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Gesellschaftsbegriff nach Theodor W. Adorno

Presentation (Elaboration), 2004, 14 Pages
Authors: André Bloemen, Björn Cebulla
Subject: Sociology - Individual, Groups, Society

Details

Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2004
Pages: 14
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 4  Entries
Language: German
Archive No.: V40762
ISBN (E-book): 978-3-638-39200-6

File size: 203 KB


Excerpt (computer-generated)

Carl von Ossietzky Universität
Veranstaltung: Einführung in die Soziologie
Theodor W. Adorno: Gesellschaft,
in: Gesammelte Schriften,
1. Fachsemester

Gesellschaftsbegriff nach Theodor W. Adorno

von: André Bloemen

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  3

2 Biographie 3

3 Die Frankfurter Schule 6

4 Der Gesellschaftsbegriff  7

5 Kernaussagen Adornos 8

5.1 Aussage I  8
5.2 Aussage II  9
5.3 Aussage III  10

6 Kritischer Rückblick 12

7 Literaturverzeichnis 13


 

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Gesellschaftsbegriff nach Theodor W. Adorno. Als Basis hierfür dient der von Adorno veröffentlichte Text „Gesellschaft“, erschienen in den „Gesammelten Schriften“, Bd. 8, S. 9 – 19. Zunächst wird auf die Biographie des Autors eingegangen und sein Leben im Wirkungskreis der Frankfurter Schule erläutert, um anschließend im Lichte dieser Erkenntnisse die zentralen Aussagen des oben genannten Textes kritisch zu diskutieren.

2 Biographie1

Wir erachten es für sinnvoll, die Biographie Adornos ausführlich darzustellen, da so sein Wirken auch im Lichte seiner verschiedenen Lebensabschnitte besser verdeutlicht wird.

Abb. 1: Theodor W. Adorno2

Am 11. September 1903 wird Theodor Wiesengrund Adorno als Sohn des Weinhändlers Wiesengrund und seiner Frau, der italienischen Sängerin Maria Calvelli- Adorno, in Frankfurt am Main geboren. Während seiner Gymnasialzeit schließt er Freundschaft mit dem späteren Sozialwissenschaftler und Filmtheoretiker Siegfried Kracauer (1889-1966). Von 1921-1923 studiert Adorno Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musiktheorie in Frankfurt am Main. Zu seinem Freundeskreis gehören in der Studienzeit auch Max Horkheimer und Walter Benjamin. Adorno arbeitet parallel zum Studium für die Zeitschrift „Neue Blätter für Kunst und Literatur". 1924 pro- moviert T.W. Adorno in Frankfurt/Main bei Hans Cornelius (1863-1947) über „Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie" und steht damit noch ganz in der Tradition der transzendentalen Erkenntnistheorie. 1925/26 widmet sich Adorno einem Studium der Musiktheorie und Kompositionslehre bei Alban Berg (1885-1935) und Arnold Schönberg in Wien. Er verfasst schriftstellerische und kompositorische Arbeiten.

1929/1930 ist Adorno Redakteur der Kulturzeitschrift „Anbruch“. 1931 habilitiert sich Adorno bei Paul Tillich mit der Arbeit „Kierkegaard, Konstruktion des Ästhetischen" und hält seine Antrittsvorlesung über „Die Aktualität der Philosophie", die stark von Benjamin beeinflusst ist. Im Zuge der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 wird Adorno, wie allen jüdischen Dozenten, die Lehrbefugnis entzogen. Aufgrund der politischen Entwicklung in Deutschland emigriert Adorno 1934 nach Oxford und arbeitet hier als Dozent am Merton College. 1937 heiratet Adorno Gretel Karplus. 1938 wandert Adorno in die USA aus und wird offizielles Mitglied des nach New York übergesiedelten Instituts für Sozialforschung. 1942 siedelt er nach Kalifo rnien über, um dort zusammen mit Max Horkheimer an der „Dialektik der Aufklärung" zu arbeiten. In den Jahren 1944-1949 leitet er das Research Project on Social Discrimination in Los Angeles. Gemeinsam mit Max Horkheimer veröffentlicht Adorno 1947 in den USA die „Dialektik der Aufklärung", die erst 1969 in Deutschland erscheint. In dem ebenso berühmten wie umstrittenen Werk suchen die Verfasser eine Antwort auf die Frage, warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt. 1949 kehrt Adorno nach Deutschland zurück und erhält eine außerplanmäßige Professur für Sozialphilosophie an der Universität Frankfurt/Main. Parallel dazu leitet er gemeinsam mit Horkheimer das wiedereingerichtete Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Er veröffentlicht die Schrift „Philosophie der neuen Musik". Im Jahre 1950 ist Adorno einer der Mitverfasser einer empirisch fundierten, soziologischen Studie: „Der autoritäre Charakter". Diese Studie beschreibt den Zusammenhang von Autoritätsgläubigkeit und Faschismus. In den folgenden Jahren beschäftigt sich Adorno ve rstärkt mit den Methodenfragen der Soziologie. 1951 veröffentlicht Adorno die Schrift „Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben". 1952 referiert Adorno neben anderen bei den sogenannten Kölner Mittwochsgesprächen zum Thema „Die kulturelle und soziale Strukturveränderung im geeinten Deutschland". 1956 erhält Adorno eine ordentliche Professur für Soziologie und Philosophie in Frankfurt am Main. Im Jahre 1958 übernimmt er die Leitung des Instituts für Sozialforschung. Für seine literarischen Leistungen wird Adorno 1959 mit dem Berliner Kritikerpreis ausgezeichnet. 1961 beginnt auf einer Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Tübingen zwischen Karl R. Popper und Adorno eine Auseinandersetzung über Methodenprobleme der Sozialwissenschaften, der als Positivismusstreit bekannt wird. Die wichtigsten Beiträge zu dieser Debatte werden von Adorno 1969 in dem Sammelband „Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie“ veröffentlicht. 1963 wird Adorno mit der Frankfurter Goetheplakette ausgezeichnet. 1966 veröffentlicht Adorno die Schrift „Negative Dialektik“. Adorno geht darin von einer Neudefinition des Verhältnisses von Subjekt und Objekt aus und sieht die Aufgabe der Philosophie in der Darstellung der gesellschaftlichen Probleme mit philosophischen Mitteln. 1969 stirbt Adorno in Brig in der Schweiz an den Folgen eines Herzinfarkts.

[...]


1 Vgl. www.dhm.de/lemo/html/biografien/AdornoTheodorW/

2 Microsoft: Encarta Enzyklopädie 2004 (CD-ROM)


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