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Das Experteninterview

Hausarbeit, 2005, 14 Seiten
Autor: Simone Strasser
Fach: Pädagogik - Allgemein

Details

Veranstaltung: Evaluation
Institution/Hochschule: Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Tags: Experteninterview, Evaluation
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 14
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V42089
ISBN (E-Book): 978-3-638-40206-4

Dateigröße: 252 KB

Zusammenfassung / Abstract

Ich habe mich dazu entschlossen, das Experteninterview zu bearbeiten. Um ausreichend Stoff dafür zu sammeln, habe ich mich sowohl im Internet, als auch in der Bibliothek der Universität auf die Suche gemacht. Zwar ist mir dabei sehr schnell aufgefallen, dass es für andere Interviewformen (wie zum Beispiel das narrative, das problemzentrierte etc.) viel mehr Literatur vorhanden ist, als für das Experteninterview dennoch habe ich aber wesentliche Punkte dazu finden können. Behandelt werden folgende Punkte: 2.) Das qualitative Interview 3.) Der Vorbereitungsprozess für ein Experteninterview 4.) Wesentliche Aspekte zum Leitfaden 5.) Wo werden Experteninterviews angewendet? 6.) Die Durchführung des Experteninterviews 7.) Regeln bei der Frageformulierung 8.) Störungen des Interviewverlaufs 9.) Das Auswertungsverfahren (Transkription, Paraphrase, Veröffentlichung)


Textauszug (computergeneriert)

Das Experteninterview

von: Simone Strasser

 


Inhaltsverzeichnis

Das Experteninterview: 2

Einleitung 2

Das qualitative Interview: 2

Der Vorbereitungsprozess für ein Experteninterview: 5

Wesentliche Aspekte zum „Leitfaden“: 6

Wo werden Experteninterviews angewendet? 8

Die Durchführung des Experteninterviews: 9

Regeln bei der Frageformulierung: 10

Störungen des Interviewverlaufs: 10

Das Auswertungsverfahren: 11

Die Veröffentlichung: 13

Schlusswort: 14

Literaturverzeichnis: 15
 



Einleitung

Ich habe mich dazu entschlossen, das Experteninterview zu bearbeiten. Um ausreichend Stoff dafür zu sammeln, habe ich mich sowohl im Internet, als auch in der Bibliothek der Universität auf die Suche gemacht. Zwar ist mir dabei sehr schnell aufgefallen, dass es für andere Interviewformen (wie zum Beispiel das narrative, das problemzentrierte etc.) viel mehr Literatur vorhanden ist, als für das Experteninterview dennoch habe ich aber wesentliche Punkte dazu finden können.

Das qualitative Interview:

Da das Experteninterview ein qualitatives Interview darstellt, möchte ich in der Einleitung vorerst auf grundlegendes zur qualitativen Interviewform – und deren Regeln anführen, bevor ich speziell zu meiner Thematik näher in die Tiefe gehen werde. „Die Durchführung qualitativ orientierter empirischer Studien bedeutet nicht einfach die Anwendung nichtstandarisierter Untersuchungsmethoden und –verfahren, sondern erfordert eine Forschungskonzeption, die den Prinzipien qualitativer Sozialforschung gerecht wird. Eine wesentliche Charakteristik ist dabei, daß der Forschungsprozeß nicht an einem Standardschema ausgerichtet werden kann, sondern flexibel zu gestalten ist“ (Froschauer/ Lueger, S.11)

