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Grundlagen für ein effizientes Kostenmanagement von Neu- und Umbaumaßnahmen im Hochbau

Autor: Dipl. -Ing. Michael Frahm
Fach: Bauingenieurwesen

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Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 121
Note: 1,8
Literaturverzeichnis: ~ 52  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 4411 KB
Archivnummer: V41405
ISBN (E-Book): 978-3-638-39673-8
ISBN (Buch): 978-3-638-71332-0

Zusammenfassung / Abstract

Die Grundlagen des Kostenmanagements sind sehr komplex dennoch wurde für den Planer anhand der Diplomarbeit ein gangbarer Weg geschaffen, sich in dieses Themengebiet einzuarbeiten. Speziell für die Kostenermittlung von Umbaumaßnahmen liegt wenig Literatur vor, so dass die vorliegende Diplomarbeit in diesem Gebiet die Grundlagen, Kostenermittlungsverfahren und besonderen Risiken bei der Kostenermittlung von Umbaumaßnahmen aufzeigt. Durch die Analyse zweier Studien über Kostenmanagementprogramme, ist ein Rundumschlag in der Kostenmanagementsoftwarebranche und den dazugehörigen Programmen gelungen. Dies gewährleistet, dass die am besten bewerteten Programme auch wirklich das halten was sie versprechen und das mann ein großen Überblick davon erhält was der Markt momentan in diesem Sektor anbietet. Eigene Umfragen ergaben, dass auch hier speziell die Kostenermittlung von Umbaumaßnahmen von den Softwarefirmen noch Stiefmütterlich behandelt wird und es noch kein entsprechendes eigenständiges Programm oder Programmmodul gibt. Deshalb wurde im Rahmen der Diplomarbeit an dieser Stelle eine Systematik entwickelt, wie ein solches Programm aufgebaut sein sollte. Durch die Analyse der Kostenkennwertsammlungen und durch ihre Klassifizierung nach Neu- und Umbaumaßnahme und nach dem Verwendungszweck, wurde auch für dieses wichtige Kernelement, ein guter Überblick geschaffen. Weiterhin wurden die Verfahren und die Ergebnisse der Analysen genutzt und angewendet. Eine Architektur Studentin verwendete die Diplomarbeit als Grundlage um sich in dieses Themengebiet einzuarbeiten und anschließend anhand eines konkreten Beispiels, das gelesene umzusetzen und durch eine Kostenermittlung anzuwenden. Die Kostenermittlung anhand des konkreten Beispiels wurde von einer Architektur Studentin, von einer erfahrenen Architektin und vom Diplomanden durchgeführt. Die Ergebnisse waren in allen Fällen genau, was beweist das sich die Architektur Studentin mittels der Diplomarbeit mit geringem Aufwand in das Themengebiet einarbeiten konnte. Die vorliegende Diplomarbeit bietet dem Planer im Bereich Kostenmanagement einen detaillierten Überblick in alle Bereiche des Kostenmanagements von Neu- und Umbaumaßnahmen im Hochbau.

Textauszug (computergeneriert)

Im Studiengang Bauingenieurwesen
Vertiefung Allgemeiner Baubetrieb
Fachgebiet Projektmanagement

Diplomarbeit

Grundlagen für ein effizientes Kostenmanagement von
Neu- und Umbaumaßnahmen im Hochbau

vorgelegt von 

Michael Frahm

Sommersemester 2005

 

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis ... V
Tabellenverzeichnis  ... VII
Abkürzungsverzeichnis  ... VIII
Eidesstattliche Erklärung ...  IX

1.0 Einleitung  ... 1
1.1 Ausgangssituation  ... 1
1.2 Aufgabenstellung und Ziel der Arbeit  ... 2
1.3 Vorgehensweise  ... 3

2.0 Managementleistungen im Bauwesen  ... 4
2.1 Der Projektbegriff  ... 4
2.2 Managementleistungen im Bauwesen  ... 5
2.3 Projektmanagement  ... 6

