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Entwicklung gesundheitsfördernder Organisationskulturen durch Ansätze und Methoden der Organisationsentwicklung in der öffentlichen Verwaltung

Autor: Stefanie Rust
Fach: Organisation und Verwaltung

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Details

Veranstaltung: Neues Steuerungsmodell und Betriebliche Gesundheitsförderung in Verwaltung und Gesundheitswesen - Gemeinsamkeiten, Vereinbarkeiten, Divergenzen
Institution/Hochschule: Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (Sozialökonomie)
Tags: Entwicklung, Organisationskulturen, Ansätze, Methoden, Organisationsentwicklung, Verwaltung, Neues, Steuerungsmodell, Betriebliche, Gesundheitsförderung, Verwaltung, Gesundheitswesen, Gemeinsamkeiten, Vereinbarkeiten, Divergenzen
Kategorie: Anderes
Jahr: 2002
Seiten: 47
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 176 KB
Archivnummer: V4271
ISBN (E-Book): 978-3-638-12645-8
Anmerkungen :
Im Rahmen des Sozialökonomischen Studienganges wird unter dem Schwerpunkt Public Management/Public Health das dreisemestrige Projekt Neues Steuerungsmodell und Betriebliche Gesundheitsförderung ... angeboten.

Textauszug (computergeneriert)

Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik

vorgelegt von: Stefanie Rust

Entwicklung gesundheitsfördernder Organisationskulturen
mit Ansätzen und Methoden der Organisationsentwicklung
in der öffentlichen Verwaltung

Hausarbeit im Projekt
Gesundheitsförderung und Neues Steuerungsmodell
in Verwaltung und Gesundheitswesen
- Gemeinsamkeiten, Vereinbarkeiten, Divergenzen

WS 2001/2002 bis WS 2002/2003

Abgabedatum: 08. April 2002

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
    1.1 Problemstellung
    1.2 Themenabgrenzung und Präzisierung
    1.3 Aufbau der Arbeit

2. Über die Organisationskultur zu mehr Gesundheit - Die Suche nach einem geeigneten Weg
    2.1 Organisationskultur
        2.1.1 Die Bestimmung des Begriffes Organisationskultur
        2.1.2 Merkmale von Organisationskulturen
        2.1.3 Aufbau von Organisationskulturen
        2.1.4 Wirkungen und Funktionen von Organisationskulturen
        2.1.5 Die Erschließung von Organisationskulturen
    2.2 Gesundheitsförderung
        2.2.1 Gegenstand und Ziele der Gesundheitsförderung
            2.2.1.1 Vom Arbeitsschutz zum Salutogenetischen Modell 
            der Gesundheit
                2.2.1.1.1 Gesetzlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz
                2.2.1.1.2 Gesundheitsförderung im Betrieb
                2.2.1.1.3 Betriebliche Gesundheitsförderung
                2.2.1.1.4 Antonovskys Modell der Salutogenese
    2.3 Über die Organisationskultur zu mehr Gesundheit - Der 
    Weg zum Ziel

3. Der Weg ist bekannt! Doch wie soll er beschritten werden?
    3.1 Organisationsentwicklung - "Die Gehhilfe"
    3.2 Phasen der Entwicklung - Etappen auf dem Weg
        3.2.1 Rahmenkonzept
        3.2.2 Entwicklung eines Problembewusstseins mit dem Verlangen 
        nach Problemlösung
        3.2.3 Zusammenstellen eines Personenkreises, der bereit und fähig ist, 
        die Entwicklung durchzuführen
        3.2.4 Bestandsaufnahme der Ausgangssituation und globale Zielbildung
        3.2.5 Detailliertere Datenerfassung und Formulierung von Entwicklungszielen
        3.2.6 Planung und Vorbereitung der Innovationsschritte sowie 
        Abstimmung der beteiligten Personen, Gruppen, etc.
        3.2.7 Durchführung der Veränderungen
        3.2.8 Rückkopplung als Kontrolle und Vorkopplung als Vorbereitung 
        neuer Aktionen
    3.3 Organisationsentwicklung als Lernprozess - Reisende soll man nicht aufhalten

4. Ein Resümee oder ein Kontinuum: Möglichkeiten, Grenzen, Fazit

 

1. Einleitung


Jeder Weg beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt.
Er ist manchmal der schwerste, aber auch zugleich der leichteste,
denn keiner weiß, was der Weg an Hindernissen bringt und wo er endet.

