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Autor: Diplom-Kauffrau (FH) Sara Pierbattisti
Fach: Wirtschaft - BWL - Allgemeines
Details
Tags: Energieversorgung, Zieldreieck, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit, Beispiel, Steinkohle
Jahr: 2005
Seiten: 33
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 46 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 264 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-39108-5
ISBN (Buch): 978-3-638-72021-2
Zusammenfassung / Abstract
Die Energieversorgung ist aus unserem täglichen Leben und Arbeiten nicht wegzudenken und auch für die nachfolgenden Generationen soll eine umfassende Energieversorgung gewährleistet sein. Doch wie verhält sich unsere Energieversorgung mit der Wirtschaftlichkeit, der Versorgungssicherheit in Anbetracht der Importabhängigkeit und knapper Ressourcen sowie mit der Umweltverträglichkeit? Diese drei Aspekte des Zieldreiecks nachhaltiger Energiepolitik werden kritisch beleuchtet und die Eigenschaften der heimischen Steinkohle werden beispielhaft anhand der Ergebnisse herausgestellt.
Textauszug (computergeneriert)
Die Energieversorgung im Zieldreieck von Wirtschaftlichkeit,
Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit am
Beispiel der heimischen Steinkohle
von: Sara Pierbattisti
6. Semester
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung 1
1.1. Relevanz des Themas vor aktuellem Hintergrund 1
1.2. Zielsetzung 1
1.3. Gang der Arbeit 2
2. Leitbild nachhaltiger Energiepolitik 2
2.1. Wirtschaftlichkeit 3
2.1.1. Auswirkungen durch die Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte 4
2.1.2. Finanzielle Förderung im Energiesektor 5
2.2. Versorgungssicherheit 6
2.2.1. Importabhängigkeit bei Primärenergie-Rohstoffen 6
2.2.2. Reserven und Ressourcen 7
2.3. Umweltverträglichkeit 8
2.3.1. Umweltauswirkungen 8
2.3.2. Maßnahmen zum Klimaschutz 9
2.4. Integrative Beurteilung 10
3. Einordnung der Steinkohle in das Zieldreieck nachhaltiger Energiepolitik 10
3.1. Wirtschaftlichkeit 10
3.1.1. Regionale Bedeutung des Steinkohlenbergbaus 11
3.1.2. Subventionierung des Steinkohlenbergbaus 11
3.2. Steinkohle als Bestandteil der nationalen Energiesicherung 12
3.2.1. Die Rolle der Steinkohle im deutschen Energiemix 12
3.2.2. Reserven und Ressourcen 13
3.3. Umweltverträglichkeit 13
3.3.1. Umweltauswirkungen 14
3.3.2. Maßnahmen zum Klimaschutz 14
4. Ausblick/Fazit 15
Anhang V
Literaturverzeichnis XIII
Abkürzungsverzeichnis
Abb. = Abbildung
BDI = Bundesverband der deutschen Industrie e.V.
BMF = Bundesministerium der Finanzen
BMU = Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
BMWA Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
BMWi = Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
bspw. = beispielsweise
bzgl. = bezüglich
ca. = circa
CO2 = Kohlendioxid
d.h. = das heißt
€ = Euro
e. V. = eingetragener Verein
evtl. = eventuell
f. = folgende
FCKW = Fluorchlorkohlenwasserstoff
ff. = fortfolgende
ggf. = gegebenenfalls
GVSt = Gesamtverband des deutschen Steinkohlenbergbaus
Hrsg. = Herausgeber
i. d. R. = in der Regel
i. V. m. = in Verbindung mit
Jg. = Jahrgang
kWh = Kilowattstunde
Mio. = Million
Mrd. = Milliarde
NOx = Stickoxide
OECD = Organisation for Economic Co-operation and Development
o. V. = ohne Verfasser
s. = siehe
S. = Seite
SKE = Steinkohleeinheit, Energieeinheit (1 t SKE = 8.140 kWh)
SO2 = Schwefeldioxid
t = Tonne
Tab. = Tabelle
u. a. = unter anderem
Vgl. = Vergleiche
WSM = Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V.
z. B. = zum Beispiel
1 Einleitung
Energieversorgung ist eine essentielle Grundlage für Wohlstand und eine Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität.1 Die Ziele einer wirtschaftlichen, sicheren und umweltverträglichen Versorgung sind eng mit der Energieversorgung verknüpft.2
1.1 Relevanz des Themas vor aktuellem Hintergrund
Deutschland hat eine zunehmende Importabhängigkeit von Energierohstoffen, insbesondere von Erdgas und Steinkohle, zu verzeichnen. 3 Die globale Konjunkturerholung und das starke Nachfragewachstum in Asien haben zur Steigerung der Rohstoffpreise beigetragen. Terrorangst, eine instabile Lage im Nahen Osten und Spekulationen verstärken diese Entwicklung noch.4 Die Knappheit an Rohstoffen wirkt sich auch auf den Strommarkt mit steigenden Preisen aus. Versorger begründen steigende Strompreise unter anderem mit höheren Kosten für Kohle und Gas. Seit dem Jahr 2000 sind die Strompreise je nach Versorger um 15-45% gestiegen. 5 Doch nicht nur die privaten Haushalte, auch die deutsche Wirtschaft, speziell die energieintensiven Industrien, beklagen die hohen Preissteigerungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten. Die Branche der Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen ist durch die steigenden Preise für Koks, ein Rohstoff der zur Stahlerzeugung benötigt wird, sogar in eine gefährliche Schieflage geraten. 6
1.2 Zielsetzung
Diese Arbeit befasst sich mit der Energieversorgung im Zieldreieck von Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit. Beispielhaft wird die heimische Steinkohle in das Zieldreieck eingeordnet. Es soll herausgestellt werden, welche Bedeutung der Steinkohle zukommt, wenn es darum geht, für heutige und kommende Generationen eine sichere Versorgung mit Energie zu gewährleisten, die gleichzeitig trag- und bezahlbar ist sowie Umwelt- und Klimaschutzaspekte berücksichtigt. Die Stellung und Bedeutung der Steinkohle in einem Energiemix, der die zuvor genannten Kriterien erfüllt, soll herausgestellt werden.