3.0 Grundlagen des Kostenmanagements  ... 8
3.1 Philosophie des Kostenmanagements  ... 8
3.2 Wirtschaftlichkeit  ... 10
3.2.1 Wirtschaftlichkeitsprinzipien  ... 10
3.2.2 Wirtschaftlichkeit und Kostendenken  ... 11
3.2.3 Investitionsplanung und Rechnungsverfahren  ... 12
3.3 Handlungsbereiche des Kostenmanagements  ... 15
3.3.1 Aufbau des Kostenmanagements  ... 15
3.3.2 Kostensteuerung  ... 16
3.3.3 Kostenplanung  ... 17
3.3.4 Kostenüberwachung  ... 18
3.4 Leistungsbilder des Kostenmanagements  ... 19
3.4.1 Leistungsbild nach HOAI  ... 19
3.4.2 Leistungsbild nach AHO  ... 22
3.5 Besonderheiten bei Umbaumaßnahmen  ... 25
3.5.1 Planungsvoraussetzungen von Umbaumaßnahmen  ... 25
3.5.1.1 Die maßliche Erfassung von Umbaumaßnahmen  ... 25
3.5.1.2 Schadensaufnahme von Umbaumaßnahmen  ... 26
3.5.1.3 Klassifizierung von Umbaumaßnahmen  ... 26
3.5.1.4 Kostenrisiken bei Umbaumaßnahmen  ... 28

4.0 Verfahren des Kostenmanagements  ... 29
4.1 Die Kostensteuerung  ... 29
4.2 Kostenplanung  ... 30
4.2.1 Verfahren der Kostenplanung  ... 30
4.2.1.1 Planungsorientierte Verfahren  ... 30
4.2.1.2 Ausführungsorientierte Verfahren  ... 36
4.2.1.3 Spezielle Verfahren für Umbaumaßnahmen  ... 39
4.2.2 Elemente der Kostenplanung (Kostenermittlung)  ... 42
4.2.2.1 Kostenstruktur (Herstellkosten n.DIN 276)  ... 42
4.2.2.2 Kostenmengen (Bezugsgrößen nach DIN 277)  ... 48
4.2.2.3 Kostenkennwerte  ... 53
4.2.3 Kostenplanung im Zuge des Projektfortschrittes  ... 53
4.2.3.1 Anforderungen an die Kostenplanung im Zuge des Projektfortschritts  ... 53
4.2.3.2 Haftung bei Bausummenüberschreitung  ... 55
4.3 Die Kostenüberwachung  ... 56

5.0 Analyse von Kostenmanagement Tools  ... 62
5.1 Anforderungen an die Software für das Kostenmanagement  ... 62
5.1.1 Auswertung der Studie 1:  ... 63
5.1.2 Auswertung der Studie 2:  ... 68
5.2 Vorschlag einer Systematik für Kostenmanagement-Programme zur Kostenermittlung von Umbaumaßnahmen  ... 72

6.0 Analyse von Kostenkennwertsammlungen  ... 75
6.1 Grundlagen Kostenkennwerte  ... 75
6.2 Grundlagen Datenbanken für Kostenkennwertsammlungen  ... 76
6.3 Übersicht am Markt befindlicher Kostenkennwertsammlungen für Neu- und Umbaumaßnahmen  ... 77
6.4 Klassifizierung der Kostenkennwertsammlungen für Neubaumaßnahmen nach ihrer Verwendbarkeit  ... 79
6.4.1 Plausibilitätsprüfung  ... 79
6.4.2 Kostenschätzung  ... 81
6.4.3 Kostenberechnung  ... 81
6.5 Klassifizierung der Kostenkennwertsammlungen für Umbaumaßnahmen nach ihrer Verwendbarkeit  ... 82
6.5.1 Kostenberechnung  ... 82
6.6 Anpassung von Kostenkennwerten mittels Baupreisindex  ... 84

7.0 Anwendung auf ein konkretes Beispiel  ... 85
7.1 Kostenschätzung Verwaltungsgebäude auf der Basis eines Vorentwurfs  ... 85
7.1.1 Beschreibung der Aufgabenstellung ...  85
7.1.2 Beschreibung des Verwaltungsgebäudes  ... 85
7.1.3 Kostenschätzung erstellt durch ...  86
7.1.3.1 Student Architektur  ... 86
7.1.3.2 Erfahrener Architekt  ... 87
7.1.3.3 Projektmanager  ... 87
7.1.3.4 Plausibilität mit BKI Kostenplaner  ... 89
7.1.3.5 Vergleich der Ergebnisse  ... 89
7.2 Kostenüberwachung mit California 3000  ... 90
7.2.1 Kostenschätzung mit dem RGB  ... 90
7.2.2 Kostenüberwachung  ... 91
7.3 Zusammenfassung  ... 97
7.4 Schlussfolgerung  ... 99

Danksagung  ... X

Literaturverzeichnis  ... XI
Internetverzeichnis  ... XV
Anlagenverzeichnis ...  XVI

