Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Verena Krebs
Fach: Kunst - Fotografie / Film
Details
Tags: Fotografie, Kunstakademie, Düsseldorf, Geschichte, Gegenwart
Jahr: 2005
Seiten: 80
Note: 2,8
Literaturverzeichnis: ~ 57 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1088 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-41431-9
Textauszug (computergeneriert)
Schriftliche Hausarbeit zur Erlangung des Grades einer Magistra Artium in der Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUHR - UNIVERSITÄT BOCHUM
Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf: Geschichte und Gegenwart
vorgelegt von
Verena Krebs
2004
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Die Geschichte des Studiengangs Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf ... 4
2.1. Kurzer Exkurs: Die Anfänge der Fotografie in Düsseldorf ... 9
3. Der Fachbereich Fotografie an der Kunstakademie unter Bernd Becher ... 10
3.1. Zur Kunst von Bernd Becher ... 10
3.1.2. Bernd Bechers Werk in der Tradition der neusachlichen Fotografie ... 14
3.2. Begriffsklärung ... 17
3.3. Schwerpunkte in der Fotoausbildung unter Bernd Becher ... 18
3.4. Vorbild- Abbild: Zum Verhältnis von Meister und Schülern an der Kunstakademie ... 20
3.4.1. Das Etikett „Becher- Schule“ ... 21
3.5. Die erste Generation: Candida Höfer, Thomas Struth, Axel Hütte ... 22
3.5.1. Candida Höfer ... 22
3.5.2. Thomas Struth ... 25
3.5.3. Axel Hütte ... 30
3.5.4. Erste Zusammenfassung ... 34
3.6. Die nächste Generation: Thomas Ruff und Andreas Gursky ... 38
3.6.1. Thomas Ruff ... 39
3.6.2 Andreas Gursky ... 46
4. Die Werke im Spiegel der Medientheorie ... 51
4. 1. Das Verhältnis zur Wirklichkeit ... 51
4. 2. Das Archivbild ... 57
4. 3. Das digitale Bild ... 60
5. Der Schüler wird zum Lehrer: Thomas Ruff und seine Fotoklasse ... 64
5.1. Die Ausbildung ... 64
5.2. Die Schüler ... 65
6. Schlussbemerkung ... 67
Literaturverzeichnis ... 70
Anhang ... 74
Anhang Bildmaterial ... 77
1. Einleitung
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Ausbildung zum Fotokünstler. Untersucht werden soll, inwieweit die Kunstakademie- im Fall dieser Untersuchung die Kunstakademie Düsseldorf- an der Formung der individuellen Künstlerpersönlichkeit beteiligt ist. Was bedeutet die Station „Kunstakademie Düsseldorf“ in der Biografie der Fotokünstler? Lässt sich ein roter Faden herausarbeiten, der die unterschiedlichen Positionen der Künstler vereint, oder ist die Kunstakademie ein Sammelbecken verschiedenster Ansätze? Was leistet die Ausbildung an der Ausformulierung künstlerisch bereits vorhandener Positionen und inwieweit steigert das Label „Kunstakademie Düsseldorf“, oder die als „Dusseldorf photography“ bis in den US-amerikanischen Markt vorgedrungene Bezeichnung, den Verkaufswert der Werke, eventuell auch durch nachträglich durch Kritiker und Kunsthistoriker angefügte Interpretationsansätze?
Die vorliegende Arbeit macht es sich dabei vor allem zum Ziel Fragen zu formulieren. Ob dabei eindeutige Antworten gefunden werden, soll nicht die entscheidende Rolle spielen.
Zunächst wird im ersten Teil der Arbeit der historische Hintergrund des Studiengangs Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf dargelegt, um herauszustellen, inwieweit hier eine Tradition benannt werden kann, die ihre Auswirkungen bis in die aktuelle Fotoklasse des Künstlers Thomas Ruff zeigt.
Die Anfänge der Fotografieausbildung an der Kunstakademie unter Bernd Becher werden dabei genau betrachtet, um zu hinterfragen, inwieweit hier formulierte Ziele und Ansprüche noch eine Rolle spielen. Welche Ansätze des Meisters Bernd Becher sind auch in der Kunst seiner mittlerweile ebenfalls sehr renommierten Schüler sichtbar? In welcher Tradition steht Bernd Becher selbst, wo sind seine Vorbilder zu suchen?
Des weiteren wird im zweiten Teil der vorliegenden Arbeit der Versuch unternommen werden, diese erarbeiteten Künstlerpositionen in einem medientheoretischen Kontext zu verankern. Ziel ist es, zu zeigen, dass der Bruch der zwischen der ersten und der zweiten Generation der Becher- Schüler evident wird, einer Entwicklung zu verdanken sein könnte, die im Bereich der allgemeinen medialen Theoriebildung zu suchen ist. Inwieweit ist die Kunst Thomas Ruffs und Andreas Gurskys ein Parallel zur medientheoretischen Entwicklung, die mit der Digitalisierung der Fotografie die notwendige Erarbeitung einer neuen Herangehensweise an die Fotografie als Medium sieht?
So ergibt sich die Fragestellung, ob gemeinsame Konzepte bei den Studenten der Kunstakademie zu finden sind, oder ob die Herangehensweise an die Fotografie gar grundlegend verschieden zu dem der ersten Schülern ist?
Es sollen vor allem die Bildstrategien der einzelnen Künstler näher untersucht und verglichen werden. Die Bilder selbst bilden dabei immer die Grundlage für die anschließenden Überlegungen. Immer wieder wird dabei der Blick auf das Werk Bernd Bechers gelenkt werden, um zu sehen, inwieweit in den einzelnen Werken der Schüler eine Auseinandersetzung mit dem Werk ihres Dozenten zu spüren ist. Dabei wird deutlich werden, dass sowohl Bildkonzepte aufgegriffen als auch direkt via Werk kritisiert werden.
Am Ende wird somit versucht die zugespitzte Frage zu beantworten, wie viel in den einzelnen Werken der jungen Fotokünstlers selbst enthalten ist, und wie viel, sowohl künstlerischen als auch kommerziellen, Wert das Etikett „Schüler der Kunstakademie“ den einzelnen Werken zusätzlich verleiht. Ist Kunst in diesem Fall ein Substrat der äußeren Umstände, wird sie „gemacht“ oder ist sie ein Produkt der künstlerischen Begabung, die durch die Akademie gefördert und geformt wird?
2. Die Geschichte des Studiengangs Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf
Die Kunstakademie Düsseldorf war die erste nach 1945 wiedereröffnete Staatliche Akademie in der Bundesrepublik. Von Anfang an waren prominente Künstler, wie etwa K.O. Götz, Paul Klee, Ewald Mataré oder Georg Meistermann als Dozenten beschäftigt.
Im Gebiet der Fotografie war zunächst jedoch kein Künstler in einem Lehrverhältnis tätig. Überhaupt hatte die Fotografie den Status eines reinen Ausbildungsberufes, der nicht an einer Kunsthochschule gelehrt wurde.
Die Frage, inwieweit Fotografie überhaupt als Kunst gewertet werden kann ist mittlerweile längst zum positiven geklärt worden, was der Blick in Museen, Galerien oder Kunstmessen zur Genüge beweist. In den 60er und 70er Jahren jedoch, war die Autonomiebewegung im Bereich der Fotografie in vollem Gange und deren Kunstwürdigkeit eine stark diskutierte Frage.
So wundert es nicht, dass die Fotografie an der Kunstakademie zunächst noch unter einem eher handwerklichen Aspekt stand.
[...]
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: