Dasein führten. Sie „blieben eben zu Hause und lagen brach. Man futterte Kanarienvögel, begoß Blumentöpfe, strickte Tablettdecken, spielte Klavier und wartete“ (Salomon 1913, zitiert nach: Berger 1998 S.3). Diese „mütterlichen“ Eigenschaften (Emotionalität, Geborgenheit, erziehen, pflegen usw.) und die biologische Rolle der Frau als Mutter wurden also ursprünglich dazu benutzt, um Frauen aus dem öffentlichen Leben zurückzudrängen und sie ‚ins Haus zu verbannen‘. Die Frauenbewegung kehrte das Argument um und begründete damit ihre berufliche Tätigkeit in bestimmten Bereichen (vgl. Engelke 1998, S. 188), wie wir in folgenden Ausführungen sehen werden:

[...]

Kommentare

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