 

Abbildungsverzeichnis
Abb.1 a Mind Map Vorgehensweise  ... 3
Abb.1 b Projektkreislauf  ... 4
Abb.2 Managementleistungen im Bauwesen  ... 5
Abb.3 Handlungsbereiche des Projektmanagements  ... 6
Abb.4 Verfahren des Investitionsrechnung  ... 13
Abb.5 Handlungsbereiche des Kostenmanagements  ... 15
Abb.6 Kostenentwicklung mit und ohne Kostensteuerung  ... 16
Abb.7 Kostenbeeinflussbarkeit in Abhängigkeit des Projektfortschritts  ... 17
Abb.8 a Regelkreis der Kostensteuerung  ... 29
Abb.8 b Ablauf Kostenermittlung  ... 30
Abb.9 Kostenartenflächenmethode  ... 32
Abb.10 Gebäudeelementmethode  ... 34
Abb.11 Transformation Gebäudeelemente in Vergabeeinheiten  ... 36
Abb.12 Fassungen der DIN 276  ... 43
Abb.13 DIN 276 Kostengliederung  ... 44
Abb.14 Die Kostenermittlungsarten  ... 45
Abb.15 Gliederungsstruktur der DIN 276 (3 Ebene) und erweitert n. Sommer (3-5 Ebene)  ... 45
Abb.16 Anforderungen an Grobelemente  ... 46
Abb.17 Anforderungen an Funktionselemente  ... 46
Abb.18 erweiterte Gliederung n. Sommer  ... 47
Abb.19 Anforderungen an Konstruktionselemente  ... 48
Abb.20 Anforderungen an Leitpositionen  ... 48
Abb.21 vom Raumprogramm zur Kostenermittlung  ... 49
Abb.22 Gliederungsbaum der DIN 277  ... 50
Abb.23 Nutzungsart und Gliederung der Nettogrundflächen  ... 51
Abb.24 Mengen und Bezugseinheiten für die KGR 340 n. DIN 277  ... 52
Abb.25 Kostenplanung im Projektablauf ...  53
Abb.26 Genauigkeitsanforderungen von Kostenermittlungen  ... 54
Abb.27 Handlungsschritte der Kostenüberwachung  ... 56
Abb.28 Kostenchart  ... 61
Abb.29 Kostengliederung n. DIN 279 1993 in California 3000  ... 65
Abb.30 Apsis Standardprozess vom Objekt zur Auswertung  ... 67

[bis Abb. 65 in Downloaddatei enthalten]

Tabellenverzeichnis
Tab.1 Festlegung des Zielbudgets  ... 58
Tab.2 Kostendeckungsnachweis  ... 59
Tab.3 Kostenbericht  ... 60
Tab.4 Studie 1 Programme im Überblick  ... 63
Tab.5 Studie 1 Programme Stufe 2  ... 65
Tab.6 Studie 2 Programme im Überblick  ... 68
Tab.7 Studie 2 Programme Stufe 3  ... 69
Tab.8 Beispiel Berechnung Kostenkennwert  ... 75
Tab.9 Kostenkennwertbereich  ... 75
Tab.10 Übersicht Kostenkennwertsammlungen  ... 77
Tab.11 Übersicht Gliederungstiefe  ... 77
Tab.12 Anzahl Kennzahlen, Art der Datenbank ...  78
Tab.13 Übersicht: Schnittstellen, Zugänglichkeit, Kosten  ... 78
Tab.14 Übersicht Verwendungszweck  ... 79
Tab.15 Baupreisindex  ... 84
Tab.16 Übersicht Kostenermittlungen  ... 89

 

Abkürzungsverzeichnis

[...]

 

 

1.0 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft prognostiziert einen Rückgang der Bauinvestitionen im Jahr 2006 um 1%. Diese Prognose spiegelt die schlechte konjunkturelle Entwicklung der Gesamtwirtschaft und eine sich einleitende Deflation in Deutschland wieder. Private und öffentliche Bauherren haben weniger Kapital oder binden weniger Kapital in Form von Anlagen. Dies hat zur Folge, dass weniger neu gebaut wird und der Baubestand in den Vordergrund rückt.

