BMEcat – Inhalte, Anwendungsfelder und Grenzen des Standards

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Details
Autoren: Gerald Bachlmayr, Sandro Gertz
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Fallstudie 2
Institution/Hochschule: FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management, München
Jahr: 2005
Seiten: 33
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 38 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 633 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-38693-7
ISBN (Buch): 978-3-638-68170-4
Zusammenfassung / Abstract
Die Hersteller von Softwarelösungen für den elektronischen Einkauf versuchten bisher in ihren Softwareprodukten Einsparungspotenziale in Form von niedrigeren Einkaufskosten für ihre Kunden nutzbar zu machen. Dieser Ansatz wird verdrängt, durch die Nutzung von Einsparungspotenzialen in den Prozesskosten. Darunter fallen z.B. Nachfragen des Lieferanten oder Lieferungen von falschen Produkten auf Grund von unvollständigen oder missverständlichen Bestellungen. Einen Ansatz die Prozesskosten zu senken besteht darin, elektronische Produktkataloge einzusetzen. Durch sie kann sich das beschaffende Unternehmen detailliert und aktuell über die angebotenen Produkte informieren. So kann zum einen der Beschaffungsprozess beschleunigt werden. Zum anderen kann die Fehlerquote durch z.B. Übertragungsfehlern minimiert werden. Ein als sehr bedeutend eingeschätzter Standard für den Austausch elektronischer Produktkataloge im deutschsprachigem Raum ist BMEcat. Aus diesem Grund soll BMEcat im Verlauf der Fallstudie näher untersucht werden. Dabei soll der technische Aufbau, die Anwendungsfelder sowie die Grenzen aufgezeigt werden.
Textauszug (computergeneriert)
FOM
Fachhochschule für Oekonomie und Management
Studiengang zum Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH)
5. Semester
Fallstudie 2
BMEcat – Inhalte, Anwendungsfelder und Grenzen
des Standards
Autoren: Gerald Bachlmayr, Sandro Gertz
Hamburg, 9. Juni 2005
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 4
2 BMECAT 4
2.1 ENTSTEHUNG UND MOTIVATION 5
2.2 GRUNDLAGEN 5
2.3 DER KATALOGAUFBAU 6
2.3.1 Katalogstruktur und Transaktionen 6
2.3.2 Der Kopfdatenteil 7
2.3.3 Dokumententeil für das Anlegen eines neuen Katalog 8
2.3.4 Dokumententeil für Produktaktualisierungen 9
2.3.5 Dokumententeil für Preisaktualisierungen 9
3 ANWENDUNGSFELDER VON BMECAT 9
3.1 EXKURS: BESCHAFFUNGSVORGANG 10
3.2 BETRACHTUNG NA CH PRODUKTKATEGORIEN 11
3.2.1 MRO- und C-Güter 12
3.2.2 A- und B-Güter 13
3.3 BETRACHTUNG NACH KATALOGVERANWORTLICHKEIT 13
3.3.1 Produktkatalog verwaltet durch Einkäufer 14
3.3.2 Produktkatalog verwaltet durch Verkäufer 15
3.3.3 Produktkatalog verwaltet durch Dritten 16
4 BEWERTUNG DES STANDARDS 17
4.1 ANFORDERUNGSKRITERIEN AN EINEN PRODUKTKATALOGSTANDARD 17
4.1.1 technische Kriterien 17
4.1.1.1 Technische Aktualität und Zukunftssicherheit 18
4.1.1.2 Plattformunabhängigkeit 18
4.1.1.3 Gesicherte Datenübertragung 18
4.1.1.4 Internationalität 19
4.1.2 Anwendungskriterien 19
4.1.2.1 Darstellung von Varianten, Konfigurationen und Produktbeziehungen 19
4.1.2.2 Vielfältige Produktinformationen und Klarheit 20
4.1.2.3 Effiziente Suche 20
4.1.2.4 Internationalität 20
4.1.2.5 Länderübergreifende Marktdurchdringung 21
4.1.2.6 Darstellung von Geschäftsprozessen 21
4.2 BEWERTUNG DES STANDARDS 21
4.2.1 Bewertung anhand technischer Kriterien und Anwendungskriterien 21
4.2.1.1 Technische Kriterien 22
4.2.1.2 Anwendungskriterien 23
4.2.2 Nutzwertanalyse 25
5 FAZIT 26
6 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 28
7 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 28
8 TABELLENVERZEICHNIS 28
9 QUELLENVERZEICHNIS 29
1 Einleitung
Die Hersteller von Softwarelösungen für den elektronischen Einkauf versuchten bisher in ihren Softwareprodukten Einsparungspotenziale in Form von niedrigeren Einkaufskosten für ihre Kunden nutzbar zu machen. Dieser Ansatz wird verdrängt, durch die Nutzung von Einsparungspotenzialen in den Prozesskosten1. Darunter fallen z.B. Nachfragen des Lieferanten oder Lieferungen von falschen Produkten auf Grund von unvollständigen oder missverständlichen Bestellungen.
