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Flüchtlinge sehen mit anderen Augen

Untertitel: Die Rolle von SozialarbeiterInnen bei der Betreuung von Flüchtlingen

Diplomarbeit, 2001, 134 Seiten
Autor: DSA Mag. (FH) MSc Markus Neuwirth
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Details

Institution/Hochschule: Fachhochschule St. Pölten
Tags: Flüchtlinge, Augen
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 134
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 36  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V41498
ISBN (E-Book): 978-3-638-39743-8
ISBN (Buch): 978-3-638-71789-2
Dateigröße: 670 KB
Anmerkungen :
Die Rolle des Sozialarbeiters bei der Betreuung von Flüchtlingen steht im Mittelpunkt der Arbeit. Anhand verschiedener Problemfelder werden verschiedene Handlungsoptionen für die Sozialarbeit aufgezählt und kritisch hinterfragt.


Zusammenfassung / Abstract

Grundsätzlich baut die Diplomarbeit auf vier Säulen auf: - Analyse der Ausgangssituation In diesem Abschnitt soll zuerst die Dimension des Flüchtlingsproblems in Österreich und Europa analysiert werden. Weitere Punkte in diesem Kapitel sind die Einstellung der Aufnahmegesellschaft und die Probleme im Alltag eines Asylwerbers. - Umfassender Überblick über die bestehenden Angebote Ein zentraler Punkt für vernetztes Arbeiten ist es, sich einen Überblick über die bestehenden Angebote zu verschaffen. Wie ich selbst erfahren konnte, fehlt es sowohl bei staatlichen als auch privaten Einrichtungen aber oft an dieser Grundvoraussetzung. In diesem Kapitel sollen nun einerseits alle wesentlichen Stellen aufgelistet (Adressensammlung im Anhang) und andererseits die Tätigkeiten ausgewählter Einrichtungen genauer beschrieben werden. - Zentrale Problemfelder im Integrationsprozess Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den zentralen Problemen, welche Asylwerber während des Integrationsprozesses bewältigen müssen. Insbesondere soll hier auf die Problemfelder Arbeitsmarkt, Sprache, Wohnen, Religion, Kultur, Erziehung und Familie eingegangen werden. - Ansatzpunkte und Möglichkeiten für Sozialarbeit Generell geht es darum, in allen Kapiteln der Bezug zur Sozialarbeit herzustellen sowie die Aufgaben und Ziele eines Sozialarbeiters im betreffenden Bereich zu skizzieren. Weiters umfasst die Arbeit auch zwei eigene Punkte, die sich mit der Konzeptentwicklung für zukünftige Projekte befassen. Ziel der Diplomarbeit ist es, ein differenzierteres Bild über die Situation von Flüchtlingen in Österreich zu vermitteln.


Textauszug (computergeneriert)

Diplomarbeit
Eingereicht an der Bundesakademie für Sozialarbeit

Flüchtlinge sehen mit anderen Augen
Die Rolle von SozialarbeiterInnen bei der Betreuung von Flüchtlingen

 von Markus Neuwirth
2001

 

1. VORWORT ... 4

2. EINLEITUNG ... 7

3. BEGRIFFSBESTIMMUNG ... 9
3.1 Was heißt Kultur? ... 9
3.2 Was heißt Integration? ... 9
3.3 Wer ist ein Flüchtling? ... 10
3.4 Was heißt Asyl? ... 12
3.5 Internationale Normen und neue Ansätze im Flüchtlingsrecht ... 12

4. FLÜCHTLINGSSTATISTIK ... 15

5. TRENNUNG VOM HERKUNFTSLAND ... 20
5.1 Verlauf des Trennungsprozesses ... 20
5.2 Ressourcen der Sozialarbeit ... 23

6. DER WEG ZUM ANERKANNTEN FLÜCHTLING ... 24
6.1 Notunterkünfte ... 24
6.1.1 Zentrale Probleme der Menschen in den Notunterkünften ... 24
6.1.2 Wichtige Aufgaben für professionelle Sozialarbeit ... 26
6.1.3 Die ersten Tage aus dem Blickwinkel eines Flüchtlings ... 27
6.1.4 Die Suche nach neuen Wegen ... 28
6.2 Bundesbetreuung ... 30
6.2.1 Welche Unterstützungen bietet die Bundesbetreuung an? ... 30
6.2.2 Vor- und Nachteile der Unterbringung in Gasthöfen ... 31
6.2.3 Wann endet die Bundesbetreuung? ... 32
6.2.4 Betreuungseinrichtungen des Bundes ... 32
6.2.5 Bericht eines iranischen Flüchtlings ... 32
6.2.6 Situation der Flüchtlinge die nicht vom Bund betreut werden ... 35
6.2.7 Probleme von Menschen in Bundesbetreuung ... 36
6.2.8 Ansatzpunkte für Sozialarbeit ... 37
6.3 Das Asylverfahren ... 38
6.3.1 Wie muss ein Asylantrag aussehen? ... 38
6.3.2 Der Ablauf des Asylverfahrens ... 38
6.3.3 Besondere Gruppen von Flüchtlingen ... 40

