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Autor: Tobias Pickl
Fach: Wirtschaft - Controlling
Details
Institution/Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Tags: Scoringmodelle, Risikocontrolling
Jahr: 2001
Seiten: 25
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 305 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12630-4
ISBN (Buch): 978-3-638-63854-8
Zusammenfassung / Abstract
Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) 1998, sind alle Unternehmen verpflichtet, "zur Erfüllung ihrer allgemeinen Sorgfaltspflicht ein Risikomanagement-System im Unternehmen einzurichten". Deswegen wurde in vielen Unternehmungen der Fokus verstärkt auf ein effizientes Risikocontrolling gelegt. Risikocontrolling umfasst die Risikoidentifikation, die Risikobewertung, die Risikosteuerung und die Risikokontrolle. Die im Folgenden vorgestellten Scoringmodelle unterstützen den gesamten Risikocontrollingprozess. Sie dienen zur Risikoidentifikation, da bei der Formulierung der Modelle festgestellt werden muss, welche Risiken auftreten können und daher relevant für den Entscheidungsprozess sind. Außerdem soll Scoring helfen, das Risiko verschiedener Handlungsalternativen anhand objektiver Kriterien korrekt zu bewerten. Dabei stellt sich die Frage, ob sich alle Risiken (interne wie externe) bezüglich Ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Ausmaßes auch objektiv bewerten lassen. Durch die Auswahl der Handlungsalternative in einem Scoringmodell, die entsprechend der Geschäftsstrategie das "geringste Risikopotential" aufweißt, trägt Scoring auch zur Risikosteuerung bei. Schließlich haben Scoringmodelle auch Risikokontrollfunktion, da sich durch fortlaufende Anwendung eine Risikoentwicklung dokumentieren lässt. Somit kann aufgezeigt werden, ob Risikominimierungsmaßnahmen erfolgreich waren. Dabei muss aber beachtet werden, dass Chancen auch nur mit bestimmten Risikoniveau entstehen. Dieser Chancenaspekt kann jedoch in die Risikoscoringmodelle mit eingearbeitet werden.
Textauszug (computergeneriert)
Zur Anwendung von Scoring-Modellen
im Rahmen des Risiko-Controlling
Seminararbeit
im Rahmen des Seminars
"Risiko-Controlling" (SS 2001)
Abgabedatum: 01.07.2001
Inhalt
Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Scoringmodelle im Risikocontrolling 1
2.1. Zielsetzungen von Scoringmodellen 1
2.2. Aufbau von Scoringmodellen 2
2.2.1. Bestimmung der Zielkriterien 3
2.2.2. Gewichtung der Zielkriterien 4
2.2.3. Bestimmung der Teilnutzenwerte 5
2.2.4. Aggregation der Teilnutzenwerte zum Gesamtnutzenwert 6
2.3. Stärken und Schwächen von Scoringmodellen 7
2.3.1. Schwächen 7
2.3.2. Stärken 8
2.4. Scoringmodelle im Risikocontrolling 8
2.4.1. Implementation eines Kreditscoringsystems in der
Hypovereinsbank als Anwendungsbeispiel für ein
operatives Risikocontrolling 9
2.4.1.1. Gründe für die Implementation 9
2.4.1.2. Aufbau des Kreditscoringsystems 9
2.4.1.3. Trennschärfe 11
2.4.1.4. Bewertung des Modells 13
2.4.2. Der Risikokalkulator als Scoringmodell der strategischen
Unternehmensführung 13
2.4.2.1. Aufbau 14
2.4.2.1.1. Risikobelastungen durch Wachstum 15
2.4.2.1.2. Risikobelastungen durch die Kultur 15
2.4.2.1.3. Risikobelastung infolge Informations-
management 16
2.4.2.2. Handlungsempfehlung 17
2.4.2.3. Bewertung des Modells 18
3. Schlussbemerkungen 19
Literaturverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Idealtypische Schritte für den Aufbau eines Scoringmodells 3
Abb. 2: Teilweise Aufgliederung eines Zielbaumes 4
Abb. 3: Kreditscoringbogen der Hypovereinsbank 10
Abb. 4: Verteilung der Grundgesamtheit als Ergebnis einer Diskrimanzanalyse 12
Abb. 5: Aufbau des Risikokalkulators 14
1. Einleitung
Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) 1998, sind alle Unternehmen verpflichtet, "zur Erfüllung ihrer allgemeinen Sorgfaltspflicht ein Risikomanagement-System im Unternehmen einzurichten" . Deswegen wurde in vielen Unternehmungen der Fokus verstärkt auf ein effizientes Risikocontrolling gelegt. Risikocontrolling umfasst die Risikoidentifikation, die Risikobewertung, die Risikosteuerung und die Risikokontrolle . Die im folgenden vorgestellten Scoringmodelle unterstützen den gesamten Risikocontrollingprozess. Sie dienen zur Risikoidentifikation, da bei der Formulierung der Modelle festgestellt werden muss, welche Risiken auftreten können und daher relevant für den Entscheidungsprozess sind. Außerdem soll Scoring helfen, das Risiko verschiedener Handlungsalternativen anhand objektiver Kriterien korrekt zu bewerten. Dabei stellt sich die Frage, ob sich alle Risiken (interne wie externe) bezüglich Ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Ausmaßes auch objektiv bewerten lassen. Durch die Auswahl der Handlungsalternative in einem Scoringmodell, die entsprechend der Geschäftsstrategie das "geringste Risikopotential" aufweißt, trägt Scoring auch zur Risikosteuerung bei. Schließlich haben Scoringmodelle auch Risikokontrollfunktion, da sich durch fortlaufende Anwendung eine Risikoentwicklung dokumentieren lässt. Somit kann aufgezeigt werden, ob Risikominimierungsmaßnahmen erfolgreich waren. Dabei muss aber beachtet werden, dass Chancen auch nur mit bestimmten Risikoniveau entstehen. Dieser Chancenaspekt kann jedoch in die Risikoscoringmodelle mit eingearbeitet werden.
2. Scoringmodelle im Risikocontrolling
2.1. Zielsetzungen von Scoringmodellen
Der Begriff des "Scoring" wurde in den USA geprägt und bezeichnet ein qualitatives Verfahren zur Bewertung verschiedener Handlungsalternativen, zur Ermittlung einer eindeutigen Präferenzreihenfolge und zur Entscheidungsunterstützung bei multipler Zielsetzung . Dieser Sammelbegriff umfaßt eine Reihe ähnlicher Verfahren, die sich teilweise nur marginal voneinander unterscheiden. Wichtigste Modellkonzepte sind dabei die Nutzwertanalyse, die Relevanzbaumanalyse, das Rating sowie die Wertanalyse, wobei hier hauptsächlich auf die Nutzwertanalyse, aufgrund ihres "Grundlegenden Stellenwerts in dieser Methodenfamilie" und ihrer Pratikabilität, näher eingegangen wird. Die Grundaussagen lassen sich jedoch auf die anderen Modelle übertragen. Scoringverfahren sollen quantitative Rechnungen unterstützen, vor allem wenn sich Konsequenzen von Handlungsalternativen nicht vollständig mengenmäßig bestimmen lassen. Bei monetären Größen ist diese Messbarkeit meist gegeben, aber bei Nutzen- oder Risikoaspekten scheitert eine Quantifizierung , sobald eines der betrachteten Ziele nur noch ordinal messbar ist . Das Scoringverfahren versucht also, die Erfüllungsgrade unterschiedlicher Handlungsalternativen bezüglich qualitativer und quantitativer Zielgrößen (multiattributive Nutzenbetrachtung) in einer Zielgröße zusammenzufassen, in der auch die spezifische Zielpräferenz des Bewerters berücksichtigt wird .
Welge und Al-Laham kennzeichnen die Entscheidungssituationen, bei denen die Anwendung von Scoringmodellen zweckmäßig ist, wie folgt:
- Das Vorliegen mehrerer Zielsetzungen
- Die Zielgrößen sind quantitativer und/oder qualitativer Natur
- Die Beachtung einer großen Anzahl entscheidungsrelevanter Einflussgrößen, deren Interdependenzen meist nicht angegeben werden können
- Die Wichtigkeit der persönlichen, subjektiven Einschätzung bzw. Beurteilung dieser Größen durch den Entscheidungsträger
2.2. Aufbau von Scoringmodellen
[...]
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