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Autor: Dipl.-Kfm. (FH) Marco Winkels
Fach: Wirtschaft - Sonstiges
Details
Institut: Fachhochschule für Ökonomie und Management
Tags: Entwicklung, Wohnungsbauförderung, Deutschland, Immobilienmanagement
Jahr: 2005
Seiten: 28
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 22 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 148 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-39565-6
Textauszug (computergeneriert)
Entwicklung der Wohnungsbauförderung in Deutschland
von: Marco Winkels
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
1.1 Thematik und Problemstellung 4
1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise 5
2 Arten und Grundlagen der Wohnungsbauförderung 6
2.1 Wohnen als Grundbedürfnis 6
2.2 Bedeutung und Ziele 7
2.3 Möglichkeiten der staatlichen Förderung 9
3 Der öffentlich geförderte Mietwohnungsbau 12
3.1 Rechtliche Grundlagen 12
3.2 Der 1. Förderweg 13
3.2.1 Der Wohnberechtigungsschein 14
3.2.2 Beginn und Ende der öffentlichen Förderung 17
3.3 Die nicht öffentlichen Mittel 18
3.4 Von der Wohnungsbauförderung zur Wohnraumförderung 20
4 Kritische Betrachtung 22
5 Fazit 24
Literaturverzeichnis 25
1 Einleitung
1.1 Thematik und Problemstellung
Der Begriff der Wohnungsbauförderung ist in Deutschland fest verankert und trägt einen erheblichten Teil dazu bei, dass die verschiedenen Schichten der Bevölkerung, gerade auch die sozial Schwachen, angemessenen mit Wohnraum versorgt werden können.1 Daraus lässt sich die Fragestellung ableiten, wieso eine Förderung von Wohnraum notwendig ist. Sollte die Schaffung von Wohnraum nicht eine Angelegenheit der Wirtschaft ohne staatliche Intervention, so wie in anderen Wirtschaftszweigen, z.B. bei der Versorgung mit Lebensmitteln, sein?2 Gründe für die staatlichen Eingriffe sind, u.a. die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf den Wohnungsbestand in Deutschland. Gerade nach dem zweiten Weltkrieg war ein erhebliches Defizit an Wohnungen zu beklagen.3 Bereits vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges fehlten ca. 1 Mio. Wohnungen. Da während des zweiten Weltkrieges keine Bautätigkeit erfolgte, kam es zu einem weiteren Wohnungsmangel von ca. 1 Mio. Wohnungen. Zusätzlich muss noch der Verlust von Wohnraum durch die Kriegszerstörung eingerechnet werden.4 Dabei waren die deutschen Großstädte am schlimmsten betroffen und verloren ca. 60% des gesamten Wohnungsbestandes. 5 Nach Kriegsende war sich der Staat seiner Aufgabe zur Schaffung neuen Wohnraums bewusst und somit wurden verschiedene Arten von Wohnungsbauförderung entwickelt. Schätzungen zugrunde fehlten zu Beginn der fünfziger Jahre noch ca. 4,5 - 5,5 Mio. Wohnungen.6 Der größte Teil von staatlich geförderten Wohnungen wurde bis zum Anfang der siebziger Jahre errichtet.7 In den achtziger Jahren ging die Förderung von Wohnraum erheblich zurück, bis zu Beginn der neunziger Jahre erneut ein Aufwärtstrend zu verzeichnen war. Dieser war aber wesentlich schwächer als zu Zeiten der sechziger Jahre.8
1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
Ziel der Arbeit ist es, den Aufbau und die Funktionsweise der Wohnungsbauförderung in Deutschland darzustellen und zu erklären. Der Leser soll erfahren, warum die Wohnungsbauförderung in Deutschland ein wichtiges Instrument geworden ist und wie dadurch der gesamte Wohnungsmarkt beeinflusst wird. Anhand von Abbildungen werden teilweise Sachverhalte nochmals verdeutlicht. Im ersten Teil dieser Arbeit wird ein kurzer einleitender Überblick zur Thematik im Bereich der Wohnungsbauförderung gegeben. Ein geschichtlicher Rückblick erläutert, wie die Wohnungsbauförderung der Wohnungsnot in Deutschland entgegenwirken sollte. Der zweite Teil beschäftigt sich mit grundlegenden Erklärungen zur Wohnung. Weiterhin werden verschiedene Arten der Wohnungsbauförderung klassifiziert. Die Ziele der staatlichen Förderung werden genannt. Der dritte Teil behandelt den Schwerpunkt des öffentlich sozial geförderten Mietwohnungsbaues. Die Förderung in diesem Bereich stellte den zentralen Kern der Wohnungspolitik dar. Unter Rückgriff auf die rechtlichen Grundlagen erfolgt eine Konkretisierung und Unterscheidung der Fördermöglichkeiten im sozialen öffentlichen Mietwohnungsbau. Gesetzliche Änderungen und die damit verbundenen Neuerungen werden gegenübergestellt. Der vierte Teil befasst sich mit einem kurzen kritischen Ansatz zur Wohnungsbauförderung. Ein Resümee bildet den Abschluss dieser Arbeit.