Im qualitativen Interview gelten mehrere Punkte als wichtig zu Beachtende (vgl. Heinze, S. 154 ff):
• Bei einem offenen Interview findet kein „echtes Gespräch“ statt. Vielmehr wird der Befragte ausgehorcht.
• Das Interview muss eine maximale Reichweite haben was bedeutet dass die Befragten die Möglichkeit haben sollten, so viel wie möglich mitzuteilen wobei man ihn nicht unterbrechen sollte, auch wenn man das Gehörte nicht sofort kategorisieren kann. Dieses Kriterium ist vor allem dann unabdingbar, wenn es um die Erschließung von Lebenswelten geht.
• Auch das Kriterium „Spezifität“ ist wichtig. Das bedeutet, dass man nicht auf zu schnell zusammenfassenden Urteilen kommen sollte. Auch auf Einzelfragen sollte man näher eingehen.
• Kurz erwähnen möchte ich auch die Regeln der Interpretation, auf welche ich jedoch später intensiver zu sprechen kommen werde.
• Die Lebenswelten zu verstehen ist deshalb sehr schwierig, weil dem Interviewer diese Lebenswelt davor nicht bekannt ist und fordert viel Geschick beim qualitativen Interview seitens des Interviewers.
• Auch das qualitative Interview geht von Verallgemeinerungen aus – hierfür werden auch bereits vor der Untersuchung Hypothesen erstellt. Diese müssen im Laufe der Forschung dann verdifiziert (bestätigt) oder aber falsifiziert (widerlegt) werden.
• Außerdem sollte der Interviewer bei einem qualitativen Interview über ein besonderes Maß an fachlicher und persönlicher Kompetenz verfügen. Dabei ist wichtig dass er die Forschungsziele kennt, dass er flexibel sein sollte was beinhaltet das er die Probleme des Befragten nicht innerhalb seines eigenen Bezugsrahmen sehen sollte. Zudem sollte er auch der Spannung zwischen Taktgefühl und Zurückhaltung, Nachfragen und Vertiefen etc. gewachsen sein.

Mir war es wichtig nur ein paar Punkte aus dem qualitativen Interview im Allgemeinen zu erwähnen, da man dabei vielleicht eher Rückschlüsse auf meine eigentliche Fragestellung – nämlich zum Experteninterview ziehen kann: Bei einem Experteninterview handelt es sich um die Befragung von „Experten“ zu einem bestimmten Thema. Im Gegensatz zu den anderen Interviewformen bildet nicht die Person, sondern das Wissen derer den Gegenstand der Analyse. Demnach wird der Experte also als Repräsentant einer bestimmten Gruppe in die Untersuchung mit einbezogen.
Zur begrifflichen Klärung des „Experten“ habe ich im Internet aus einer Diplomarbeit von Malte Schophaus folgende Definition finden können:“ Als Experten angesehene Personen zeichnen sich als `Fachleute` durch `Fachwissen` aus oder verfügen als Beteiligte an einem bestimmten Prozeß oder Ereignis über exklusives Ereignis- oder Fallwissen. Weiters bezieht sich Kompetenz auf die `Sachlichkeit` in der Begründung des Wissens und die Fähigkeit des Experten, diese unter Abstraktion persönlicher Wertung zu vermitteln und ggf. für praktische Zwecke nutzbar zu machen“ (Schophaus zit. nach Deeke 1995, S. 9). Ein Experte ist also jemand, der/die aufgrund einer langjährigen Erfahrung über bereichsspezifisches Wissen oder Können verfügt. „Daher sollte man beim Experteninterview darauf achten, dass man nicht lediglich Personen befragt, die zu der zu erforschenden Thematik eine Meinung haben, sondern auch eine gewisse Erfahrung aufweisen können.“ (vgl. Mieg, S. 6)

Es geht dabei um den Kontext von organisatorischen und institutionellen Zusammenhängen, die mit den Lebenszusammenhängen der interviewten Person nicht identisch sind. Beim Interview bezieht man sich hier auf Wirklichkeitsausschnitte wobei weiterführende und insbesondere private Erfahrungen dazu ausbleiben sollten. Das Hauptinteresse liegt darin Strukturzusammenhänge (zum Beispiel von einer Institution) in Erfahrung zu bringen. „Das Motiv beim Experteninterview ist die sachliche Interesse welche der Forscher verfolgt. Auch die Motivation des Forschers ist beim Experteninterview lediglich die „Sachmotivation“ wobei es beispielsweise beim journalistischen Interview die „Meinungsäußerung“ wäre, welche den Forscher interessiert. Außerdem ist ein konstruktives Vorgehen beim Experteninterview von großer Wichtigkeit gekennzeichnet, was bedeutet, dass Sachzusammenhänge erhellt werden sollten – dies darf jedoch nie gegen den Willen des Befragten geschehen. Der Forscher sollte in jedem Fall eine nötige Kompetenz aufweisen dieser Art der Befragung gewachsen zu sein.“ (vgl. Mieg, S. 8) Weiteres erscheint es mir wichtig zu erwähnen, dass das Experteninterview der Öffentlichkeit dient und „der Journalist sozusagen als Sprachrohr der Öffentlichkeit wirkt und ein öffentliches Interesse vertritt, um über aktuelles Geschehen aus Wirtschaft, Politik und Kultur zu informieren“ (Mieg, S. 8)

Der Vorbereitungsprozess für ein Experteninterview:

[...]


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