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Autor: Thorsten Doß
Fach: Afrikawissenschaften
Details
Institution/Hochschule: Universität Leipzig (Afrikanistik)
Tags: Tonale, Reimkunst, Hausa, Luba, Lamang, Sprachkunst, Oraturen, Afrika
Jahr: 2004
Seiten: 8
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 402 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-39681-3
Textauszug (computergeneriert)
Universität Leipzig, Afrikanistik
Sprachkunst und Oraturen in Afrika
14. Semester
Tonale Reimkunst der Hausa, Luba und Lamang
von: Thorsten Doß
Inhaltsverszeichnis
1. Einleitung 3
2. Bedeutung und Funktion von tonalen Reimen 3
3. Die Sprachen Hausa, Luba und Lamang 4
4. Tonale Phänomene 4
5. Beispiele aus den jeweiligen Sprachen 6
5.1. Hausa 6
5.2. Luba 6
5.3. Lamang 7
6. Schlußbetrachtung 7
7. Literaturverzeichnis 8
1. Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich tonale Parallelen in Sprichwörtern dreier afrikanischer Sprachen aufzeigen. Diese Parallelen bilden für den Sprecher und den Hörer eines solchen Sprichwortes eine bestimmte Struktur, den Rhythmus. Dieser Rhythmus wiederholt sich innerhalb des Sprichwortes oder er variiert darin. Die Kriterien, die diesen Variationen zugrunde liegen, sollen in dieser Arbeit als tonale Phänomene bezeichnet werden. Die Sprichwörter, auf die ich mich in dieser Arbeit beziehe, stammen aus dem reichen Sprichwortschatz der Hausa, Luba und Lamang.
H.I. Weier bearbeitete in seinen Werken „Tonrelationen in Luba-Sprichwörtern“ ( Weier 1992/1 ) und „Luba – Sprichwörter“ ( Weier 1992/2 ) rund 2000 Sprichwörter und legte viele stilistische Kategorien zur Erfassung tonaler Reime darin fest.
E.Wolff beschäftigte sich auf dieser Ebene vor allem mit den tschadischen Sprachen Hausa ( Wolff 1998 ) und Lamang ( Wolff 1980 ). Auch er strukturierte darin Sprichwörter nach ihren tonalen Kategorien und bewies somit die Besonderheit, die Tonparallelen besitzen können.
Ziel der Arbeit ist eine Kurzdarstellung eines im Sommersemester 2004 vorgetragenen Referates an der Universität Leipzig über verwendete Sprachkünste bei Sprichwörtern. Das Vermitteln der benutzten Kriterien zur Weiterverwendung bei der Bearbeitung von Sprichwörtern anderer Sprachen und eine Darstellung der Tonreimrelationen anhand von Beispielen in den bereits erwähnten drei afrikanischen Sprachen soll auch ein Teil dieser Arbeit sein.
2. Bedeutung und Funktion von tonalen Reimen
Sprichwörter sind Bestandteil und oft auch Ausdrucksweise einer Kultur. In ihnen spiegeln sich überlieferte Weisheiten, moralisch - ethische Werte, Rechte und Regeln und auch didaktisch - pädagogische Elemente, oft in Reimform, wieder.
Die hier behandelten afrikanischen Sprachen nutzen die Tonalität ihrer Sprache als herausragend prosodisches Element innerhalb des Reimes. Die vortragende Person kann die tonale Struktur durch individuelle, kreativ – ästhetische Manipulation verändern um eine gewollte Melodie, bzw. die erdachte Reimform, hervorzurufen.
Nach außen hin erlangt der Reim eine Stellung, die sich eindeutig von der Alltagssprache distanziert und eher poetische Dimensionen erlangt.
Durch die rhythmische Vortragsweise eines Sprichwortes läßt sich dies leichter einprägen, um später wiederholt zu werden. Die tonale Ausdrucksform eines Reimes stellt somit auch ein mnemotechnisches Hilfsmittel dar, daß die Merkbarkeit eines Sprichwortes vielfach erleichtert.
3. Die Sprachen Hausa, Luba und Lamang
An dieser Stelle möchte ich nur kurz ein paar wichtige Informationen über die hier behandelten Sprachen geben. Tonsprachen sind weder auf dem afrikanischen Kontinent, noch auf dieser Welt von geringer Anzahl. In Afrika zählen die meisten Sprachen zu den Tonsprachen ( Wolff 1989: 3 ).
Das zur tschadischen Sprachfamilie gehörende Hausa, mit dem Kiswahili die größte Verkehrssprache Afrikas, wird überwiegend von Muslimen gesprochen. Die ungefähre Sprecherzahl liegt bei 50 Millionen Menschen ( Wolff 1998: 22 ). Als Sprachzentrum könnte man den Norden Nigerias betiteln, doch finden sich Sprecher weit über die Grenzen dieses Gebietes hinaus.
Die Bantusprache (Ci-)Luba wird in den Kasayprovinzen, im Kongo, von ca. 4,5 Mill. Menschen, gesprochen ( Weier 1992/2: V ). Die Baluba benutzen ihre Sprache auch für das musikalische Medium – für die Trommel. Für die rhythmischen Kompositionen ihrer Trommelsprache verwenden sie die tonalen Sequenzen ihrer Sprache ( Wolff 1998: 11 ).
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