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Scholary Paper (Seminar), 2003, 14 Pages
Author: Josephine Schwebler
Subject: Politics - Political Systems - General
Details
Tags: Untersuchung, Konsolidierung, Demokratie, Lateinamerika, Hand, Fallbeispiele, Argentinien, Chile
Year: 2003
Pages: 14
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-40677-2
File size: 198 KB
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Excerpt (computer-generated)
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Institut für Politikwissenschaft
Proseminar: Präsidentielle und semipräsidentielle Systeme
2. Fachsemester
Untersuchung der Konsolidierung der Demokratie in
Lateinamerika an Hand der Fallbeispiele
Argentinien und Chile
von: Josephine Schwebler
Gliederung
1. Einleitung 2
1.1 Gegenstand der Untersuchung 2
1.2 Abgrenzung des Themas 2
2. Definitionen 3
2.1. Konsolidierung 3
2.2 Faktoren der Konsolidierung 4
2.3 Institutionelle Kontextbedingungen der Konsolidierung 5
3. Untersuchung an Hand der Fallbeispiele 5
3.1 Parteiensystem 6
3.2 Interaktion zwischen Regierungs- und Parteiensystem 7
3.3 Einfluss der sozioökonomischen Faktoren 9
4. Fazit 10
5. Schluss 11
6. Literatur 11
7. Zusammenfassung/ Abstract 13
1. Einleitung
Lateinamerika bildet seit Jahrzehnten einen zentralen Punkt der Demokratieforschung, denn immer wieder musste die Demokratie dort anderen autoritären Herrschaftsformen weichen (Frei 1978: S.101). So kam es vor allem im Laufe der 70er Jahre des 20.Jahrhunderts zu Diktaturen und Militärherrschaft. Die Demokratisierung Lateinamerikas hat aber seit Beginn der 90er Jahren große Fortschritte gemacht.
Es gab zahlreiche Diskussionen, ob der Präsidentialismus wirklich geeignet ist die Demokratie in Lateinamerika zu etablieren, aber spätestens nach einer Abstimmung in Brasilien, in der sich die Mehrheit der Bevölkerung klar für den Präsidentialismus aussprach, sind die Stimmen der Kritiker leiser geworden. Dennoch bleibt zu klären, wie stabil diese Demokratien im Ernstfall sind und welchen Anteil daran die unterschiedlichen Parteiensysteme haben.
1.1 Gegenstand der Untersuchung
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Konsolidierung der Demokratie in Lateinamerika“. Ausgehend von der Definition des Begriffes Konsolidierung werde ich die für Demokratiekonsolidierung in präsidentiellen Systemen notwendigen Faktoren herausarbeiten.
Darauf aufbauend werde ich zuerst die politisch-institutionellen Faktoren untersuchen, anschließend auch die sozioökonomischen Faktoren betrachten. Dabei werde ich stets dem aktuellen Forschungsschwerpunkt auf diesem Gebiet folgen. Ich werde dabei zeigen, dass das Parteiensystem und seine Interaktion mit dem Regierungssystem einer der wichtigsten Stabilitätsfaktoren von Demokratie ist. Dies wird durch die Analyse an Hand zweier ausgewählter Fallbeispiele, Argentinien und Chile, deren Auswahl ich erläutern werde, nach-vollziehbar werden. Die Untersuchung wird schematisch erfolgen und mit der Einordnung und Charakterisierung der jeweiligen Parteinsysteme beginnen und sich dann auf die Interaktion konzentrieren.
Abschließend folgt eine Einschätzung der Situation mit dem Versuch die Trends der Entwicklung zu nennen.
1.2 Abgrenzung des Themas
Diese Arbeit wird sich mit der Untersuchung ausgewählter Aspekte der Demokratiekonsolidierung beschäftigen und erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei der Analyse werden besonders die Untersuchungen von Mainwaring/Scully, Linz/Stephan und Linz/Valenzuela zum Präsidentialismus eine zentrale Rolle spielen. Diese Forschungen werde ich auch nicht anzweifeln, da ich nicht über die Möglichkeit verfüge eigene Daten zusammeln und auszuwerten. Auch sollen weder die Kritik des Präsidentialismus noch der Vergleich mit dem Parlamentarismus weitere Ausführungen erfahren. Es handelt sich dementsprechend nicht um eine allumfassende Untersuchung, sondern ausgehend von meiner Fragestellung zum Thema Demokratiekonsolidierung um die Analyse ausgesuchter Gesichtspunkte.
2. Definitionen
Bevor die eigentlich Analyse beginnt ist es notwendig einige Begrifflichkeiten zu erklären und zu definieren. Denn nur dadurch kann von einem gewissen Kenntnisstand ausgegangen werden, welcher zum Verständnis der Argumentation und Untersuchung beitragen wird.
2.1 Konsolidierung
Der Begriff der Konsolidierung eröffnet mehrere Möglichkeiten der Definition, es existieren sowohl allumfassende als auch politikwissenschaftliche Sinnbedeutungen. Auf allgemeiner Ebene existiert eine 3-Punkte-Definition für Konsolidierung: 1)Konsolidierung als allgemeine Festigung oder Befestigung einer Sache. 2) Im finanzpolitischen Sprachgebrauch die Umwandlung kurzfristiger in langfristige Schulden und im Besonderen die Gesamtheit der Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, die Staatsfinanzen durch Begrenzung und Rückführung von Defiziten der öffentlichen Haushalte oder durch Verminderung der Staatsquote insgesamt auf eine solide Grundlage zu stellen. 3) In wissenschaftlichen Untersuchungen von Demokratisierung als Fachausdruck für die Befestigung oder Verwurzlung einer demokratischen Herrschaftsordnung. Als konsolidiert gilt demnach eine Demokratie, wenn ihre Spielregeln von allen wichtigen Gruppen als die einzig gültigen akzeptiert werden (Schmidt 1995: S.506). Da die ersten beiden Definitionspunkte nicht dazu geeignet sind die Demokratisierung Lateinamerikas zu erklären, werde ich diese vernachlässigen. Aber auch der dritte Punkt ist zu ungenau um daran Prozesse der Demokratiekonsolidierung zu untersuchen, es fehlen die konkreten Einflüsse und Voraussetzungen der Konsolidierung.
Aus diesem Grund werde ich mich auf die einschlägig bekannte Definition von Linz/Stephan stützen. Die Entwicklung einer eigenen Definition steht dabei nicht zur Debatte, denn dieses würde den Rahmen meiner Arbeit erheblich sprengen. Außerdem ist die Definition nur Ausgangspunkt, nicht aber Mittelpunkt meiner Analyse.
[...]
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