In Deutschland ist mit geschätzten 10 Mrd. To gesamt, bzw. 126 To je Einwohner der Baubestand das größte vorhandene Materiallager. Dieses Materiallager hat eine hohe Bedeutung für die ökonomische Entwicklung der Gesamt- und der Bauwirtschaft. So werden sich der Bauunterhalt, die Instandsetzung und die Sanierung in den nächsten Jahrzehnten zu einer der Hauptaufgaben der Planer entwickeln. Dies hat zur Folge, dass für den Planer die Bedeutung von Kostenmanagement von Umbaumaßnahmen und im speziellen die Bedeutung von Kostenermittlungsverfahren für Umbaumaßnahmen im kommenden Jahrzehnt zunehmen wird.

Für Beteiligte an Bauprojekten bedeuten Kosten Risiken und sind deshalb, egal ob für den Bauherrn, den Planer oder den Bauunternehmer von großem Interesse. Um eine hohe Wirtschaftlichkeit zu erzielen und ein geringes Investitionsrisiko einzugehen, sollen aus der Sicht des Bauherren die Investitionskosten für eine gewünschte Gebäudegeometrie und einen gewünschten Gebäudestandard so gering wie möglich sein.

Der Planer hingegen befindet sich in einer Zwickmühle, einerseits steigt sein Honorar nach HOAI, mit der Höhe der Bausumme. Andererseits liegt es in seinem Interesse dem Bauherren ein kostengünstiges Bauwerk zu liefern. Es kann jedoch zwischen Bauherrn und Planer vertraglich vereinbart werden, dass, sollten die geplanten Kosten unterschritten werden, der Planer an der eingesparten Differenz gewinnbeteiligt ist. 
Die Bauunternehmen hingegen sind daran interessiert, ihre Unternehmenskapazitäten möglichst lange auszuschöpfen und so viele Leistungen wie möglich zu verkaufen. 

Jedoch geraten Planer in der Gegenwart durch negative und teilweise nicht objektive Berichterstattung der Medien über Kostenüberschreitungen von Baumaßnahmen in die Schusslinie der öffentlichen Meinung. Die Ursachen und Rahmenbedingungen von Kostenüberschreitung werden von den Medien außer Acht gelassen, die Schlagzeile „der Planer ist schuld“ vermarktet sich besser.

Dennoch darf der für das Kostenmanagement zuständige Planer nicht aus der Verantwortung gezogen werden, denn er ist nicht nur „Konstrukteur“ und oder „Künstler“ sondern auch als „Treuhänder“ dem Bauherren gegenüber verpflichtet, alle von ihm geforderten Parameter kostengerecht auszuführen.

Hier bietet das Kostenmanagement allen am Bauvorhaben Beteiligten Methoden, Risiken zu minimieren, sei es nun für den Bauherrn, der primär wissen will, was sein Bauwerk kostet, oder für den Planer, der dem Bauherrn gegenüber in der Schuld steht, die vertraglich vereinbarten Kostenziele zu erreichen, oder für die Bauunternehmer, die schließlich für die erbrachten Leistungen ihr Geld wollen.

1.2 Aufgabenstellung und Ziel der Arbeit

Es soll in der festgelegten Zeit der Diplomarbeit eine umfassende Aufarbeitung der unterschiedlichen Problematiken des Kostenmanagements im Hochbau von Neu- und Umbaumaßnahmen bearbeitet werden. Die Diplomarbeit soll einem im Bereich Kostenmanagement unerfahrenen Planer einen detaillierten Einblick in die Thematik ermöglichen und ihm grundsätzliches Basiswissen vermitteln. Desweitern sollen ihm die notwendigen Methoden des Kostenmanagements, marktübliche Kostenmanagement Tools und Kostenkennwertsammlungen für ein effizientes Kostenmanagement dargelegt werden.

Einem erfahrenen Kostenmanager soll die Diplomarbeit in den Bereichen Kostenmanagement von Umbaumaßnahmen neue Impulse vermitteln und durch die Analyse von Kostenmanagement Tools und Kostenkennwertsammlungen ein effizienteres Arbeiten ermöglichen.

Ziel der Arbeit ist es, geeignetes Datenmaterial so zu eruieren und darzustellen, dass das Kostenmanagement in diesen Bereichen effizienter gestaltet werden kann und dadurch Entscheidungsprozesse des Kostenmanagements vereinfacht werden.

1.3 Vorgehensweise

Es sollen ein Überblick und eine Auswertung über Literatur, Normen, Methoden des Kostenmanagements, Software Tools für das Kostenmanagement und Kostenkennwertsammlungen erfolgen.

Dieser Überblick erfolgt nicht nur für das Kostenmanagement von Neubaumaßnahmen, sondern auch für das Kostenmanagement von Umbaumaßnahmen.

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