7. INTEGRATION IN DIE GESELLSCHAFT ... 42
7.1 Gefahren durch fehlende Integrationsmaßnahmen ... 42
7.2 Staatliche Integrationsmaßnahmen ... 44
7.3 Einrichtungen zur Unterstützung von Flüchtlingen ... 46
7.3.1 Das Kardinal DDr. Franz König Integrationswohnhaus ... 46
7.3.2 Das Wiener Integrationshaus ... 47
7.3.3 ZARA - Beratung für ZeugInnen und Opfer von Rassismus ... 52
7.3.4 Verein "Helping Hands" ... 53
7.3.5 Asyl in Not ... 53
7.3.6 Beratungszentrum für Migrantinnen und Migranten ... 55
7.3.7. AHDA - Association for Human Rights and Democracy in Africa ... 57
7.3.8 Caritas - AusländerInnenberatung ... 57
7.3.9 Wiener Integrationsfonds ... 59
7.3.10 Deserteurs- und Flüchtlingsberatungsstelle ... 60
7.3.11 Evangelischer Flüchtlingsdienst (efdö) ... 61

8. PROBLEME IM INTEGRATIONSPROZESS ... 66
8.1. Erlernen der Deutschen Sprache ... 66
8.1.1 Beschreibung der Ausgangssituation ... 66
8.1.2 Möglichkeiten für die Zukunft ... 67
8.1.3 Spezifische Probleme von Männern und Frauen ... 68
8.2 Probleme am Arbeitsmarkt ... 70
8.2.1 Die häufigsten Berufe von AusländerInnen ... 71
8.2.2 Die Bedeutung des Herkunftslandes ... 71
8.2.3 AsylwerberInnen und Arbeit ... 72
8.3 Wohnungsproblematik ... 73
8.3.1 Wohnungssituation in Wien ... 73
8.3.2 Die Wohnverhältnisse von AusländerInnen in Österreich ... 77
8.3.3 AusländerInnen in der Nachbarschaft ... 78
8.4 Religion und ihre Bedeutung für die Integration ... 79
8.4.1 Religion, ein fundamentaler Wert ... 79
8.4.2 Bedeutung der Religion im Integrationsprozess ... 80
8.4.3 Religion als Ansatzpunkt für Sozialarbeit ... 81
8.5 Probleme bei der Erziehung ... 82
8.5.1 Kinder im Kindergartenalter ... 82
8.5.2 Kinder im Volksschulalter ... 87
8.5.3 Kinder im Mittelschulalter ... 89
8.6 Spezifische Probleme verschiedener Gruppen ... 92
8.6.1 Probleme von Familienvätern ... 92
8.6.2 Probleme von Ehefrauen und Müttern ... 93
8.6.3 Probleme alleinerziehender Mütter und Väter ... 95
8.6.4 Probleme und Chancen von Frauen im Asylland ... 95
8.6.5 Die zweite Generation ... 97
8.7 Zerissene Familien ... 100
8.8 Kulturelle Unterschiede und ihre Auswirkung ... 104

9. EINSTELLUNG DER AUFNAHMEGESELLSCHAFT ... 107
9.1. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Österreich ... 109
9.2 Vorurteile gegenüber AusländerInnen ... 110

10. MEDIENBERICHTE ÜBER TRAISKIRCHEN ... 113

11. NEUE KONZEPTE FÜR MINDERJÄHRIGE ... 116
11.1 Schaffung von Clearingstellen ... 116
11.1.1 Zielsetzung der Clearingstellen ... 116
11.1.2 Aufgaben der Beratungsstelle im Clearingverfahren ... 116
11.1.3 Was wird ein Clearingplatz kosten? ... 117
11.2 Erstbetreuung minderjähriger AsylwerberInnen ... 118

12. ANSATZPUNKTE FÜR SOZIALARBEIT ... 119
12.1 Aufbau eines sozialen Netzwerkes ... 119
12.1.1 Rechtsberatung ... 120
12.1.2 Gemeinwesenarbeit ... 120
12.1.3 Soziale Betreuung ... 121

13. SCHLUSSBETRACHTUNG ... 124

14. QUELLEN ... 126
14.1. Bücher ... 126
14.2. Zeitungsartikeln ... 129
14.3 Internetadressen ... 130
14.4 Sonstiges ... 131

15. ANHANG ... 133
15.1 Die wichtigsten Adressen für Niederösterreich ... 133
15.2 Adressbuch der Integration ... 134

1. Vorwort

Die Arbeit mit MigrantInnen zählt für mich zu einem der spannendsten Gebiete im weiten Spektrum der Sozialarbeit. Durch eine Exkursion in der Mittelschule bin ich erstmals so richtig auf das Leid, mit dem Flüchtlinge zu kämpfen haben, aufmerksam geworden.

