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Details

Veranstaltung: Hauptseminar: Sprachwandel in jüngster Zeit
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (Lehrstuhl Germanistik I)
Tags: Kurzwortbildung, Hauptseminar, Sprachwandel, Zeit
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 20
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 206 KB
Archivnummer: V4253
ISBN (E-Book): 978-3-638-12634-2

Textauszug (computergeneriert)

 

Kurzwortbildung

von

Catrin Ingerfeld




1. Einleitung 2

1.1. Die Fantastischen Vier: "Mit freundlichen Grüßen" (1999) 3

2. Das Phänomen Kurzwort 7

2.1 Das Kurzwort - eine Definition 7
2.1.1 Stationen der Kurzwortforschung - ein Exkurs 9
2.2 Kurzwörter als Sprachschöpfung 10
2.3 Der Einfluss der Performanzbedürfnisse 13
2.3.1 Das Bedürfnis nach Kürze 14
2.3.1.1 Silbische Kürze - ein Exkurs 15
2.3.2 Das Bedürfnis nach Deutlichkeit 15
2.3.2.1 Das Bedürfnis nach Schallfülle 16
2.3.2.2 Das Bedürfnis nach Kontrast 16
2.3.2.3 Das Bedürfnis nach Eindeutigkeit 17
2.3.3 Das Bedürfnis nach leichter Artikulierbarkeit 17
2.3.4 Das Bedürfnis nach rhythmischer Gliederung 18

3. Schlussbetrachtung 18

4. Literaturverzeichnis 20

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich im Rahmen des Seminars II "Sprachwandel in jüngster Zeit" mit dem Gegenstand Kurzwörter unter der Fragestellung, wann und warum die vermehrte Verwendung und damit auch die wissenschaftliche Untersuchung der Wortkürzungen eintrat. Daraus ergibt sich die weiterführende Frage, ob es sich dabei um kreative Wortkürzungen handelt und wie die optimalen Wortkürzungsprodukte aussehen sollten. Diese Fragestellungen ergeben sich aus dem innerhalb des Seminars besprochenen Text "Sprachökonomie und Wortschöpfung" von der Professorin für Historische deutsche Sprachwissenschaft Elke Ronneberger-Sibold, die in diesem Aufsatz unter anderem die Hypothese aufstellt, dass die diversen Performanzbedürfnisse der Sprachbenutzer einen Einfluss auf die geschaffene Lautgestalt von Wortkürzungen haben.
Nach einer kurzen Einführung in den Terminus Kurzwort erfolgt zunächst die Unterscheidung zwischen den (lautlichen) Präferenzen bei den deutschen Kürzungen und bei den Wortformen des deutschen Normalwortschatzes. Hierbei richtet sich das Augenmerk besonders auf den Text "Die Optimierung von Lautgestalten durch Wortkürzungen und durch langfristigen Sprachwandel", der ebenso von Ronneberger-Sibold verfasst wurde. Als besonders hilfreich für den historischen Abriss über die Kurzwortforschung erwies sich außerdem das Buch Anja Steinhauers "Sprachökonomie durch Kurzwörter", das als eine sehr neue - es erschien erstmals im Jahr 2000 - Untersuchung nicht nur die Gründe für die Tendenz, immer mehr Kurzwörter zu bilden, benennt, sondern darüber hinaus die verschiedenen wichtigen Stationen der Kurzwortforschung kennzeichnet, bevor sie sich mit der Frage auseinandersetzt, welchen Stellenwert die Kurzwörter in den bestimmten Fachsprachen einnehmen. Im Rahmen der oben dargestellten Fragestellung findet außerdem die Doktorarbeit "Das Kurzwort im Deutschen: eine Untersuchung zu Definition, Typologie und Entwicklung" von Dorothea Kobler-Trill Platz, im Speziellen aber ihre besonders umfassende, definitorische Eingrenzung des Themenkomplexes Kurzwörter Platz.

Es wird zu zeigen sein, dass die Kurzwörter also zumeist Fach- und Gruppensprachen entstammen und sich sodann ihren Weg bahnen in den Allgemeinwortschatz. Bevor nun die Untersuchung zu den oben genannten Fragestellung beginnt, sei angemerkt, dass Steinhauer in ihrer Einleitung zu "Sprachökonomie durch Kurzwörter" genau auf diesen Sachverhalt verweist und dies am Beispiel des Titels "MfG" der Hip-Hop-Band "Die fantastischen Vier" kenntlich macht. Dieses Lied besteht nahezu ausschließlich aus Abkürzungen und Kurzwörtern. Der Leser mag also an dieser Stelle den Text dieses Liedes als inhaltlichen Einstieg wirken lassen, die längeren Ausgangsformen sind als Hilfestellung nochmals mit angegeben, an ihnen wird im weiteren Verlauf kenntlich gemacht werden, welche Techniken bei der Schöpfung der Kurzwörter zur Verfügung stehen.

1.1. Die Fantastischen Vier: "Mit freundlichen Grüßen" (1999)

[...]

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