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Autor: Martin Cingolani
Fach: Kulturwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Volkskunde)
Tags: Lebenszeit imhof zeit leben tod überalterung säuglingssterblichkeit
Jahr: 1999
Seiten: 25
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 332 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12545-1
Textauszug (computergeneriert)
Arthur E. Imhof: Die Lebenszeit.
Ursachen und Folgen des
demographischen Wandels
INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG 4
1 DEFINITIONEN 5
2 DIE HÄUFIGSTEN TODESURSACHEN FRÜHER 7
2.1 Säuglingssterblichkeit 8
2.2 Pest/ Pocken und Infektionskrankheiten 9
2.3 Krieg 10
3 DIE HÄUFIGSTEN TODESURSACHEN HEUTE 11
4 DER DEMOGRAPHISCHE WANDEL UND DIE FOLGEN 13
4.1 Zunehmende Zahl von Alten und Hochbetagten 13
4.2 Volkswirtschaftliche Konsequenzen 14
5 GERONTOLOGISCHE FORSCHUNG 15
5.1 Definition von ‚Alter′ 15
5.2 Körperliche Probleme alter Menschen 16
6 DIE VERLÄNGERTE LEBENSZEIT UND DAS LEBEN IM ALTER 16
6.1 Forderungen für ein zufriedenes Leben im Alter 19
6.1.1 A. E. Imhof und das Konzept vom Lebensplan 19
6.1.2 U. Lehrs Programm der geistigen und körperlichen Reaktivierung 20
7 FAZIT 22
8 LITERATURLISTE 24
Einleitung
"Zeit ist etwas Grundlegendes. Sie ist das Prinzip, das unserem physisch-biologischen System zugrunde liegt und es durchdringt. Sie ist die Sprache des Geistes, formt unser Verhalten und definiert unsere Persönlichkeit. "
Der amerikanische Schriftsteller und Wissenschaftskritiker Jeremy Rifkin spricht hier den universellen Aspekt der Zeit im Leben, Denken und Agieren aller Menschen an und betont die zentrale Rolle die sie für unser biologisches und psychisches System spielt.
Der volkskundliche Bezug zum Phänomen Zeit liegt also in der Tatsache begründet, daß der Alltag jedes Einzelnen durch die Zeit bestimmt und strukturiert wird. Es gibt für keinen ein Entrinnen, unsere Lebenszeit ist begrenzt und kann auch in unserer technisierten Welt von heute nicht über die natürlichen Grenzen hinauswachsen. Zwar hat sich in den letzten zweihundert Jahren die durchschnittliche Lebensdauer der Menschen in Westeuropa verdreifacht, sie bleibt jedoch ein begrenztes Stück Zeit, das durch Geburt und Tod eingegrenzt wird.
Der Berliner Sozialhistoriker Arthur E. Imhof untersucht seit 1985 eingehend die Entwicklung der Lebenszeit. Zahlreiche Veröffentlichungen, Studienreisen und Vorträge dokumentieren die umfangreichen Forschungen die er auf diesem Gebiet durchgeführt hat. Methodologisch bedient sich Imhof sowohl historischer Quellen wie Kirchenbüchern, Beerdigungsregistern und Sippenbüchern als auch aktueller Sterbedaten und eigenen empirischen Untersuchungen. Er konstatiert Veränderungen und Tendenzen und leitet daraus Aussichten und Perspektiven für die Zukunft ab.
In dieser Arbeit werde ich die grundlegenden Ergebnisse seiner Forschungen erörtern und im Anschluss die weitreichenden Folgen aufzeigen, die die drastischen Veränderungen der Lebenszeit für die Menschen von heute mit sich gebracht haben.
1 Definitionen
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