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Autor: Lisa Canitz
Fach: Politik - Int. Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Bremen
Tags: Nepal-Konflikt, Regierung, Maoisten, Konfliktmanagement
Jahr: 2005
Seiten: 23
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 184 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-41483-8
Hausarbeit zum Thema Konfliktmanagement und Konfliktanalyse am Beispiel des innerstaatlichen Konflikts Nepal (maoistische Rebellen vs. Regierung) Vorbereitungszeit und Verfassungsdauer: 3 Monate
Zusammenfassung / Abstract
Alles beginnt mit einem Konflikt, der nicht auf Anhieb lösbar scheint. Verbal werden zwei Standpunkte offen gelegt. Vereinzelte Interaktionen schüren den Konflikt, machen ihn zu einer Krise mit mehr oder weniger gewalttätigen Aktionen. Doch eine Lösung zu finden, scheint undenkbar, denn die Verschärfung von Sanktionen und Boykottierungen führt dazu, dass sich ein Krieg entwickelt, der als einziges Ergebnis unzählige Tote vorweisen kann. Nepal - ein Land das nach dem Grundsatz lebt: „Das Mutterland ist mehr wert als das Königreich des Himmels.“.1 Dort gibt es für die Bevölkerung nur zwei Möglichkeiten. Die radikale Beschneidung der Demokratie durch König Gyanendra zu ertragen oder die menschenunwürdigen Methoden der Maoisten hinzunehmen. Dieser unlösbare Zwiespalt wurde zum Anlass genommen, den Krieg zwischen der nepalesischen Regierung und den maoistischen Rebellen nicht nur näher zu beleuchten, sondern auch intensiver zu analysieren. Im folgenden Abschnitt wird zunächst auf die historische Entwicklung Nepals bis zum Kriegsbeginn 1996 eingegangen. Besonders die Verhältnisse ab 1990/1991 werden eine entscheidende Rolle spielen. Die Konfliktursachen und die dabei entstehenden Probleme werden anschließend beleuchtet und mit den Forderungen der Regierung und der Maoisten in Verbindung gesetzt. Eigentliches Ziel der Arbeit ist jedoch die Analyse der Konfliktstadien. Auf dem Weg von einem Low-Intensity-Conflict über den Middle-Intensity-Conflict hin zu einem High- Intensity-Conflict werden sowohl Friedensgespräche als auch gewalttätige Höhepunkte und Eskalationen berücksichtigt. Die Beurteilung der Symmetrie und Asymmetrie bezüglich der Machtausübung und der militärischen Gewalt wird im anschließenden Part der Arbeit behandelt. Nachfolgend wird die Stellung der Konfliktparteien zu Mediationsmöglichkeiten aufgezeigt. In einem kurzen Abriss wird zum geopolitischen Umfeld Nepals Stellung genommen. Indien, die Vereinigten Staaten von Amerika und China markieren hier den Mittelpunkt. Abschließend wird die Arbeit durch das Fazit und den Ausblick vervollständigt...
Textauszug (computergeneriert)
Nepal-Konflikt
Regierung vs. Maoisten
Schriftliche Hausarbeit
im Rahmen der Lehrveranstaltung
Internationale Beziehungen: Konflikte, Konfliktmanagement, Konfliktlösung
Abgabetermin 1. August 2005
Hochschule Bremen
Fachbereich 1
Internationaler Studiengang Politikmanagement
Semester II
von
Lisa Canitz
Gliederung
1. Einleitung 3
2. Historische Entwicklung Nepals bis 1991 4
3. Konfliktursache/Probleme/Forderungen der Maoisten 6
4. Konfliktverlauf - Stadien und Phasen (Analyse) 8
5. Symmetrie und Asymmetrie des Konflikts 13
6. Mediation 14
7. Aktuelles geopolitisches Umfeld und Konfliktpotential 16
- Indien 17
- Westliche Welt - USA 18
- China 19
8. Fazit und Ausblick 20
9. Literaturverzeichnis 22
1. Einleitung
Alles beginnt mit einem Konflikt, der nicht auf Anhieb lösbar scheint. Verbal werden zwei Standpunkte offen gelegt. Vereinzelte Interaktionen schüren den Konflikt, machen ihn zu einer Krise mit mehr oder weniger gewalttätigen Aktionen. Doch eine Lösung zu finden, scheint undenkbar, denn die Verschärfung von Sanktionen und Boykottierungen führt dazu, dass sich ein Krieg entwickelt, der als einziges Ergebnis unzählige Tote vorweisen kann.
