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Untertitel: Versuch eine Rezeption nachzuvollziehen
Autor: M.A. Sibylle Meder Kindler
Fach: Filmwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Seminar für Filmwiss. am Institut für Theaterwissenschaft)
Tags: Dokumentarfilm, Regisseur Errol Morris, Rezeptionsanalyse, Todesstrafe in den USA
Jahr: 2000
Seiten: 25
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 236 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12580-2
ISBN (Buch): 978-3-638-63848-7
Zusammenfassung / Abstract
Gegenstand unter dem übergeordneten Thema "Dokumentarische Bilder - Dokumentarisierende Lektüre" ist eine Themen-Kombination: Ein Untersuchungsgegenstand ist der Film The Thin Blue Line (Regie: Errol Morris) aus dem Jahr 1988: Er stellt das als dokumentarisch angenommene Bild dar. Die "dokumentarisierende Lektüre" findet statt im Rückgriff auf Texte der sogenannten rezeptionsorientierten Dokumentarfilm-Theorie. Spannend werden diese theoretischen Gedanken gerade in der Erprobung an einem solchen Film, bedenkt man die ungewöhnliche und ungewöhnlich heftige Rezeption, die er erfahren hat. Dabei stößt man - getreu den zitierten Theorien - auf die Frage, ob denn die Erklärung überhaupt im einzelnen Film selbst zu suchen sein kann. Oder wie weit nun diese Wirkung für Film an sich von Bedeutung ist. Zunächst geht es um die Erprobung der theoretischen Gedanken - zur Entstehung eines Dokumentarfilms als solchem - an gerade diesem Film The Thin Blue Line. Dabei spielen die Aspekte, die ihn zu einem dokumentarischen machen können, eine bedeutende Rolle. Die Art von Rezeption, die dieser Film erfahren hat, macht es aber interessant, über die allgemeine Theorie hinaus, die Wirkung dieses speziellen Films zu verfolgen und daraus weitere Fragen abzuleiten: bezüglich der Spezifik oder Verallgemeinerbarkeit seiner Wirkung oder der Zugehörigkeit einer solchen Rezeption zu dem "System" The Thin Blue Line.
Textauszug (computergeneriert)
das System
The Thin Blue Line
(Versuch, eine Rezeption nachzuvollziehen)
Inhalt
Einleitung
die rezeptionstheoretischen Überlegungen
The Thin Blue Line und die Folgen
die Lüge des Bildes
die Auswahl des Materials
die detective story kreieren
die Zeugen
die Reenactments
Narration zur "Wahrheitsfindung"
nochmal die detective story
zum Schluss: Leben_Film_Leben
Literaturverzeichnis
Einleitung
Gegenstand der folgenden Überlegungen unter dem übergeordneten Thema "Dokumentarische Bilder - Dokumentarisierende Lektüre" ist eine Themen-Kombination: Ein Untersuchungsgegenstand ist der Film The Thin Blue Line (Regie: Errol Morris) aus dem Jahr 1988: Er stellt das als dokumentarisch angenommene Bild dar. Die "dokumentarisierende Lektüre" findet statt im Rückgriff auf Texte der sogenannten rezeptionsorientierten Dokumentarfilm-Theorie. Spannend werden diese theoretischen Gedanken gerade in der Erprobung an einem solchen Film, bedenkt man die ungewöhnliche und ungewöhnlich heftige Rezeption, die er erfahren hat. Dabei stößt man - getreu den zitierten Theorien - auf die Frage, ob denn die Erklärung überhaupt im einzelnen Film selbst zu suchen sein kann. Oder wie weit nun diese Wirkung für Film an sich von Bedeutung ist. Zunächst geht es um die Erprobung der theoretischen Gedanken - zur Entstehung eines Dokumentarfilms als solchem - an gerade diesem Film The Thin Blue Line. Dabei spielen die Aspekte, die ihn zu einem dokumentarischen machen können, eine bedeutende Rolle. Die Art von Rezeption, die dieser Film erfahren hat, macht es aber interessant, über die allgemeine Theorie hinaus, die Wirkung dieses speziellen Films zu verfolgen und daraus weitere Fragen abzuleiten: bezüglich der Spezifik oder Verallgemeinerbarkeit seiner Wirkung oder der Zugehörigkeit einer solchen Rezeption zu dem "System" The Thin Blue Line.
die rezeptionstheoretischen Überlegungen
Die filmtheoretischen Texte, die sich mit Dokumentationen im Hinblick auf ihre Rezeption auseinandersetzen, versuchen die Zwickmühle zu vermeiden, die viele Theorieansätze zum Thema schon ausgeschaltet oder doch zumindest erschwert und in Teilen hinfällig gemacht hat: die Definition dessen, was als dokumentarisch zu bezeichnen ist, anhand von bestimmten stilistischen Elementen des Films in ihrem Bezug zur Realtität vorzunehmen.
Roger Odin weist in seinem Beitrag mit dem programmatischen Titel Dokumentarischer Film - Dokumentarisierende Lektüre darauf hin, dass sich "der Begriff des Wirklichkeitsbezugs" "nicht ohne Schwierigkeiten verwenden" läßt. Zwar ist es üblich, "daß sich für die meisten Zuschauer mit dem Genre ein besonderer Wirklichkeitsbezug verbindet, den viele Filmemacher explizit suchen und der auch eine konstante Annahme in gegenwärtigen Begriffsbestimmungen ist", wie Christof Decker in seinem Artikel Die soziale Praxis des Dokumentarfilms feststellt. Neben dieser Beziehung wird in der neueren Dokumentarfilmtheorie allerdings stets die Rezeption durch das Publikum betont.
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