Irmgard Düser

1.1 Problemstellung

Die öffentlichen Haushalte stehen aufgrund der Knappheit der öffentlichen Mittel aktuell vor einem hohen Konsolidierungsdruck. Zudem werden durch den Wandel von Staat und Gesellschaft veränderte Anforderungen an die öffentliche Verwaltung gestellt, denen begegnet werden muß. So steht die Verwaltung in der Pflicht mehr zu leisten und weniger zu kosten. Spezieller ausgedrückt bedeutet dieses Postulat, dass "die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen sowie ihre Kunden- und Mitarbeiterorientierung zu verbessern" ist. Um dies zu erreichen, wurden in letzter Zeit im Rahmen des Neuen Steuerungsmodells eine Reihe von Maßnahmen wie Kosten- und Leistungsrechnung und Qualitätsmanagement eingeführt.

Besonders unter Beachtung der MitarbeiterInnenorientierung ist aber auch der Aspekt des Schutzes und der Förderung der Gesundheit der Beschäftigten zu berücksichtigen. Zum einen steigert der Faktor Gesundheit die Leistungsfähigkeit aber auch die Leistungsmotivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Zum anderen obliegt dem Verwaltungsmitarbeiter die Pflicht zur Gesunderhaltung um seinen Dienstpflichten nachkommen zu können. Da der Mitarbeiter einen großen Teil seiner Zeit im Dienst verbringt, ist es erforderlich, dass am Arbeitsplatz Bedingungen herrschen, die Gesunderhaltung ermöglichen.

Dazu wurden bereits eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, die jedoch noch nicht den gewünschten bzw. notwendigen Erfolg erzielten. Neuere Forschungsergebnisse bestätigen immer mehr die Vermutung, dass bislang praktizierte Aktivitäten der Gesundheitsförderung nicht umfassend genug ausgelegt waren. Stand bisher die Vermeidung und der Abbau gesundheitsgefährdender Belastungsfaktoren im Vordergrund, so soll nun z.B. der Präventionsgedanke verstärkt Einzug halten.
"Nicht umfassend genug" bedeutet auch, dass von dem betont medizinischen Blickwinkel Abstand genommen werden muß hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung. Badura hat personen- und bedingungsbezogende Kriterien aufgestellt, die eine sogenannte "gesunde" Organisation erfüllt (Anhang 1).

Ziel dieser Arbeit soll es sein einen Weg zu finden, der die öffentliche Verwaltung in die Richtung einer "gesunden" Organisation führt. So ein Weg könnte über den Punkt Organisationskultur verlaufen, da diese das Verhalten der Mitarbeiter und somit auch das Gesundheitsverhalten bestimmt oder zumindest beeinflusst.

1.2 Themenabgrenzung und Präzisierung

Es liegt auf der Hand, dass die Organisationskultur ein sehr komplexes und vielschichtiges Gebilde ist und daher auch durch viele verschiedene Ansätze und Methoden beeinflußbar sein kann. Im Rahmen dieser Arbeit wird zur Entwicklung einer gesundheitsfördernd wirkenden Kultur auf die Möglichkeiten des Salutogenetischen Modells von Antonovsky Bezug genommen.
Zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen und Vorstellungen in der öffentlichen Verwaltung wurden Vorgehensweisen der Organisationsentwicklung gewählt. Diese beinhalten auch Verfahren der Personalentwicklung worauf nicht gesondert eingegangen wird.

In der Arbeit wird statt des Terminus öffentliche Verwaltung hauptsächlich von einer Organisation gesprochen. Diese Entscheidung wird von Seiten der Autorin damit begründet, dass es in Deutschland sehr wenig Literatur zu diesem Thema für die öffentliche Verwaltung oder für Non-Profit-Organisationen gibt. Daher wurde auch auf Arbeiten für Profit-Organisationen zurückgegriffen, soweit sie für die öffentliche Verwaltung zutreffen.

1.3 Aufbau der Arbeit

Mit Hilfe der Veranschaulichung wesentlicher Inhalte der Parameter Organisationskultur und Gesundheitsförderung bzw. Prävention soll zunächst ein Weg gefunden werden, über den das Ziel - "gesunde" öffentliche Verwaltung - erreicht werden könnte.

Aus dem Alltagsleben heraus ist jedem bekannt, dass es entscheidend von der Art der Beschreitung des Weges abhängt, in welcher Verfassung man das Ziel - wenn überhaupt - erreicht. Daher wird im weiteren Verlauf der Arbeit der Versuch unternommen, eine möglichst optimale Form der Fortbewegung zu entwickeln.

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