Da ich mehr über die Arbeit im Fremdenbereich wissen wollte, habe ich mich dann entschieden, meinen Zivildienst in der Betreuungsstelle Traiskirchen abzuleisten. Die Eindrücke, die ich in den zwölf Monaten meines Dienstes gesammelt habe, werde ich wohl nie vergessen. Vor allem der enge Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichen Weltanschauungen hat mich fasziniert.

Im Zuge meiner Ausbildung an der Bundesakademie für Sozialarbeit in St. Pölten habe ich mich dann entschlossen, auch mein Langzeitpraktikum in der Betreuungsstelle Traiskirchen zu absolvieren. Der Fokus lag diesmal am genauen kennenlernen der Verfahrensabläufe und rechtlichen Strukturen, die für eine professionelle Ausführung der sozialen Arbeit unumgänglich sind.

An dieser Stelle möchte ich auch dem Leiter der Abteilung III/14 MinRat. Dr. Viktor Demel, und dem Leiter der Betreuungsstelle Traiskirchen RR. ADir. Wilhelm Hutterer danken. Durch deren Erlaubnis war es erst möglich, dieses Praktikum durchzuführen. Mein Dank gilt natürlich auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und besonders meinem Praktikumsanleiter ADir. Christian Poeffel, die mir in kollegialer Weise Einblicke in ihre Tätigkeitsbereiche boten. Nicht zuletzt sei an dieser Stelle auch Frau Dr. Gertrude Hennefeld, der Leiterin des Beratungssektors beim Evangelischen Flüchtlingsdienst, meine Bewunderung für ihren unermüdlichen Einsatz in der Arbeit mit AsylwerberInnen auszusprechen.

Im Verlaufe dieses Praktikums ist auch die Idee für meine Diplomarbeit "Flüchtlinge sehen mit anderen Augen" entstanden, bei der ich den Schwerpunkt auf die Problematik eines Lebens zwischen zwei Kulturen und die Schwierigkeiten während des Integrationsprozesses legen möchte. Wie der Titel bereits verrät, soll die Thematik besonders aus dem Blickwinkel der Flüchtlinge betrachtet werden.

An Hand der Problemfelder werde ich weiters auch versuchen, Ansatzpunkte für zukünftige Sozialarbeitsprojekte aufzuzeigen und der Frage nachgehen, welche Rolle die Sozialarbeit in der Betreuung von Flüchtlingen spielt.

Viele der in der Arbeit skizzierten Probleme treffen gewiss auf alle Gruppen von MigrantInnen zu. Der Fokus dieser Diplomarbeit liegt allerdings auf dem Flüchtlingssektor.

Grundsätzlich baut meine Diplomarbeit auf vier Säulen auf:

  • Analyse der Ausgangssituation
    In diesem Abschnitt soll zuerst die Dimension des Flüchtlingsproblems in Österreich und Europa analysiert werden. Weitere Punkte in diesem Kapitel sind die Einstellung der Aufnahmegesellschaft und die Probleme im Alltag einer Asylwerberin bzw. eines Asylwerbers.
  • Umfassender Überblick über die bestehenden Angebote
    Ein zentraler Punkt für vernetztes Arbeiten ist es, sich einen Überblick über die bestehenden Angebote zu verschaffen. Wie ich selbst erfahren konnte, fehlt es sowohl bei staatlichen als auch privaten Einrichtungen aber oft an dieser Grund-voraussetzung. In diesem Kapitel sollen nun einerseits alle wesentlichen Stellen aufgelistet (Adressensammlung im Anhang) und andererseits die Tätigkeiten ausgewählter Einrichtungen genauer beschrieben werden.
  • Zentrale Problemfelder im Integrationsprozess
    Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den zentralen Problemen, welche AsylwerberInnen während des Integrationsprozesses bewältigen müssen. Insbesondere soll hier auf die Problemfelder Arbeitsmarkt, Sprache, Wohnen, Religion, Kultur, Erziehung und Familie eingegangen werden.
  • Ansatzpunkte und Möglichkeiten für die Sozialarbeit
    Generell geht es darum, in allen Kapiteln der Bezug zur Sozialarbeit herzustellen sowie die Aufgaben und Ziele einer Sozialarbeiterin bzw. eines Sozialarbeiters im betreffenden Bereich zu skizzieren. Weiters umfasst die Arbeit auch zwei eigene Punkte, die sich mit der Konzeptentwicklung für zukünftige Projekte befassen.

Ziel meiner Diplomarbeit ist es, Ihnen werte Leserinnen und Leser, ein differenzierteres Bild über die Situation von Flüchtlingen in Österreich zu vermitteln.

[...]


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