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Details

Veranstaltung: Wirtschaftswissenschaftliche Propädeutik
Institution/Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien (Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
Tags: Walt, Rostow, Stadien, Wachstums, Wirtschaftswissenschaftliche, Propädeutik
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 13
Note: Gut
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 383 KB
Archivnummer: V44306
ISBN (E-Book): 978-3-638-41933-8

Textauszug (computergeneriert)

Walt W. Rostow und die Stadien wirtschaftlichen Wachstums

von: Florian Bachner

 


Inhaltsverzeichnis

1 Biographie S. 2

2 Die fünf Stadien-Theorie wirtschaftlichen Wachstums S. 4

2.1 Die traditionelle Gesellschaft S. 5
2.2 Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Aufstieg S. 5
2.3 Der wirtschaftliche Aufstieg S. 7
2.4 Die Entwicklung zur Reife S. 8
2.5 Das Zeitalter des Massenkonsums S. 9
2.6 Die Stadien im Überblick S. 9

3 Werk, Einordnung und Kritik S. 10

4 Literaturverzeichnis S. 12




1 Biographie

Walt Whitman Rostow (1916 – 2003), wurde am 7. Oktober 1916 in New York als Sohn russischer Emigranten zur Welt gebracht. Im Alter von 15 Jahren absolviert er sein High-School-Examen und erhält ein Stipendium zum Studium der Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Yale. Dort schreibt er auch seine Dissertation "British Trade Fluctuations" und promoviert 1940.

Bis zum Eintritt der USA in den zweiten Weltkrieg arbeitet Rostow kurz als Dozent für Wirtschaftswissenschaften an der Columbia University in New York. 1941 wird er zum Militärdienst eingezogen und bis 1945 dem Office of Stratetic Services (OSS, Vorläufer des CIA) unterstellt. Nach Ende des Krieges führt ihn seine Laufbahn 1946 nach Harvard, wo er kurzfristig eine Professur für Wirtschaftsgeschichte antritt. Ein Jahr später entschließt sich Rostow erneut für eine politische Tätigkeit und wird Assistent von Gunnar Myrdal, des Leiters der UN Economic Commission for Europe in Genf. Nach zweijähriger Tätigkeit kündigt Rostow 1949 und nimmt eine Stelle als Gastprofessor für Amerikanische Geschichte in Cambridge an. Auch die Arbeit in England kann den jungen Rostow nicht lange fesseln und so folgt er im Alter von 33 dem Ruf auf den Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte am MIT.

Im Jahre 1951 wird das Center of International Studies (CENIS), dessen Hauptaufgabe in der Entwicklung von Strategien gegen die Ausbreitung des Kommunismus liegt, am MIT gegründet. Rostow erhält eine Rolle im Führungsstab unter der Leitung von Max Millikan den er noch aus seinen akademischen Jahren in Yale kennt. "Zum Kreis der Kollegen in Cambridge MA und Boston mit den beiden Universitäten MIT und Harvard, nur getrennt durch den Charles River, gehören so renommierte Leute wie Paul Samuelson, Robert Solow, Paul Rosenstein-Rodan, Everett Hagen, Charles Kindleberger, Benjamin Higgins, Wilfred Malenbaum, Lucian Pye, Robert Baldwin, Richard Eckaus und Daniel Lerner, eine illustre Ansammlung früher Entwicklungsökonomen, -soziologen und -politologen, die es allesamt wert wären, in ein "Who Is Who" der Entwicklungstheorie aufgenommen zu werden." (Menzel, 2003) Sein erstes Werk zur Wachstumstheorie "The Process of Economic Growth" erscheint 1952. Durch die Arbeit am CENIS setzt sich Rostow intensiv mit dem Kommunismus in China und der Sowjetunion auseinander, dies schlägt sich seinem Werk "Marx was a City Boy, or Why Communism May Fail" (1955) und in dem 1957 zusammen mit Millikan veröffentlichtem Buch "A proposal: Key to an Effective Foreign Policy", nieder.

Sein wohl prominentestes Werk "Stages of Economic Growth- A Non-Communist Manifesto” wird 1960 publiziert, damit schafft Rostow endgültig den Sprung ins internationale Rampenlicht und wird zunächst ins Wahlkampfteam von J. F. Kennedy bestellt. Rostow findet Gefallen in seiner neuerlichen politischen Tätigkeit und bleibt vorerst auch nach der Wahl im Stab Kennedys als Sicherheitsberater, später dann als Leiter des Politischen Planungsstabes im Außenministerium (vgl. Menzel, 2003). Nach dem Tod Kennedys 1963 behält er seine Position unter dem neuen Präsident Lyndon B. Johnson bis 1964 bei und wird anschließend Mitglied im "Interamerikanischen Ausschuss der Allianz für den Fortschritt". 1966 wird Rostow als nationaler Sicherheitsberater unter Johnsons Administration eingesetzt, dies ist gleichzeitig der Höhepunkt des Vietnamkrieges. Rostow wird in der Öffentlichkeit als Kriegstreiber und durch sein hohes politisches Amt als einer der Hauptverantwortlichen für die außer Kontrolle geratene Vietnam Krise gesehen. Dies besiegelt auch seine politische Karriere, Präsident Nixon entlässt ihn. Sowohl das MIT, als auch die Harvard Universität weigern sich den in Verruf geratenen Rostow wieder aufzunehmen und so zieht es ihn and die Universität Austin Texas wo er den Rest seines Lebens mit rein akademischer Arbeit verbringt. W. W. Rostow stirbt 2003 im Alter von 86 Jahren.

2 Die fünf Stadien-Theorie wirtschaftlichen Wachstums

Im Jahre 1960 entwickelte der US-amerikanische Ökonom W. W. Rostow eine der bedeutendsten Entwicklungstheorien seiner Zeit, die fünf Stadien-Theorie wirtschaftlichen Wachstums. Sein Modell soll aus wirtschaftshistorischer Sicht versuchen den Prozess gesellschaftlicher Entwicklung anhand von idealtypischen Wirtschaftsstadien zu erklären, die alle Länder zu durchlaufen hätten.

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