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Symbolischer Interaktionismus (G. H. Mead): ein kurzer Überblick

Referat (Ausarbeitung), 2005, 13 Seiten
Autor: Antje Ruthert
Fach: Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie

Details

Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2005
Seiten: 13
Note: Leistungsschein
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V40650
ISBN (E-Book): 978-3-638-39119-1
ISBN (Buch): 978-3-638-93332-2
Dateigröße: 186 KB

Zusammenfassung / Abstract

Ich möchte mit dieser Ausarbeitung die Theorie- und Forschungstradition des „Symbolischen Interaktionismus“ skizzieren, welche bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist und bis heute noch interdisziplinär großen Zuspruch erhält. Ich beabsichtige das Wechselverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft aufzuzeigen, welches im Prozess der Interaktion mit anderen hergestellt wird und sich immer wieder verändern kann bzw. verändert. Zunächst werde ich auf die Biographie George Herbert Meads eingehen, der als Begründer dieser Theorie bekannt ist. Des Weiteren werde ich den Hintergrund des Pragmatismus und des Behaviorismus beleuchten, da sich Mead an beiden Theorierichtungen orientierte und sie in einem gewissen Maße weiterführte. Danach komme ich zum Kern dieser Arbeit, die Aneignung einer Identität im Laufe des Sozialisationsprozesses und der daraus resultierenden Wechselwirkung mit der sozialen Umwelt. Meads Theorie basiert auf dem Symbolsystem Sprache. Durch Interaktion bzw. Kommunikation mit anderen konstruiert sich das Individuum seine Lebenswelt und verfügt in interagierenden Prozessen über diese. Das heißt, soziales Handeln erfolgt im Wesentlichen durch Symbolsysteme. Ich möchte daher den Weg von Zeichen und Symbolen hin zu einer eigenständigen Persönlichkeit umreißen, welche sich seine soziale Welt durch Interaktion über ein gemeinsames Symbolsystem aneignet. Zum Abschluss dieser Arbeit möchte ich zusammenfassend mein persönliches Fazit einbringen.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Hannover, Philosophische Fakultät
Tutorium zur Vorlesung „Was ist Erziehung?“
Fachsemester: 3 – 6

Symbolischer Interaktionismus (G. H. Mead)

von: Antje Ruthert

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  2

2 Symbolischer Interaktionismus

2.1 Biographie George Herbert Mead  3
2.2 Pragmatismus, Behaviorismus und Chicago Philosophy Club als Hintergrundphilosophie 3
2.3 Symbolische Interaktion - Von Zeichen und Gesten zur individuellen Persönlichkeit 5

3 Fazit  10

4 Literaturverzeichnis  11


 

1 Einleitung

Ich möchte mit dieser Ausarbeitung die Theorie- und Forschungstradition des „Symbolischen Interaktionismus“ skizzieren, welche bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist und bis heute noch interdisziplinär großen Zuspruch erhält. Ich beabsichtige das Wechselverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft aufzuzeigen, welches im Prozess der Interaktion mit anderen hergestellt wird und sich immer wieder verändern kann bzw. verändert. Zunächst werde ich auf die Biographie George Herbert Meads eingehen, der als Begründer dieser Theorie bekannt ist. Des Weiteren werde ich den Hintergrund des Pragmatismus und des Behaviorismus beleuchten, da sich Mead an beiden Theorierichtungen orientierte und sie in einem gewissen Maße weiterführte.

Danach komme ich zum Kern dieser Arbeit, die Aneignung einer Identität im Laufe des Sozialisationsprozesses und der daraus resultierenden Wechselwirkung mit der sozialen Umwelt. Meads Theorie basiert auf dem Symbolsystem Sprache. Durch Interaktion bzw. Kommunikation mit anderen konstruiert sich das Individuum seine Lebenswelt und verfügt in interagierenden Prozessen über diese. Das heißt, soziales Handeln erfolgt im Wesentlichen durch Symbolsysteme. Ich möchte daher den Weg von Zeichen und Symbolen hin zu einer eigenständigen Persönlichkeit umreißen, welche sich seine soziale Welt durch Interaktion über ein gemeinsames Symbolsystem aneignet. Zum Abschluss dieser Arbeit möchte ich zusammenfassend mein persönliches Fazit einbringen.

2 Symbolischer Interaktionismus

Mit dem Begriff „Symbolischer Interaktionismus“ wird eine durch den philosophischen Pragmatismus geprägte Theorie- und Forschungstradition bezeichnet, welche mit Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA entstand. Als deren Begründer gilt der USamerikanische Soziologe, Sozialpsychologe und Philosoph George Herbert Mead (1863-1931). Sein Namensgeber ist jedoch Herbert Blumer (1900-1987), einer der berühmtesten Schüler Meads.

2.1 Biographie George Herbert Mead

Der US-amerikanische Soziologe, Sozialpsychologe und Philosoph George Herbert Mead wurde am 27. Februar 1863 in South Hadley, Massachusetts, geboren.1 Er wuchs in einem puritanischen Elternhaus auf, welches ihn dazu bewegte, sich 1879 an einem theologischen College einzuschreiben, welches schwerpunktmäßig die Interessen der protestantischen Sozialarbeit verfolgte.2 Nach einem erfolglosen Versuch der Tätigkeit als Lehrer auf dem Land, orientierte sich Mead neu. Aufgrund seines großen Interesses für philosophische und psychologische Fragestellungen schrieb er sich 1887 am Department of Philosophy in Harvard ein. Ende 1880 studierte er für kurze Zeit in Deutschland, u. a. in Leipzig, wo er sich mit den Schriften Wilhelm Wundts vertraut machte.3 Im Jahre 1894 ging Mead an die Universität von Chicago, wo er bis zu seinem Tod, am 26. April 1931, eine Lehrtätigkeit in Philosophie und Sozialpsychologie ausübte.4

2.2 Pragmatismus, Behaviorismus und Chicago Philosophy Club als Hintergrundphilosophie

George Herbert Meads Vorstellungen von menschlicher Sozialisation und Kommunikation sind – in spezifischer und fortentwickelnder Weise – dem Behaviorismus und viel mehr noch dem Pragmatismus verpflichtet. Mit Ausgang des 19. Jahrhunderts und Beginn des 20. Jahrhunderts nahm die Industrialisierung in den USA ihren Lauf. Es war die Zeit wirtschaftlichen und technischen Umschwungs; die zunehmenden Zahlen europäischer Einwanderer brachten einen kulturellen Umbruch und gleichzeitig soziale Probleme mit sich.

[...]


1 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/George_Herbert_Mead [07.05.05].

2 Vgl. Abels 2001, S. 13.

3 Vgl. ebd., S. 13.

4 Vgl. ebd., S. 13.


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