Nepal - ein Land das nach dem Grundsatz lebt: „Das Mutterland ist mehr wert als das Königreich des Himmels.“.1 Dort gibt es für die Bevölkerung nur zwei Möglichkeiten. Die radikale Beschneidung der Demokratie durch König Gyanendra zu ertragen oder die menschenunwürdigen Methoden der Maoisten hinzunehmen. Dieser unlösbare Zwiespalt wurde zum Anlass genommen, den Krieg zwischen der nepalesischen Regierung und den maoistischen Rebellen nicht nur näher zu beleuchten, sondern auch intensiver zu analysieren.
Im folgenden Abschnitt wird zunächst auf die historische Entwicklung Nepals bis zum Kriegsbeginn 1996 eingegangen. Besonders die Verhältnisse ab 1990/1991 werden eine entscheidende Rolle spielen.
Die Konfliktursachen und die dabei entstehenden Probleme werden anschließend beleuchtet und mit den Forderungen der Regierung und der Maoisten in Verbindung gesetzt. Eigentliches Ziel der Arbeit ist jedoch die Analyse der Konfliktstadien. Auf dem Weg von einem Low-Intensity-Conflict über den Middle-Intensity-Conflict hin zu einem High- Intensity-Conflict werden sowohl Friedensgespräche als auch gewalttätige Höhepunkte und Eskalationen berücksichtigt. Die Beurteilung der Symmetrie und Asymmetrie bezüglich der Machtausübung und der militärischen Gewalt wird im anschließenden Part der Arbeit behandelt.
Nachfolgend wird die Stellung der Konfliktparteien zu Mediationsmöglichkeiten aufgezeigt. In einem kurzen Abriss wird zum geopolitischen Umfeld Nepals Stellung genommen. Indien, die Vereinigten Staaten von Amerika und China markieren hier den Mittelpunkt. Abschließend wird die Arbeit durch das Fazit und den Ausblick vervollständigt.
Allgemeine und historische Fakten zu Nepal entstammen der Wikipedia-Enzyklopedie. Die Analyse fand aufgrund von Veröffentlichungen durch das Internationale Rote Kreuz und das „Konfliktbarometer 2003“ statt. Weiterhin halfen besonders im vierten Kapitel die Kurzfassungen der Lehrveranstaltung Internationale Beziehungen: Konflikte, Konfliktmanagement, Konfliktlösung. Neben der Verwendung stets aktueller Literatur, wie der Peoples Review und der Far Eastern Review, wurden insbesondere Erfahrungsberichte Reisender mit einbezogen. Zusätzlich gab die indische Tageszeitung „The Telegraph“ aktuelle Hinweise zu den Geschehnissen in Nepal. Interviews mit Zhou Wenzhong, dem Vize- Außenmnister Chinas, und Dr. Govind Prasad Kosum, dem Generalkonsul des Königreichs Nepal, zeigten die unterschiedliche Sicht auf den Konflikt und bezogen den internationalen Aspekt mit ein.
Aktuell zeigt die Forschungslage, dass der nepalesische Konflikt nicht durch militärische Mittel zu beenden ist. Die Symmetrie zwischen Regierung und Maoisten scheint zwar bei der Frage der Machtausübung zugunsten der Rebellen auszufallen, aber in Hinsicht auf die militärische Gewalt behält die Regierung noch die Oberhand.
2. Historische Entwicklung Nepals bis 1991
In der Frühzeit befand sich in dem Tal, in welchem heute die nepalesische Hauptstadt Kathmandu liegt, ein Gebirgssee. Nach einem Erdbeben verschwand dieser und zahlreiche Menschen aus umliegenden Gebieten siedelten sich auf dem fruchtbaren Land an und vereinigten sich zum Mischvolk der Newar. Zu dieser Zeit stand Nepal unter indischer Rajputenherrschaft und konnte sich erst im 14. Jahrhundert befreien. Das Herrschaftsgebiet wurde später noch weiter ausgedehnt, musste sich jedoch stets gegen Unterdrückung behaupten. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 entschied sich der nepalesische Staat, den Briten 200.000 Soldaten zur Verfügung zu stellen und zeigte sich damit als „unabhängiger Verbündeter“ der Engländer. Dies führte zu einer starken Aufwertung der nepalesischen Diplomatie und sicherte dem Königreich die vollständige Souveränität.
Doch erst Mitte des 20. Jahrhunderts kam es zur eigentlichen Öffnung des Himalaya-Königreichs nach außen. Nachdem an der Grenze zu Indien Unruhen ausgebrochen waren und die Angst stieg, China könnte seine Annexionsansprüche durchsetzen, griff Indien in die Politik Nepals ein und drängte darauf, wieder eine konstitutionelle Monarchie einzuführen.
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1 Nepal: www.wikipedia.de 20.05.2005
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