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Der Umgang mit Macht in der Sozialen Arbeit. Sozialarbeit im Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht

Termpaper, 2005, 19 Pages
Author: Franziska Auer
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 19
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V41047
ISBN (E-book): 978-3-638-39399-7

File size: 193 KB


Excerpt (computer-generated)

 

Fachhochschule Merseburg  

Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur

Fach Sozialarbeit

Der Umgang mit Macht in der Sozialen Arbeit. 
Sozialarbeit im Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht

Franziska Auer

 

 

 

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung 1

2. Macht und Soziale Arbeit – (k)ein Widerspruch 2
2.1. Definition von Macht und begriffliche Erläuterungen 2
2.2. Macht in der Sozialen Arbeit 3
2.3. Umgang mit beruflicher Macht 5
2.3.1. Macht im Selbstverständnis des Sozialarbeiters 6
2.3.2. Macht und Verantwortung 8
2.3.3. Machtmissbrauch in der Sozialarbeit 10

3. Ohnmacht in der Sozialen Arbeit 12
3.1. Die Ohnmacht beim Helfen 12
3.2. Der Ohnmacht begegnen 14

4. Schlussthesen für einem verantwortungsvollem Umgang mit Macht in der Sozialen Arbeit 15

5. Schlusswort 17

Literaturverzeichnis

 

 

1. Einleitung

Als ich mit der Bearbeitung der Thematik Macht und Ohnmacht in der Sozialen Arbeit begann, stellten sich mir nicht viele Fragen. Es schien selbstverständlich, dass ein Sozialarbeiter sich seiner beruflichen Macht bewusst ist und sie im Sinne einer zielgerichteten Arbeit mit dem Klienten sinnvoll einzusetzen weiß. In der genaueren Auseinandersetzung mit der Literatur stellte sich Macht im Rahmen Sozialer Arbeit jedoch als kontroverse, ja problematische Thematik dar: Über Macht im allgemeinen wird viel gesprochen – über Macht in der Sozialen Arbeit lieber geschwiegen. Hier galt es also nachzuhaken.

Zu der Auseinandersetzung mit Macht gehört, auch den Gegenpart, die Ohnmacht, zu betrachten. Ohnmacht bedeutet dabei immer die Abwesenheit von eigener Macht. Dass sich Angehörige helfender Berufe, in erster Linie aber Klienten ohnmächtig, hilflos fühlen können, ist ein anerkanntes und akzeptiertes Gefühl.

Aufgabe hier muss sein, Wege aus der eigenen Ohnmacht zu finden, um ihr nicht ausgeliefert zu sein, sie auch als eigene Grenzen akzeptieren lernen und dem Klienten Möglichkeiten aufzuzeigen, seine Ohnmacht zu überwinden.

Macht wird wenig thematisiert, wird weggeschoben. Macht im sozialen Arbeitsfeld gilt häufig als etwas Negatives. „So wird „Macht“ sofort mit „Machtmissbrauch“ gleichgesetzt, mit einem Zustand, den es möglichst rasch zu überwinden gilt“ (Stiels – Glenn 1996, S. 16). Macht wird verleugnet.

Die Existenz von Macht in der Sozialen Arbeit, ja deren Berechtigung voraussetzend, wird sich diese Arbeit vordergründig damit beschäftigen, nach dem Warum zu fragen. Nach Definition und Begriffserläuterung setzt sich das 2. Kapitel mit möglichen Ursachen, Gründen, deren Konsequenzen und dem Problem des Machtmissbrauchs auseinander. Ohnmacht als Gegenpart von Macht und als ein Gefühl, dem von Sozialarbeitern professionell begegnet werden kann, sei es die eigene Ohnmacht oder die des Klienten, wird in Kapitel 3 thematisiert.

Schlussthesen zu Möglichkeiten und Grenzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der beruflichen Macht beschließen im letzten Kapitel meine Ausführungen.

Um den Kreis dieser einleitenden Bemerkungen zu schließen und in die Diskussion einzusteigen, pr ovoziere ich, frage ich nun: Kann es im Interesse der Profession Sozialarbeit liegen, sich der Machtfrage zu entziehen – oder anders – wie professionell ist Soziale Arbeit, wenn sich der Umgang mit Macht so schwierig gestaltet?

2. Macht und Soziale Arbeit – (k)ein Widerspruch

An den Anfang dieser Arbeit möchte ich vier Grundthesen stellen, die ich in der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema entwickelt habe und sich in der gesamten Arbeit wiederfinden. Sie geben zum Teil auch den Tenor der bearbeiteten Literatur wieder. Offen bleibt, ob sie beim Leser Widerspruch anregen oder Bestätigung finden.


1. Ein falsches Verständnis von Sozialarbeit führt zum Verleugnen beruflicher Macht

2. Die Angst, Verantwortung im Rahmen beruflicher Macht zu übernehmen, verhindert, die Macht anzunehmen und bewusst anzuwenden

3. Sozialarbeiter definieren sich eher als ohnmächtige (denn als mächtige) Sozialarbeiter

4. Macht verleitet zu Machtmissbrauch im Arbeitsalltag von Sozialarbeitern

2.1. Definition von Macht und begriffliche Erläuterungen

Der zentrale Aspekt dieser Arbeit wird der Umgang mit beruflicher Macht in der Sozialen Arbeit sein. Daher ist es notwendig festzustellen, was der Begriff Macht bedeutet, welche Assoziationen er hervorruft. Über Macht ist vieles geschrieben worden, es gibt Machttheorien und Machtkonzepte oder um mit den Worten von Theodor Fontane zu sprechen „das ist ein weites Feld...“. Die Fülle von Literatur zur Machtproblematik habe ich deshalb im Kontext Sozialer Arbeit gesichtet, bearbeitet und so eingegrenzt.

Beginnen möchte ich dennoch mit einem allgemeineren Verständnis von Macht, wie sie in der Brockhaus Enzyklopädie zu finden ist. Das Wort Macht bedeutet hier auch >Kraft<, >Vermögen< und „...dient erstens der näheren Bestimmung einer sozialen Beziehung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass Personen oder Institutionen das Verhalten anderer Personen oder Institutionen auch unabhängig von deren Willen zu beeinflussen vermögen.

[...]

 


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