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Interactive Story Telling

Scholary Paper (Seminar), 2005, 34 Pages
Author: Angela Suppan
Subject: Communications: Multimedia, Internet, New Technologies

Details

Event: Digitale Medien und Technologien
Institution/College: FH JOANNEUM Kapfenberg
Tags: Interactive, Story, Telling, Digitale, Medien, Technologien
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 34
Grade: Sehr gut
Bibliography: ~ 2  Entries
Language: German
Archive No.: V42275
ISBN (E-book): 978-3-638-40350-4
ISBN (Book): 978-3-638-65655-9
File size: 452 KB

Abstract

Interaktive Geschichten und Erzählungen erlauben ihren Teilnehmern einen Umgang mit einer virtuellen Welt. Im Vordergrund des „interactive Story telling“ steht das Erzählen einer Geschichte. Die Erzählung muss aber nicht, wie die gewohnte Form aus einem Buch stammen und von einem Erzähler vorgetragen werden. Interaktives Storytelling findet auch Anwendungen in Film, Theater, Museen oder Computerspielen. Die Erzählform wird durch mediale Formen beeinflusst und übernimmt spezifische Mechanismen des jeweiligen Mediums.1 Ausschlaggebend für das interaktive Storytelling ist die Interaktionsmöglichkeit des Lesers oder Zuhörers auf die Geschichte oder Erzählung. Das Erzählen von interaktiven Geschichten ist grundsätzlich so alt wie das mündliche Erzählen selbst. Durch das Aufkommen von Massenmedien wie Zeitung, Buch, Radio und Fernsehen hat sich das, was wir heute als die klassische lineare Erzählform kennen, weiter entwickelt. Im Gegensatz zu klassischen Erzählungen basieren interaktive Geschichten auf einem nonlinearen Ablauf. Das bedeutet, dass die Handlung während der Geschichte variiert und einzelne Szenen nicht in einer bestimmten Reihenfolge ablaufen müssen. Durch die Entwicklung der digitalen Medien wie Internet, CDs und DVDs oder VR-Umgebungen wird dem Zuschauer die Möglichkeit geboten, die Geschichten und Erzählungen zu beeinflussen, indem er die Erzählung anhält, Szenen überspringt oder Fragen stellt.2 In den letzten Jahren hat vor allem am Computerspielsektor die Zahl der interaktiven Computerspiele stark zugenommen. Immer mehr Computerspiele haben eine „Geschichte“ und bieten dem Spieler die Möglichkeit, Einfluss auf den Verlauf dieser Geschichte zu nehmen.


Excerpt (computer-generated)

Interactive Story Telling

von: Angela Suppan

 


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG 5

1.1 DEFINITION VON BEGRIFFEN DES „INTERACTIVE STORY TELLINGS“  6

1.1.1 Interaktivität 6
1.1.2 Story Telling 6
1.1.3 Digital Storytelling  7
1.1.4 Virtual Reality 7
1.1.5 Role Playing Game 7
1.1.6 Live-Role Playing Games und Multiplayer Online Role Playing Games 8

2. GRÜNDE FÜR DIE ENTSTEHUNG VON INTERAKTIVEN GESCHICHTEN 9

2.1 INTERAKTIVITÄT ALS KUNST DER GESTALTUNG VON WECHSELBEZIEHUNGEN 9

3. EIGENSCHAFTEN VON INTERAKTIVEN ERZÄHLUNGEN 11

3.1 KONZEPTE UND MECHANISMEN VON INTERAKTIVEN ERZÄHLUNGEN 11
3.2 SCHWIERIGKEITEN VON INTERAKTIVEN GESCHICHTEN 11

3.2.1 Linearität und Nonlinearität 12
3.2.2 Zeit 13

4. ENTSTEHUNG DER INTERAKTIVEN SPIELE 15

4.1 DAS KLASSISCHE PAPER&PEN-ROLLENSPIELE 16

4.1.1 Bekannte Rollenspiele 17

4.2 COMPUTERBASIERTE INTERAKTIVE ROLLENSPIELE 19

5. INTERAKTIVITÄT IM UNTERNEHMEN 21

5.1 DAS SPIEGELTHEATER 22
5.2 THEMENORIENTIERTE IMPROVISATION (TOI)  22

6. INTERAKTIVITÄT IN MUSEEN, FILM UND THEATER 23

6.1 BEISPIELE FÜR INTERAKTIVITÄT IM MUSEIUM  23
6.2 BEISPIELE FÜR INTERAKTIVE FILME 23
6.3 INTERAKTIVITÄT IM BILDUNGSSEKTOR 24

