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Autor: Jörg Hartmann
Fach: Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
Details
Institution/Hochschule: Universität Karlsruhe (TH) (Institut für Literaturwissenschaft)
Tags: Oralität, Literalität, Platons, Schriftkritik, Phaidros, Medientheorie/Mediengeschichte
Jahr: 2000
Seiten: 7
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 201 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-41475-3
Ein Klassiker der Medientheorie ist sicherlich Platons Dialog "Phaidros" und die in ihm zur Sprache kommende Schriftkritik. Die Arbeit beschreibt zuerst die Entstehung der Schrift um dann Platons Schritftkritik vorzustellen und zu erläutern. Außerdem wird auf den Unterschied zwischen Oralität und Literalität eingegangen.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Karlsruhe
Institut für Literaturwissenschaft
Proseminar: Medientheorie / Mediengeschichte
( WS 00 )
Oralität und Literalität
Zu Platons Schriftkritik im „Phaidros“
von
Jörg Hartmann
Germanistik ( HF )/Journalismus und Technik der elektronischen Medien
( NF ), BA
1. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Kurze Entwicklungsgeschichte der Schrift
1.1.2 Ursprünge externer Informationsverarbeitung
1.1.3 Die ältesten Schriftsysteme
1.1.4 Die Entstehung des Alphabets
2. Hauptteil
2.1 Platons Schriftkritik im Phaidros
2.1.2 Erläuterungen zu Platons Phaidros
3. Schluß
3.1 Zur Bedeutung der Schrift
4. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit geht es um Schrift. Diese, uns heutzutage allen vertraute Technik stellt eine zentrale Errungenschaft der Menschheit dar. Schon der griechische Philosoph Platon, der im 5. Jahrhundert v.Chr. gelebt hat setzte sich mit der Frage nach Nutzen und Risiko, Sinn und Unsinn von Schrift auseinander.
1.1 Kurze Entwicklungsgeschichte der Schrift
1.1.2 Ursprünge externer Informationsspeicherung
Die ersten Anfänge von Schrift reichen bis 35 000 Jahre zurück. Auf dieses Alter werden steinzeitliche Höhlenzeichnungen geschätzt. Ebenfalls ein Vorläufer von Schrift ist der auf allen fünf Kontinenten verbreitet gewesene, meist aus Knochen bestehende „Kerbstock“. Durch Ritzungen vermerkten dort Jäger die Beutemenge und Hirten die Größe ihrer Herden.
Doch nach der sprachwissenschaftlichen Definition ist erst „die Wiedergabe des Gesprochenen in Form von Zeichen, welche bildhaften oder abstrakten Charakter haben können“1 Schrift.
Die Schriftforschung unterscheidet zwischen piktographischen, ideogrammatischen Schriften und Silbenschriften, bzw. Mischformen dieser.“2
1.1.3 Die ältesten Schriftsysteme
Die ältesten Schriftsysteme stellen die jeweils um 3000 v. Chr. entstandenen ägyptische Hieroglyphen- und die mesopotamische Keilschrift dar. Beides sind Silbensysteme mit mehreren hundert Zeichen. Der Schritt, der für die Schriftentwicklung entscheidend war, ist die Einführung von Phonogrammen: Ein Bildzeichen stellt nur noch einen einzigen, bestimmten Lautwert dar, ungeachtet der sonstigen Bedeutung des Bildes. Buchstaben werden im Baukastenprinzip zu Wörtern zusammengesetzt. Diese geniale Vereinfachung setzt zwar eine höhere Abstraktionsleistung des Gehirns voraus, reduziert aber den Lautzeichensatz enorm.
1.1.4 Entstehung des griechischen Alphabets
Im Zeitraum 2000 bis 1500 v.Chr entstand in Phönizien ein Schriftsystem mit Phonogrammen, das aber keine Vokale enthielt. Zwischen dem achten und neunten Jahrhundert v. Chr. übernahmen die Griechen die phönizische Konsonantenschrift und erweiterten sie um Vokale. Dadurch wurde es zum ersten Mal möglich, Sprache vollständig auf die Schrift abzubilden. Die ersten zwei Buchstaben des griechischen Schriftsystems hießen "Alpha“ und „Beta“. Dies ist der Ursprung des heutige Wortes "Alphabet". Es wurde zur Grundlage der gesamten westlichen Kultur. Träger der Schrift waren Stein, Metall, Ton, Holz, Papyrus, Leder und Pergament.
2. Hauptteil
2.1 Platons Schriftkritik im "Phaidros"
Im Schlußteil des von ihm verfassten Dialogs „Phaidros“ lässt er Sokrates mit seinem Freund Phaidros hierüber sprechen. Die wichtigsten Punkte sind folgende:
[....]
1 Siehe Volkmar Fritz in: Gerhard Müller: Theologische Realenzyklopädie, Band 30, S.434,Z48-51. Berlin 1998
2 Daniela Kloock, Angela Spahr: Medientheorien Eine Einführung, 2.Auflage, Oralität und Literalität S237fMünchen, 1986
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