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Kennzahlen und Kennzahlensysteme als Instrumente des Controllings

Autor: Claudius Gutemann
Fach: Wirtschaft - Controlling

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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 22
Note: 1,2
Literaturverzeichnis: ~ 20  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 3067 KB
Archivnummer: V43995
ISBN (E-Book): 978-3-638-41668-9

Textauszug (computergeneriert)

Kennzahlen und Kennzahlensysteme
als Instrumente des Controllings

von: Claudius Gutemann

4. Semester

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  1

2 Merkmale von Kennzahlen und Kennzahlensystemen  1

2.1 Der Kennzahlenbegriff  1
2.2 Arten von Kennzahlen 2
2.3 Der Begriff des Kennzahlensystems  3
2.4 Arten von Kennzahlensystemen 4

3 Die Verwendbarkeit von Kennzahlen und Kennzahlensystemen im Controlling 4

3.1 Überblick  4
3.2. Verwendung als Informationsinstrumente  6

3.2.1 Verwendung als benutzeradäquate Informationsbereistellung  6
3.2.2 Verwendung als Indikatoren und Frühwarnsysteme  7

3.3 Verwendung als Planungs- und Kontrollinstrumente 8
3.4 Verwendung als Instrumente der Steuerung und der Koordination 9
3.5 Grenzen der Anwendung 10

4 Fazit  10

Anhang 12

Literaturverzeichnis 17
 


 

1 Einleitung

"Wieder und wieder bitte ich: Non multa sed multum. Weniger Zahlen, sondern gescheitere..."1 Dieser aus dem Jahr 1923 stammende Satz von Wladimir I. Lenin ist durchaus auf die heutige Zeit übertragbar, wie eine Umfrage der Hackett Group ergab. Demnach werden in den untersuchten Unternehmen durchschnittlich 132 Kennzahlen an das Top- Management berichtet.2 Diese Zahl zeigt, wie groß ihre Bedeutung für Unternehmen ist - lässt man außen vor, dass die Vielzahl der Kennzahlen nicht zwingend die Qualität der Berichterstattung erhöht. In dieser Arbeit soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung Kennzahlen und Kennzahlensysteme für das Controlling haben und wie sie als Instrumente dem Controlling dienen.

2 Merkmale von Kennzahlen und Kennzahlensystemen

2.1 Der Kennzahlenbegriff

Nachdem der Kennzahlenbegriff im letzten Jahrhundert eine vielgestaltige Entwicklung durchlaufen hat, herrscht darüber nach Reichmanns Ansicht seit Mitte der 1970er Jahre in der Literatur weitestgehend Einigkeit.3 Meyer widerspricht dieser Aussage, denn er sieht keine einheitliche Auffassung „über den Begriff, die Terminologie und die Systematik betriebswirtschaftlicher Kennzahlen.“4 Trotzdem kommt auch er - wie unter anderem (u.a.) Horváth, Küpper, Weber und Reichmann – zu dem Schluss, dass unter Kennzahlen im Allgemeinen jene Zahlen verstanden werden, die betriebswirtschaftlich relevante Zusammenhänge bzw. „Tatbestände“ in verdichteter, quantitativer Form wiedergeben und besonders der Informationsversorgung für das Management dienen. 5

2.2 Arten von Kennzahlen

Ihrer Art nach unterscheidet man Kennzahlen in Einzelkennzahlen und Kennzahlensysteme.6 Einzelkennzahlen, also Größen wie z.B. Umsatz, Gewinn oder Absatz, können nach verschiedenen Merkmalen systematisiert werden.7 Dabei ist die am häufigsten vorfindbare Differenzierung die nach ihrer statistischen Form.8 Hierbei wird die Unterscheidung von Einzelkennzahlen in „Absolute Zahlen“ (oder auch „Grundzahlen“) und „relative Zahlen“ (oder auch „Verhältniszahlen“) betrachtet.9 Absolute Zahlen sind Bestandsgrößen (z.B. Kassenbestand, Anlagenbestand), Summen (z.B. Bilanzsumme) oder Differenzen (z.B. Gewinn = Ertrag - Aufwand).10 Verhältniszahlen dagegen sind relative Größen, die auf einen Vergleich ausgerichtet sind.11 Sie werden weiter differenziert in:12

- Beziehungszahlen, die zwei verschiedenartige Größen zueinander ins Verhältnis setzen (z.B. Rentabilität als Gewinn zu Kapital)
- Gliederungszahlen, die den Anteil einer Größe an einer Gesamtmenge angeben (z.B. Anteil der Materialkosten an den Periodenkosten)
- Indexzahlen, die das Verhältnis zweier gleichartiger Merkmale angeben, wobei eine Größe mit 100 gleichgesetzt ist (z.B. Lohnkostenentwicklung).

Zur Beurteilung wirtschaftlicher Sachverhalte zieht man in der Regel (i.d.R.) mehrere Kennzahlen heran. 13 Ein solches „Nebeneinander“ derartiger Größen, wie Weber es nennt, wird durch Kennzahlensysteme dargestellt.14

2.3 Der Begriff des Kennzahlensystems

[...]


1 Lenin, W.I., zitiert nach Bohne, J., Steuerung mit Finanzkennzahlen, 1999, S.37 ff.

2 Vgl. Controllerverein (Hrsg.), Mythos Balanced Scorecard, 2004, in http://www.controllerverein.com/enews/ e-news-24.11.2004.html, 18.06.05.

3 Zur Entwicklung des Kennzahlenbegriffs vgl. Reichmann, Th., Controlling mit Kennzahlen, 2001, S. 19.

4 Vgl. Meyer, C., Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 1994, S. 1.

5 Vgl. Meyer, C., Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 1994, S. 1 ff., vgl. auch Horváth, P., Controlling, 2003, S. 566, Weber, J., Einführung Controlling, 1999, S. 217 f., Reichmann, Th., Controlling mit Kennzahlen, 1997, S. 19, vgl. Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 341.

6 Vgl. Ziegenbein, K., Controlling, 1995, S. 423.

7 Vgl. hierzu Anhang A.

8 Vgl. Weber, J., Einführung Controlling, 1999, S. 218.

9 Vgl. Küpper, H.-U./ Weber, J., Grundbegriffe, 1995, S. 174, vgl. auch Meyer, C., Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, 1993, S. 6., zur Unterscheidung von Einzelkennzahlen vgl. Anhang B.

10 Vgl. Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 341.

11 Vgl. Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 341.

12 Aufzählung geht zurück auf Küpper, H.-U., Controlling, 2001, S. 341 f. und Horváth, P., Controlling, 2003, S.567.

13 Vgl. Wall, F., Planungs- und Kontrollsysteme, 1999, S. 251.

14 Vgl. Weber, J., Einführung Controlling, 1999, S. 220.

Kommentare

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