7. SOFTWARE & TOOLS FÜR INTERAKTIVES STORYTELLING 25

7.1 ALVRED 25

7.1.1 Ziel des Projekts 25
7.1.2 Die Autoren der Software  25
7.1.3 Einsatzgebiete der alVRed Software  26

7.2 ART-E-FACT 27

7.2.1 Ziel des Projekts 28
7.2.2 Technologischer Hintergrund 28
7.2.3 Das art-E-fact Authoring Tool 29
7.2.4 art-E-Facht und Interactive Story Telling 30

7.2.5 Beispiel  30

7.3 DAS KORSAKOW-SYSTEM 31

7.3.1 Komponenten des Korsakow-Systems 32
7.3.2 Inhalt eines Korsakow-Projektes  32
7.3.3 Das Korsakow-Tool  32
7.3.4 Voraussetzungen für Verwendung des Korsakow-Systems 33
7.3.5 Funktion 33

ANHANG 35


 

1. Einleitung

Interaktive Geschichten und Erzählungen erlauben ihren Teilnehmern einen Umgang mit einer virtuellen Welt. Im Vordergrund des „interactive Story telling“ steht das Erzählen einer Geschichte. Die Erzählung muss aber nicht, wie die gewohnte Form aus einem Buch stammen und von einem Erzähler vorgetragen werden.

Interaktives Storytelling findet auch Anwendungen in Film, Theater, Museen oder Computerspielen. Die Erzählform wird durch mediale Formen beeinflusst und übernimmt spezifische Mechanismen des jeweiligen Mediums.1 Ausschlaggebend für das interaktive Storytelling ist die Interaktionsmöglichkeit des Lesers oder Zuhörers auf die Geschichte oder Erzählung. Das Erzählen von interaktiven Geschichten ist grundsätzlich so alt wie das mündliche Erzählen selbst. Durch das Aufkommen von Massenmedien wie Zeitung, Buch, Radio und Fernsehen hat sich das, was wir heute als die klassische lineare Erzählform kennen, weiter entwickelt. Im Gegensatz zu klassischen Erzählungen basieren interaktive Geschichten auf einem nonlinearen Ablauf. Das bedeutet, dass die Handlung während der Geschichte variiert und einzelne Szenen nicht in einer bestimmten Reihenfolge ablaufen müssen.

Durch die Entwicklung der digitalen Medien wie Internet, CDs und DVDs oder VR-Umgebungen wird dem Zuschauer die Möglichkeit geboten, die Geschichten und Erzählungen zu beeinflussen, indem er die Erzählung anhält, Szenen überspringt oder Fragen stellt.2 In den letzten Jahren hat vor allem am Computerspielsektor die Zahl der interaktiven Computerspiele stark zugenommen. Immer mehr Computerspiele haben eine „Geschichte“ und bieten dem Spieler die Möglichkeit, Einfluss auf den Verlauf dieser Geschichte zu nehmen.

1.1 Definition von Begriffen des „Interactive Story Tellings“

1.1.1 Interaktivität

Der Begriff Interaktivität stammt vom lateinischen Wort „inter agere“ ab.3 „Inter“ heißt übersetzt „zwischen“ und „agere“ bedeutet „handeln“. Interaktiv bedeutet also „wechselseitig“ oder „aufeinander bezogen“. Grundsätzlich wird unter „interaktiv“ der Datenaustausch zwischen zwei Systemen verstanden. Im Bezug auf Computer und Software bedeutet „interaktiv“ die Möglichkeit des Benutzers diverse Eingriffe und Steuerungen vorzunehmen und so den Ablauf zu beeinflussen. In der Regel erfolgt die Kommunikation über Menüs, Dialogboxen, Auswahllisten und Programmmeldungen. Interaktiv ist das Gegenstück zu Kommandoorientiert und zählt heute zum Standard in der Arbeitswelt. Im Bereich des digitalen Storytellings werden Interaktionen meist über Eingabegeräte wie Maus, Tastatur, Joystick oder Touchpad vorgenommen. Moderne Interaktionsmöglichkeiten funktionieren über Bewegungssensoren und können die Bewegungen des Users aufnehmen.

