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Methoden und Verfahren der Bestandsoptimierung innerhalb des Supply Chain Managements

Autor: Martin Kurzer
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik

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Details

Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 46
Note: 1,6
Literaturverzeichnis: ~ 15  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 508 KB
Archivnummer: V43990
ISBN (E-Book): 978-3-638-41665-8
Anmerkungen :
Eine sehr ausführliche Studienarbeit über Methoden und Verfahren der Bestandsoptimierung innerhalb des Supply Chain Managements, sowie eine Betrachtung und Auswirkungen des Bullwhip-Effektes und ein Statement über den Ausblick in der Logistik.

Textauszug (computergeneriert)

Methoden und Verfahren der Bestandsoptimierung
innerhalb des Supply Chain Managements

von: Martin Kurzer

 


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zum Thema 1

2. Begriffsabgrenzung 2

2.1 Supply Chain Management im Kontext der Bestandsoptimierung  2
2.2 Bestandsoptimierungs- vs. Bestandssenkungsstrategien  3

3. Bedeutung der Bestände für Unternehmen 4

3.1 Die verschiedenen Bestandsarten 4
3.2 Funktionen von Beständen  5
3.3 Einflussgrößen von Beständen  6
3.4 Bestände als Kostenfaktor  6
3.5 Auswirkungen der Bestände auf den Unternehmenserfolg  8
3.6 Bestände in der Unternehmensorganisation  9

3.6.1 Die Aufgaben und Ziele des Bestandsmanagements 9
3.6.2 Prozessorientiertes Bestandsmanagement 10
3.6.3 Bestandsziele Im Spannungsfeld von Bereichsinteressen 11
3.6.4 Leistungsdefizite durch verdeckte Bestände 12

4. Methoden und Instrumente der Bestandsoptimierung 14

4.1 Dekomposition von Beständen  14

4.1.1 ABC- Analyse 14
4.1.2 XYZ- Analyse  16
4.1.3 Kombinierte Anwendung der ABC/ XYZ- Analyse  16

4.2 Bestandsplanung  17

4.2.1 Bedarfsplanung  18
4.2.2 Bestandsteuerung 19

4.2.2.1 Bestellmengenplanung  19
4.2.2.2 Ermittlung der optimalen Bestellmenge 20
4.2.2.3 Zeitplanung  21

4.2.3 Planung der Sicherheitsbestände 22

4.2.3.1 Wiederbeschaffungszeit  22
4.2.3.2 Prognosefehler 23
4.2.3.3 Der Lieferbereitschaftsgrad  23
4.2.3.4 Anzahl der Lager 25

4.2.4 Ergänzende Faktoren der Bestandsplanung 25

4.3 Bestandskontrolle 27

4.3.1 Bestandsanalyse 27
4.3.2 Anpassungsmaßnahmen bei überhöhten Beständen 28
4.3.3 Bestandscontrolling 30

5. Ein Ansatz zur Bestandsoptimierung innerhalb der Supply Chain  33

5.1 Der Bullwhip- Effekt 33

5.1.1 Ursachen zur Entstehung des Bullwhip- Effektes  34
4.1.2 Auswirkungen durch E- Logistics  35

6. Fazit und Ausblick  36

Anhangsverzeichnis

Literaturverzeichnis
 



Abkürzungsverzeichnis

HGB = Handelsgesetzbuch
ROI = Return on Investment
SC = Supply Chain
SCM = Supply Chain Management
VDI = Verein Deutscher Ingenieure


 

1. Hinführung zum Thema

Nicht erst seit der Konjunkturschwäche und den sinkenden Margen sind Unternehmen aller Branchen mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Kosten systematisch zu senken. Dabei gilt es Ausgaben dort zu reduzieren, wo es die Wettbewerbsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Vor diesem Hintergrund entdecken immer mehr Konzerne die Optimierung der Bestände als wichtigen Ansatzpunkt, um nachhaltig profitabler und effizienter zu operieren. Laut der Aussage von M. Hoppe agieren Unternehmen entlang ihrer Supply Chain mit zu hohen Beständen und binden auf diese Weise unnötig viel Kapital. Tendenziell haben in der Vergangenheit, aus Sicherheitsgründen, die Pufferbestände zugenommen. Schließlich erfordern kürzere Produktlebenszyklen und die Individualisierung der Nachfrage ein Höchstmaß an Flexibilität und Reaktionsfähigkeit.1 Wie aber lassen sich diese kostenspieleigen „Puffer“ reduzieren, ohne gleichzeitig die Lieferfähigkeit und damit die Kundenzufriedenheit und Marktposition zu riskieren?

Gegenstand dieser Studienarbeit ist des Weiteren einen Überblick über das Bestandsmanagement bzw. der Bestandsoptimierung innerhalb der Supply Chain zu schaffen. Dabei wird sowohl die unternehmensinterne als auch die unternehmensexterne Betrachtungsweise des Supply Chain Managements berücksichtigt. Darauf aufbauend ist das Ziel der Arbeit aufzuzeigen, welche Bestandssenkungspotentiale in den Unternehmen überhaupt vorhanden sind und welche positiven Auswirkungen sie auf die Unternehmenswertsteigerung besitzen. Anhand von ausgewählten2 theoretischen Verfahren und Methoden werden letztendlich die Voraussetzungen und Maßnahmen analysiert, mit dessen Hilfe eine effiziente Bestandsoptimierung realisiert werden kann. Zum Abschluss der Arbeit wird im Kapitel 5 ein signifikantes Phänomen der Supply Chain vorgestellt, was schon seit längeren als „Peitschenschlageffekt“ bekannt ist und bei dessen Beseitigung wettbewerbsentscheidende Kostensenkungspotentiale freigelegt werden können.

