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Hausarbeit, 2005, 19 Seiten
Autor: Thorsten Doß
Fach: Afrikawissenschaften
Details
Tags: Anfänge, Photographie, Afrika, Bedeutung
Jahr: 2005
Seiten: 19
Note: keine Benotung
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-41768-6
Dateigröße: 178 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Die Anfänge der Photographie in Afrika und
ihre historische Bedeutung
von: Thorsten Doß
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Technische Entwicklung der Photographie 4
3. Die Anfänge der Photographie in Afrika 5
3.1. Die ersten Bilder von Expeditionen 6
3.2. Bilder von Missionaren 7
3.3. Kolonialbilder 9
3.4. Andere Tätigkeitsfelder von Photographen 10
4. Bedeutung und wissenschaftliche Relevanz historischer Aufnahmen 11
4.1. Probleme der Objektivität 12
4.2. Frühe wissenschaftliche Anwendungen 13
4.3. Gegenwärtige wissenschaftliche Ansätze und Forschungen 14
5. Aussichten 16
6. Schlußbetrachtungen 18
Literaturverzeichnis 19
1. Einleitung
Bei der Sichtung von Photographien stellt der interessierte Betrachter und intensive Beobachter oft schnell fest, daß dies nicht einfach nur Bilder sind, welche Aussagen über den Inhalt des Dargestellten machen, sondern der Betrachter auch „zwischen den Zeilen lesen“ – sozusagen hinter das Bild – blicken und treten kann. Er kann, wenn er dies will, versuchen sich in die Situation des Photographen hineinversetzen und blickt somit aus dessen Augen auf das Objekt vor ihm. Er stellt fest, daß er dirigieren kann – er hat es in der Hand, das Photo nach seinen Bedürfnissen und Wünschen, Ängsten und Phantasien zu gestalten und später aussehen zu lassen. Er wartet den passenden Moment ab und betätigt dann den Auslöser, wenn er glaubt das gewünschte Motiv eingefangen zu haben.
In dieser Arbeit möchte ich mich mit der Relevanz historischer Photographien für die Geschichte Afrikas auseinandersetzen. Von der Geschichte der Photographie in Afrika ausgehend, sollen die verschiedenen Photographen kategorisiert dargestellt werden um ihr Interessengebiet – das bevorzugte Objekt – einzugrenzen. Die Interpretationsmöglichkeiten – wie das oben erwähnte Beispiel zwischen der Betrachtung des Bildes an sich und der Betrachtung durch die Augen des Betrachters, spielen eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung von Bildern. Oft werden sie mißverstanden und fehlgedeutet und ihr wahrer Wert für die Wissenschaft somit nicht erkannt. Dem intensiven Diskurs darüber ist es schließlich zu verdanken, daß eine Vielzahl historischer Aufnahmen in ihrem Kontext dargestellt werden können – auch wenn die dazugehörigen Daten, wie Photograph, Datum, Ort usw. vor Beginn der Analyse fehlten. Dies macht die Bedeutung von Photographien im Allgemeinen aus: man kann in ihnen lesen.
2. Technische Entwicklung der Photographie
Für die Forschung über die Geschichte Afrikas spielen Photographien eine besondere Rolle. Erstmalig konnten fremde Regionen und Kulturen auf realistische Weise dargestellt und den Betrachtern zu Hause präsentiert werden. Nachdem im Jahre 1839 die Daguerreotypie von Louis-Jacques-Mandé Daguerre entwickelt wurde dauerte es nicht mehr lange, bis die ersten Bilder aus Afrika den europäischen Betrachter erreichten. Jedoch mußten bis dahin weitere technische Neuerungen vorgenommen werden. Das Verfahren der Daguerreotypie war kompliziert und somit zeitaufwendig. Versilberte Kupferplatten wurden über Joddämpfen sensibilisiert, in der Camera obscura belichtet und danach in einer Kochsalzlösung fixiert. Die Belichtungszeit betrug ca. 10 Minuten ( Koetzle: 2005/ 22 ). 1851 setzte sich die Feucht – Kollodiummethode durch, welche Belichtungszeiten nur noch bis zu 10 Sekunden benötigte. Die dabei benutzten Glasplatten mußten kurz vor der Aufnahme mit einer Kollodiumemulsion präpariert – und nach der Belichtung sofort entwickelt werden. Dieses Verfahren hatte den Vorteil einer besseren Auflösung und Sichtbarkeit feinster Einzelheiten, sowie die Vervielfältigung von Abzügen auf Albumin Papier ( Killingray/ Roberts: 1989/ 197-198 ). Der Nachteil bestand darin, daß die Platten naß benutzt werden mußten. Das bedeutet, daß der Photograph sofort nach der Aufnahme mit der noch feuchten Platte in sein mobiles Labor gehen und das Bild sofort entwickeln mußte. Dieser Nachteil machte das Verfahren grundsätzlich unpraktisch, denn eine Kameraausrüstung, sowie das Photolabor – inclusive aller Chemikalien – konnte ein Gewicht bis zu 250 kg erreichen, was seine Mobilität stark einschränkte. Die Einführung der Bromsilbergelatine – Trockenplatte 1871 in dasselbe Verfahren ermöglichte eine weitere Verkürzung der Belichtungszeit auf nur wenige Sekunden durch eine Gelatineemulsion auf der Platte. Die Gelatineemulsion zeichnete sich gegenüber dem Kollodium durch ihre lange Haltbarkeit aus – die Platten konnten auf Vorrat mitgenommen und mußten somit nicht sofort nach der Belichtung entwickelt werden. Dadurch wurde der Photograph unabhängiger vom technischen Prozeß und konnte sich seinem gewünschten Bild voll und ganz hingeben. Im Zuge der Trockenplatte wurden auch die Apparate kleiner und handlicher. Die eigens dafür entstandene und rasch florierende Industrie bot sogar tropentaugliche Kameras und alle weiteren Utensilien für das feucht – heiße Klima an. Sowohl das Photolabor als auch die Apparatur konnte jetzt problemlos an entlegenste Plätze getragen und benutzt werden.
3. Die Anfänge der Photographie in Afrika
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