1.1.2 Story Telling

„Story Telling ist bestimmt von den dramatischen Ereignissen und ergibt sich aus dem menschlichen Drang, diese durch Geschichten (Kommunikation)psychisch zu verarbeiten“4 Das Erzählen von Geschichten, auf Englisch „Story telling“ ist eine der ältesten Formen der Kunst. Die Erzählung dient dabei je nach Art einerseits zur Unterhaltung, andererseits zum Transfer von Informationen. Existentielle Fragen des Menschen werden in allen Formen (mündliche Erzählung, literarische Erzählung, theatralische Erzählung, etc.) thematisiert.5 Unter „Story Telling“ versteht man eine Methode des Erzählens und Zuhörens, um Wissen aufzubauen. Verbreitet ist dieser Ansatz bisher vor allem im englischen Sprachraum. Ein wichtiges Prinzip beim Story Telling ist es, die Zuhörer in die Geschichte einzubeziehen. Sie "erleben" so die Geschichte und "hören" sie nicht nur. Bei Story Telling können die Geschichten den Lernerfolg und emotionales Wohlbefinden miteinander verbinden und dadurch helfen, nachhaltiges Wissen aufzubauen.6

1.1.3 Digital Storytelling

Das normale „Storytelling“ wird zum „Digital Storytelling“, wenn zur Darstellung der Erzählung multimediale Hilfsmittel verwendet werden. 7 Da in den meisten Fällen durch das Hinzufügen von multimedialen Hilfsmitteln auch Interaktivität in eine Erzählung gebracht wird, wird der Begriff „Digital Storytelling“ wird meist synonym zum Begriff „Interactive Storytelling“ verwendet.

1.1.4 Virtual Reality

Unter „virtuelle Realität“ versteht man eine Form von vernetzter Interaktivität, wie sie etwa in Rollenspielen, interaktivem Theater oder improvisierten Unterhaltungsformen eingesetzt wird. Dabei wird eine künstlich generierte Parallelwelt erschaffen, in die der Teilnehmer eintreten kann. Wichtig ist, dass alle Handlungen des Teilnehmenden, Reaktionen in dieser Welt provozieren und diese wiederum zu Konsequenzen führen. Die Auseinandersetzung mit Virtual Reality hat zu vielen verschiedenen Subspezies dieses Begriffes geführt. Als populäre Vertreter sind hierbei der so genannte Cyberspace und die MUD (Multi-User-Dimension) zu nennen.

1.1.5 Role Playing Game

Das Rollenspiel (RolePlayingGame) wurde ursprünglich in den späten 1960ern von Gary Gygax und Jeff Perren mit dem als D&D (Dungeons&Dragons) bekannt gewordenen Regelwerk begründet. Dieses Spiel, welches ursprünglich in einer Fantasiewelt angesiedelte war, basiert rein auf den Fähigkeiten der Spieler ihre Fantasie einzusetzen.

[...]


1 Bhatty, M.: Interakti ves Story Telling 1999, S. 7

2 Page 06/2005 – 1001 Macht – Interaktives Storytelling im Web

3 http://de.wikipedia.org/wiki/Interaktivit%C3%A4t, 01.06.2005

4 Bhatty, M. Interaktives Story Telling 1999, S. 201

5 http://www.eldrbarry.net/roos/st_is.htm , 01.06.2005

6 http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/erzaehlen/storytelling.xml, 30.5.2005

7 http://www.vertigo-systems.de/authoring.htm , 10.06.2005


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