2. Begriffsabgrenzung

In diesem Punkt werden die, in dieser Arbeit verwendeten, grundlegenden Begriffsverwendungen analysiert und von einander abgegrenzt. In der Folge soll das Prinzip des Supply Chain Management erklärt werden und deren Relevanz für die Bestandsoptimierung in den betroffenen Unternehmen aufgezeigt werden. Anschließend erfolgt eine Definition des Begriffes Bestandsoptimierung in Verbindung mit der Begriffsabgrenzung der Bestandssenkung.

2.1 Supply Chain Management im Kontext der Bestandsoptimierung

Der Ursprung des Supply Chain Managements, kurz SCM, liegt in der Logistik und demnach in der Betrachtung des Material-, Waren-, und Informationsflusses von der Quelle bis zur Senke. Der SCM- Begriff wird zum besseren Verständnis getrennt betrachtet. Die Supply Chain bzw. die logistische Lieferkette „stellt die Zusammenfassung einzelner Prozesse im Unternehmen und in seinem direkt mit der Leistungserstellung verbundenen Umfeld zu bereichsübergreifenden Organisations- und Informationseinheiten dar.“3 Das Prinzip des SCM ist noch umfassender ausgelegt und wird als „integrierte Unternehmensaktivitäten von Versorgung, Entsorgung und Recycling, inklusive die sie begleitenden Geld- und Informationsflüsse“4 charakterisiert. Das SCM erstreckt sich demnach sowohl auf Prozesse innerhalb des Unternehmens5 als auch auf Verflechtungen des Unternehmens mit seiner Umwelt6. Bei Übertragung des Zieles des SCM auf die Bestandsproblematik, ergibt sich daraus der Anspruch, die Bestände der gesamten Versorgungskette integriert zu steuern. Im Vordergrund steht dabei sowohl die Anordnung der Bestände entlang der Supply Chain als auch die Höhe dieser Bestände in den einzelnen Wertschöpfungsstufen7.8

2.2 Bestandsoptimierungs- vs. Bestandssenkungsstrategien

Der Begriff Bestandsoptimierung ist ein Hauptaufgabenfeld des Bestandsmanagements9 und ist im engeren Sinne von dem Begriff der Bestandssenkung abzugrenzen. Die Bestandssenkungsstrategien verfolgen das Ziel einer Reduzierung allein der Lagerhaltungskosten10, während die Strategien der Bestandsoptimierung eine Senkung aller bestandsabhängigen Logistikkosten betrachtet.11 Demnach ist festzuhalten, dass die Bestandsoptimierung generell das Ziel der Bestandssenkung verfolgt, aber es u. U. auch zu einer Erhöhung der Bestände kommen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Lagerhaltungskosten geringer sind als die Bezugskosten, wie beispielsweise fixe Bestellkosten als auch Transportkosten, und somit Sammelbestellungen bevorzugt werden, die folglich eine Erhöhung der Bestände mit sich führen.

3. Bedeutung der Bestände für Unternehmen

Bevor eine Analyse zur Bestandsoptimierung vorgenommen werden kann, ist es relevant zu beleuchten, weshalb Unternehmen überhaupt Bestände vorhalten und dabei das Ziel verfolgen diese zu senken. Nach einer grundlegenden Einteilung der Bestände, die für das spätere Verständnis relevant sind, wird die Bedeutung der Bestände in verschiedener Hinsicht illustriert. Es bestehen zahlreiche Arten von Beständen, die für das Unternehmen bestimmte, unverzichtbare Funktionen erfüllen. Ferner unterliegen Bestände einer Vielzahl von Einflussfaktoren, welche Auswirkungen auf die Erfüllung dieser Funktionen haben. Schließlich ist für Unternehmen von besonderer Gewichtung, dass Bestände Kosten verursachen und damit auch Auswirkungen auf den Unternehmenswert haben.

3.1 Die verschiedenen Bestandsarten

[...]


1 Vgl. Marc Hoppe; www.SAP-SI.com/SCM; „Ran an den Bestand“

2 Im Rahmen der Arbeit war es nur möglich die wichtigsten Verfahren der Bestandsoptimierung zu analysieren.

3 K. Thaler; Supply Chain Management- Prozessoptimierung in der logistischen Kette; 3. Auflage; Köln 2001; S. 43

4 H. Werner; Supply Chain Management- Grundlagen; Strategien, Instrumente und Controlling; Wiesbaden 2000; S.106

5 Auch unternehmensweite Supply Chain genannt

6 Betrachtung der unternehmensübergreifende Supply Chain

7 Dieser Aspekt wird auch als Bestandsallokation zusammengefasst

8 Vgl. W. Stölzle, K.- F. Heusler, M. Karrer; Erfolgsfaktor Bestandsmanagement; Duisburg 2004; S.126ff.

9 Auf den Begriff des Bestandsmanagements wird im Kapitel 3.6 eingegangen

10 Zur Begriffsbestimmung Vgl. Kapitel 4.2.2.1 bzw. Anhang 5

11 Vgl. T. Gudehus; Logistik- Grundlagen, Strategien, Anwendungen; Heidelberg 1999; S. 319

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