Einen Ansatz die Prozesskosten zu senken besteht darin, elektronische Produktkataloge einzusetzen. Durch sie kann sich das beschaffende Unternehmen detailliert und aktuell über die angebotenen Produkte informieren. So kann zum einen der Beschaffungsprozess beschleunigt werden. Zum anderen kann die Fehlerquote durch z.B. Übertragungsfehlern minimiert werden2.
Ein als sehr bedeutend eingeschätzter Standard für den Austausch elektronischer Produktkataloge im deutschsprachigem Raum ist BMEcat3,4. Aus diesem Grund soll BMEcat im Verlauf der Fallstudie näher untersucht werden. Dabei soll der technische Aufbau, die Anwendungsfelder sowie die Grenzen aufgezeigt werden.
2 BMEcat
BMEcat ist ein auf XML basierender Standard für die Beschreibung und den Austausch von Produktkatalogdaten5. Die aktuelle Version 1.2 ist seit 2001 gültig und befindet sich zur Zeit in der Überarbeitungsphase. Die zukünftige Version 2005 steht zur öffentlichen Begutachtung bereit, um weitere Verbesserungsvorschläge einfließen lassen zu können6. In den folgenden Seiten wird auf den aktuellen Standard 1.2 eingegangen, der bis zur finalen Freigabe des Folgestandards aktuell bleibt.
2.1 Entstehung und Motivation
Bis zum Ende der neunziger Jahre dominierten im B2B-Segment Internet-Shops. Diese hatten aus Sicht von professionellen Einkaufsorganisationen die Nachteile, dass weder eine Prozessabildung noch eine anbieterübergreifende Produktsuche möglich war.. Insbesondere die anfallenden Prozesskosten und die mangelnde Möglichkeit der strategischen Lieferantenauswahl schlagen in der Bilanz zu Buche. Bereits Anfang der neunziger Jahre wurde das Grundkonzept für e-Procurement „Desktop Purchasing System“ entwickelt. Die End-to-End-Abwicklung von Beschaffungsprozessen auf Basis elektronischer Kataloge unter Verwendung von Internettechnologie wird als e- Procurement bezeichnet7.
Die BMEcat-Spezifikation, wurde entwickelt, um den Austausch von Produktkatalogen zu standardisieren und zu vereinfachen. Standardisierte Katalogdokumente können sowohl zur Übermittlung an beschaffende Organisation, als auch Erstellung von Online-Shops oder zur Belieferung von elektronischen Marktplätzen eingesetzt werden. Ergänzend zum BMEcat-Standard, der dem Austausch von Produktdaten dient, wird ein weiterer Standard namens „OpenTrans“ geführt. Dieser soll eine Standardisierung von Geschäftstransaktionen gewährleisten und zu BMEcat 1.2 kompatibel sein soll8.
2.2 Grundlagen
Die Dokumentation des Standards enthält unter anderem eine detaillierte Spezifikation des Standards und eine XML Document Type Definition (DTD), die der Beschreibung der Katalogstruktur dient 9. Unter einem Produktkatalog versteht die Spezifikation all jene Daten, die vom Katalogerzeuger zum Katalogempfänger übermittelt werden. Ein Katalogdokument: „ist die XML-Datei, in der der Produktkatalog im BMEcat-Format gespeichert und zum Katalogempfänger übermittelt wird“10.
Die folgende Darstellung zeigt ein BMEcat-Katalogsystem, bei dem Produktdaten des Lieferanten aus dem Warenwirtschaftssystem in das Katalogsystem übernommen werden. Die Übermittlung der Daten erfolgt im XML-Format.
[...]
1 Vgl. mediaone, „E-Procurement – Martkübersicht, Produkteigenschaften und Perspektiven“, Hamburg 2003, Seite 4
2 Vgl. Ruth Melzer-Ridinger „E-Business- Funktionen in der Betriebswirtschaft“, in: Werner Pepels (Hrsg.), „E-Business-Anwendungen in der Betriebstwirtschaft“, Berlin 2002, Seite 105
3 Vgl. BERLECON RESEARCH GmbH, „E-Business-Standards in Deutschland - Bestandsaufnahme, Probleme, Perspektiven", Berlin 2003, Seite 73
4 Vgl. Hinderer, Kirchhof (Bullinger, Ott Hrsg.) „Trendanalyse – Elektronische Marktplätze“, Frauenhofer- Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart Januar 2002, Seite 40
5 Vgl. BMEcat, „Spezifikation BMEcat Version 1.2“, 2001, Seite 10
6 Vgl. BMEcat, „Spezifikation BMEcat 2005 final draft”, 2005 7 Vgl. IBM, Whithepaper „e-Procurement und e-Marketplaces – neue B2B-Trends“, Seite 4-6
8 Vgl. BMEcat, „Spezifikation BMEcat Version 1.2“, 2001), Seite 5-6
9 Vgl. BMEcat, „Spezifikation BMEcat Version 1.2“, 2001, Seite 7
10 Vgl. BMEcat, „Spezifikation BMEcat Version 1.2“, 2001, Seite 7
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