2 Arten und Grundlagen der Wohnungsbauförderung
2.1 Wohnen als Grundbedürfnis
Bereits in der Geschichte haben sich Menschen in Höhlen und Hütten arrangiert und dort Schutz vor den Gefahren der Umwelt gesucht. Die Bewohner lebten in einfachen Verhältnissen ohne Elektrizität, Heizung und fließend Wasser.9 Mit einer heutigen modernen Wohnung des 21. Jahrhunderts ist dies natürlich nicht zu vergleichen. Es bleibt aber zu beachten, dass wenn auch die Ansprüche an eine Wohnung gestiegen sind, die Grundintention unverändert geblieben ist. Wohnen war und ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Früher und heute ist für Individuen das eigene Zuhause ein Ort, an dem sie mit ihren Familien ungestört und geschützt leben können. In der Regel bildet die Wohnung daher den Lebensmittelpunkt eines Menschen.10 Die heutigen modernen Wohnungen haben einen langen Entwicklungsprozess durchlaufen. Auch durch externe Einflussfaktoren, wie z.B. die Industrialisierung, wurde der Wohnungsbau in Teilen Deutschlands geprägt. Heute gibt es ein breites Angebot an Wohnmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Wohnlagen. Vom Bauernhof auf dem Land, bis zur Luxuswohnung in der Großstadt. In Deutschland ist das Wohnen zur Miete so stark verbreitet, wie sonst in keinem anderen europäischen Staat. Statistisch gesehen hat Deutschland die niedrigste Eigentumsquote in ganz Europa. Nur ca. 42,8 Prozent wohnten im Jahr 2003 nicht zur Miete. Spitzenreiter beim Wohnungseigentum sind Spanien und Norwegen mit ca. 86,0 Prozent.11 Die Nachfolgende Grafik konkretisiert dies noch einmal.
[...]
1 Vgl. Rittershofer, W.: Wirtschafts- Lexikon, Beck- Wirtschaftsberater; 2. Auflage; München 2002; S. 859 f.
2 Vgl. Stadler, O.: Handbuch der Wohnungsbauförderung und des sozialen Wohnungsbaues; München und Berlin 1955; S. 1.
3 Vgl. Stern, V.: Wohnungsbauförderung auf dem Prüfstand, Karl- Bräuer- Institut des Bundes der Steuerzahler e.V.; Heft 93; Wiesbaden 2001; S. 1.
4 Vgl. Stadler, O.: Handbuch der Wohnungsbauförderung und des sozialen Wohnungsbaues; München und Berlin 1955; S. 1.
5 Vgl. ebenda.
6 Vgl. Leibniz- Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Sozialer Wohnungsbau; in http://www.lrz-muenchen.de/~baufak/baufak/berichte/50-ak-sozialwohnung.htm; Bochum 1998; (12.05.2005).
7 Vgl. Häußermann, H.; Siebel, W.: Das Ende des goldenen Zeitalters im Sozialen Wohnungsbau; in Bärsch, J.; Brech, J. (Hrsg.): Das Ende der Normalität im Wohnungs- und Städtebau? Thematische Begegnungen mit Klaus Novy; Darmstadt 1993; S. 9.
8 Vgl. ebenda.
9 Vgl. Hämmerlein, H.: Einführung in die Wohnungswirtschaft- Ein Leitfaden in Thesen und Übersichten; 1. Auflage; Baden- Baden 1996; S. 19.
10 Vgl. Keil, K.: Der soziale Mietwohnungsbau; Mängel und Alternativen; in Albers, W., Krause- Junk, G., Littmann, K., Oberhauser, A., Pohmer, D., Schmidt, K. (Hrsg.), Finanzwissenschaftliche Schriften, Band 78; Frankfurt am Main, Berlin, Bern, New York, Paris, Wien: Lang, 1996; zugl.: Mainz, Univ., Diss., 1996; S. 11.
11 Vgl. Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen e.V. (Hrsg.): Deutschland beim Wohneigentum unverändert an vorletzter Stelle - Spanien und Norwegen an der Spitze -, Folge 10/2004; in http://www.ifs-staedtebauinstitut.de/Hi2004/hi10.htm; Berlin 2004; (12.05.2005).
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