1.3 Gang der Arbeit
Die Ausführungen beschränken sich vorrangig auf Deutschland, gehen aber in einem kurzen Abschnitt auch auf die Weltsituation ein. Denn in vielen Ländern – insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern – ist Kohle ein unersetzlicher Energieträger, ohne den wirtschaftliche Entwicklung unmöglich ist. In Kapitel 2 werden die drei Zielebenen des Leitbildes der nachhaltigen Energiepolitik dargestellt. Auf dieser Grundlage wird in Kapitel 3 der Energieträger Steinkohle in das Zieldreieck eingeordnet. Die Arbeit befasst sich vorwiegend mit der heimischen Steinkohle, es wird jedoch auch auf die Besonderheiten der Importsteinkohlen eingegangen. Abschließend erfolgen eine kurze Reflexion der Ergebnisse sowie eine kritische Beurteilung der Rolle der Steinkohle in einem nachhaltigen Energiemix in Deutschland. Sie stützen sich auf Expertengespräche, die im Rahmen dieser Arbeit geführt wurden.
2 Leitbild nachhaltiger Energiepolitik
Nachhaltige Entwicklung bedeutet grundsätzlich eine ausgewogene, möglichst gleichrangige Berücksichtigung von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten. 7 Laut einer weltweit anerkannten Definition gilt es, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen ohne das Risiko einzugehen, dass kommende Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. 8 Dieses Zieldreieck der nachhaltigen Entwicklung kann auf die Energiepolitik übertragen werden. Das BMWA definiert als Ziele nachhaltiger Energiepolitik die Aspekte Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit.9 In Abbildung 1 ist das Zieldreieck einer nachhaltigen Energiepolitik grafisch dargestellt.
Abb. 1: Zieldreieck nachhaltiger Energiepolitik10
[Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Die drei Ziele stehen in gewisser Konkurrenz zueinander, so dass Zielkonflikte möglich sind. Ein „Mehr“ bei einem Ziel muss jedoch nicht zwangsläufig ein „Weniger“ bei den anderen Zielen bedeuten. 11
2.1 Wirtschaftlichkeit
Wirtschaftlichkeit im Sinne des energiepolitischen Zieldreiecks bedeutet eine effiziente Energiebereitstellung und -nutzung, welche die Volkswirtschaft wenig belastet.12 Neben ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft als Gesamtes hat die Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung aber auch auf Unternehmen großen Einfluss. Insbesondere für die energieintensiven Industrien und vor dem Hintergrund der Globalisierung der Märkte ist sie von großer Bedeutung. Die Energiepolitik soll daher Rahmenbedingungen schaffen, die eine langfristig kostengünstige Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen sichert.13
In seinem im Jahr 2001 veröffentlichten Bericht „Nachhaltige Energiepolitik für eine zukunftssichere Energieversorgung“ ordnete das damalige BMWi dem energiepolitischen Ziel Wirtschaftlichkeit drei Strategien zu: 14
· Kostengünstige und effiziente Energiebereitstellung für Industrie und Verbraucher
· Sicherung des Energieerzeugungsstandorts Deutschland
· Chancen auf Auslandsmärkten für Unternehmen der Energiebranche
2.1.1 Auswirkungen durch die Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte
[...]
1 Vgl. Bundesregierung (Hrsg.) (2002), S. 132.
2 Vgl. Bohnenschäfer, W.; Fröhlich, N.; Dr. Lindner, K. u. a. (2005), S. 6.
3 Vgl. BMWA Referat LP4 – Kommunikation und Internet (Hrsg.) (2002), S.5.
4 Vgl. GvSt (Hrsg.) (2004), S. 11.
5 Vgl. o.V. (2005, 18. Januar), S. 12.
6 Vgl. RAG Aktiengesellschaft; WSM e.V., (2004), S. 4-6.
7 Vgl. Rat für Nachhaltige Entwicklung (Hrsg.) (2003), S. 2.
8 Vgl. Hauff (Hrsg.) (1987), S. 46.
9 Vgl. BMWi Referat Öffentlichkeitsarbeit (2001), S. 10.
10 Eigene Erstellung in Anlehnung an: Quelle: Schmitz, L.; Siemers, M. (2003), S. 1.
11 Vgl. Siemers, M; Uther, D. (2002), S. 54-58.
12 Vgl. BMWi Referat Öffentlichkeitsarbeit (2001), S. 10.
13 Vgl. BDI (Hrsg.) (2004), S. 17.
14 Vgl. BMWi Referat Öffentlichkeitsarbeit (2001), S. 11.
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